Meine Frage wäre also nun - sind die Kabel tatsächlich so empfindlich für Störungen, das jedes andere Kabel (Lan/Strom) in der Nähe das Signal so stark stören kann, oder ist die FB wohlmöglich kaputt bzw zu störanfällig?
Es schadet nicht, wenn Du Dir bei einem Fachbetrieb ein z.B. 2 m langes Koaxialkabel (starrer Innenleiter, min. Klasse A+ Schirmung) mit zwei Kompressionssteckern konfektionieren lässt. Leider braucht man dazu eine spezielle Kompressionszange (macht Dir ein Fachhändler aber sicher für 5€ Lohn + 5€ Material).
Die Multimediasteckdose in der Wand sollte auch korrekt montiert sein (sauber arbeiten). In einem Altbau mit alten Kabeln (z.B. nur 75 dB Schirmung) sieht's eher schlecht aus. Da werden die Docsis-Signale durch LTE und andere Störquellen kräftig beeinträchtigt (S/N niedrig, MER und BER hoch).
Schlussendlich gehört aber die ganze Anlage geprüft.
In einem Einfamilienhaus wäre die einfachste Lösung die Kabelbox direkt an den Hausübergabepunkt im Keller zu montieren, dann ist es egal was danach kommt...
Versuch mal, die Fritzbox nur mit unabgeschirmten Netzwerkkabeln zu verbinden.
Ja, das kann auch helfen. Selbst wenn die Fritzbox keine geschirmten Buchsen hat, bringt man die Masse vom ggf. geerdeten PC/Switch so bis unmittelbar zur Fritzbox. Da das Koaxialkabel geschirmt ist, kann sich eine Kopplung über den Pfad Koaxnetz <> Schutzleiter Steckdose/PC <> LAN-Kabel-Schirm ergeben. Da spielt es auch keine Rolle ob die LAN-Buchse über einen Kontakt galvanisch koppelt, oder ob sich nur eine kapazitive/induktive Kopplung ergibt.