HeyHo,
ich habe gesehen, dass es einen Wunschzettel gab, der pünktlich zur Bescherung abgegeben wurde.
Da die Zeit wie im Flug vergeht, dachte ich mir, ich erstelle schon mal einen neuen Wunschzettel, auf dem wir unsere Wünsche für netcup sammeln können.
Damit der Wunschzettel nicht zu einer ausufernden Diskussionsrunde wird, schlage ich für diesen Thread folgende Richtlinien vor:
Mein Wunsch:
Ich wünsche mir standardmäßig aktivierten UEFI-Boot für jeden neu aufgesetzten Server.
Hintergrund:
Aktuell muss UEFI manuell aktiviert werden. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, wenn neue Root- und VPS-Server von Haus aus im UEFI-Modus starten würden.
Ich beziehe mich dabei auf diesen Thread:
Linux UEFI Boot
Vorteile von UEFI auf einem Server (Auswahl erstellt mit ChatGPT):
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Größere Disks und GPT-Unterstützung
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UEFI ist auf GPT ausgelegt; damit lassen sich Boot-Volumes deutlich größer als 2 TB nutzen und mehr als 4 Partitionen anlegen.
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Für Root-Server mit großen NVMe-/SAS-Datenträgern oder zukünftigen Upgrades ist das langfristig deutlich flexibler und zukunftssicherer als ein klassisches MBR-Setup.
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Besserer Fit für moderne Linux-Distributionen
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Aktuelle Linux-Distributionen bevorzugen UEFI; viele Installationsroutinen, Dokumentationen und Cloud-Images sind inzwischen primär auf UEFI-Boot optimiert.
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Gerade bei automatisierten Setups (Installer, Cloud-Init, PXE, Provisionierung) ist UEFI in der Regel der „Happy Path“, während Legacy-BIOS zunehmend zur Ausnahme wird.
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Flexiblere Bootmechanik
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Bootloader liegen als normale Dateien in der EFI-Systempartition (ESP), was parallele Boot-Einträge, Rescue-Loader, Test-Kernel etc. erleichtert.
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Das macht Wartung, Boot-Tests und parallele Konfigurationen (z. B. verschiedene Kernel) oft übersichtlicher als klassische MBR/BIOS-Bootketten.
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Secure Boot (wenn gewünscht)
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UEFI bringt Secure Boot als Mechanismus mit, um nur signierte Bootloader/Kernels zuzulassen.
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Wer diese Härtung nutzen möchte, kann damit Bootkits und Manipulationen im Pre-Boot-Bereich erschweren und Compliance-Anforderungen besser abdecken.
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Wer flexibler bleiben möchte (eigene Kernel, Spezial-Rescue, etc.), kann Secure Boot bewusst deaktiviert lassen – wichtig ist vor allem, dass UEFI generell zur Verfügung steht.
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Bessere Integration in moderne Server-Ökosysteme
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Viele aktuelle Plattformen und Tools (Hypervisor, Rescue-Systeme, automatisierte Provisionierung) gehen inzwischen von UEFI aus und testen Legacy nur noch eingeschränkt.
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Wenn neue Server standardmäßig mit UEFI ausgeliefert werden, reduziert das in der Praxis Rückfragen, Fehlkonfigurationen und den späteren Konvertierungsaufwand und macht den Betrieb langfristig konsistenter.
Beste Grüße