Ein Container dient zunächst einmal der Isolation, d.h. mehrere Applikationen (oder auch verschiedene Versionen derselben Applikation) könnten sich dadurch voneinander trennen lassen und unabhängig voneinander betrieben werden – sofern die "Außenanbindung" dies entsprechend zulässt, denn ein Container ist ohne zusätzliche Konfiguration/Abbildungen (von Ports, usw.) von außen in der Regel nicht erreichbar.
Je nach Qualität des/der Docker-Container(s) beschränkt sich eine Auffrischung des-/derselben auf die notwendigen Schritte, um neue Versionen des Containers herunterzuladen und zu aktivieren. In der Regel bedeutet dies bei verbreiteten Anwendungen/Containern auch, dass es eine größere Nutzerbasis gibt, was bei Problemen die Chance vergrößert, eventuell schnell Hilfestellungen zu erhalten.
Im Falle des Netcup-Abbilds mit Ubuntu und Nextcloud dürfte die Nutzerbasis sicherlich kleiner sein, und ggf. dürften neue Versionen mehrere eigene manuelle Schritte erfordern, welche anwendungs- und betriebssystemspezifisch sind (je nachdem, welche Hilfestellungen/Dokumentationen Netcup mitliefert – ich selbst nutze keine der beiden Lösungen, kann also keine genauen Vergleiche ziehen).
Neben der genannten Nutzerbasis sind potenzielle Redundanzen/"Überlappungen" beim Betrieb von Containern (welche ggf. individuell eine Vielzahl von Basisbibliotheken mit sich bringen, die u. U. in anderer Version bereits auf dem VServer selbst oder in anderen Containern existieren) sowie die Anpassungsmöglichkeiten der installierten Container/Anwendungen und bisweilen auch die Performanz Entscheidungskriterien. (Je mehr unterschiedliche Komponenten installiert werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne (Sicherheits-)Updates eingespielt werden müssen.)
Allerdings ist bei einer überschaubaren Anzahl von Anwendungen – etwa, wenn der genannte VPS 200 G8 wirklich nur Nextcloud beherbergen soll – eigentlich neben der Nutzerbasis nur die Grundkonfiguration von Bedeutung. Bei einem Docker-Container mag die Anwendung wie vorkonfiguriert perfekt abgesichert sein, aber dies bedeutet nicht, dass die gewählte (Standard-)Installation des Betriebssystems nicht noch einer zusätzlichen Absicherung bedarf; bei einem Netcup-Abbild könnten hier bereits entsprechende zusätzliche Anpassungen vorgenommen worden sein. In beiden Fällen ist das System natürlich einer genauen Kontrolle zu unterziehen – entsprechendes Vorwissen vorausgesetzt.