Beiträge von ThomasChr

    Hallo MichaelC,

    die Vorbehalte die alle anderen zum Thema "ich probier das mal aus" haben teile ich natürlich auch. Ich denke aber das weißt du mittlerweile und mehr Belehrung ist nicht nötig.
    Du bist erwachsen und -imho- einen Server sicher zu machen ist auch kein Hexenwerk.

    Mit ists lieber die Leute beschäftigen sich damit und wollen es lernen, als das sie hingehen und sagen "ich brauch einen Server und der muss funktionieren. Lernen will ich nix, der soll nur mein Spiel XY laufen lassen.".

    Zu deinen Fragen:

    • Wie setzte Ich eine Website (xenforo -> php und datenbank) auf mit einem Root server?
    • Sollte man FTP aktivieren oder geht das mit Putty?
    • Wo kann ich auf meine Server Dateien zugreifen?

    1. Für eine Website benötigst du einen Webserver der die Dateien ausliefert. z.B. Apache. Dann benötigst du PHP, entweder als Modul im Apachen oder per FastCGI. Ich denke das Apache-Modul ist die einfachste (wenn auch nicht ganz so flexible) Variante. Dann kommt noch eine Datenbank dazu. MySQL oder MariaDB ist hier angebracht. Installieren tust du die ganze Software aus dem "AppStore" deines Betriebssystemes. Runterladen und selber installieren macht man eigentlich nicht.
    2. FTP solltest du nicht aktivieren, dir normale Verbindung zu deinem Server per SSH (Putty) kann auch Dateien übertragen. Einen FTP Server aufzumachen obwohl SSH das gleiche kann ist nur eine Stelle mehr die kaputt gehen und gehackt werden kann.
    3. Auf deine Dateien greifst du per SSH zu. Und hier solltest du dir gleich angewöhnen nur im Notfall Dateien in Windows zu schreiben und dann per SSH zu übertragen. Da gibts schnell Probleme mit Zeilenumbrüchen oder Umlauten. Gewöhne dir also an direkt per SSH auf dem Server zu arbeiten.
    Die nächste Frage ist die Frage nach "welchem Linux". Ich persönlich empfehle Ubuntu Server - aber auch Debian nimmt sich nicht viel.
    Als Absicherung würde ich empfehlen dass du (wenn du Ubuntu nimmst) dem Admin-User ein starkes Passwort gibst. Das reicht dann erstmal schon aus. Der root-User ist in Ubuntu deaktiviert. Root-Rechte bekommt der Admin-User mit 'sudo'.
    Und im weiteren würde ich sagen dass du viel Fragen und viel Lesen solltest. Ich (wir hier im Forum) beantworten gerne Fragen.
    Vorallem wenn wir merken jemand beschäftigt sich mit dem Thema und frägt nicht nur dumm irgendwas drauf los.
    Thomas

    Also die Werte von Munin kann man wirklich einfach ganz genau nachvollziehen.

    Erst mal über Telnet Port 4949 die Daten fetchen. Danach auf dem Client selber das Plugin ausführen und dann sieht man wie das sich die Werte ermittelt.
    Meistens kein Hexenwerk sondern einfachste Shellscripts.

    Außerdem kann ich mir nicht vorstellen dass der Server vom TO über 6 Monate lang nicht neu gestartet wurde.

    Es stellt sich also herraus: Es liegt am Client.
    Ich konnte von zwei Computern aus problemlos verbinden.

    Von Windows 7 aus mit 'MYDOM\ThomasChr' und von Windows 2008 R2 aus mit 'ThomasChr'. Beide Anmeldungen klappten.
    Irgendwas muss der Client also falsch mitschicken...

    Hallo Vicman,

    mich würde mal interessieren warum im März plötzlich mal ein Knick nach unten war?

    Wenn das System tatsächlich nicht mehr schreibt kann es eigentlich nur die erhöhte Auslastung des Hosts sein.
    Wobei es für mich so aussieht als würdet ihr einfach mehr I/O machen. Sowohl schreiben als auch lesen.
    Das ist natürlich nicht abhängig vom Füllgrad der Festplatte...

    Thomas

    Ich probiere mal zu erkläre wie ich das sehe.
    Ein Snapshot ist ein einfrieren der Daten.

    Sehen wir uns das also mal mit den ersten paar Sätzen von Phil Collins an...

    Code
    I can feel it coming in the air tonight, oh lord
    And I've been waiting for this moment, for all my life, oh lord
    Can you feel it coming in the air tonight, oh lord, oh lord
    Well, if you told me you were drowning
    I would not lend a hand

    Und jetzt machen wir hier Snapshots während diese Sätze vom System auf die Platte geschrieben werden:

    Code
    I can feel it coming in the air tonight, oh lord
    -SNAP1-
    And I've been waiting for this moment, for all my life, oh lord
    -SNAP2-
    Can you feel it coming in the air tonight, oh lord, oh lord
    -SNAP3-
    Well, if you told me you were drowning
    I would not lend a hand

    Ein Snapshot friert ja die Daten ein wie sie aktuell sind, und alle weiteren Daten werden in eine neue Datei geschrieben.

    Das heißt in SNAP1 sind eingeforen alle Daten vor unserem Song schreiben, und der erste Satz.
    SNAP2 beinhaltet NUR den zweiten Satz, weil wir direkt danach SNAP3 gemacht haben.
    SNAP3 beinhaltet NUR den dritten Satz.
    Die letzten beiden Sätze sind in der aktiven Platte beinhalten.

    Spielen wir nun SNAP1 zurück, so ist das eine Kleinigkeit, wir ignorieren die aktive Platte, sowie SNAP2 + SNAP3 und fahren das System direkt aus SNAP1 hoch.
    -Imho- heißt dass das wir die aktive Platte wegwerfen und einfach leer neu erstellen.
    Alle Änderungen die nun kommen werden wieder in die aktive Platte geschrieben, der Snapshot ist zwar grundlage der Platte, bleibt aber unverändert.
    Easy!

    SNAP2 und SNAP3 sind aber trotzdem noch vorhanden.
    Wenn wir also nun die gerade aktive Platte wieder wegwerfen, und einfach die Änderungen von SNAP1 + SNAP2 gemeinsam nehmen und da dann eine leere aktive Platte dranhängen,
    haben wir den Stand von SNAP2.

    Mit der leeren aktiven Platte meine ich übrigens die Datei in die das System schreibt. Die muss es ja immer geben.

    Meiner Meinung nach kannst du also schon alle Snapshots weiter verwenden. Du verlierst natürlich immer nur die "aktive Platte",
    in unserem Fall also die letzten zwei Zeilen.

    Ein Snapshot beinhaltet natürlich nicht nur die neu geschriebenen Daten sondern auch die Veränderungen der Daten, immer in Referenz zum vorherigen Snapshot (wenn es einen gibt).

    Dieses System ist einfach und performant. Das einzige was hier wirklich Arbeit kostet ist das löschen von Snapshots.
    Denn wenn ich Snapshosts lösche müssen die Daten in den vorherigen Snapshot (oder in die aktive Platte) eingearbeitet werden. Das kostest ordentlich Power auf dem Hostsystem.

    Wenn ich hier was falsch verstanden habe, lasse ich mich gerne korrigieren.
    Bestätigen wäre auch toll :)

    Thomas

    Hallo w_a,

    bei uns gab es bislang auch einen Fehlerfall (Downtime von 30 Minuten) und dort hat das umschwenken der Failover-IP auch nicht geklappt.

    Der Support hatte nicht mehr als ein "kurzfristige Inkonsistenz im System" parat - was ich mal akzeptiert habe.

    Wenn du aber ähnlich Probleme hast und auch deine IP während eines Ausfalls nicht umschwenken konntest scheint es hier ein echtes Problem zu geben. Und das hätte ich schon gerne behoben.
    Wir haben die Failover-IP nämlich auch nur für den Fall dass der eine Host ausfällt so damit der andere zeitnah übernehmen kann (deswegen wird der zweite Host auch warm gehalten).
    Wenn das natürlich nie geht ist der Nutzen tatsächlich ziemlich begrenzt.

    Wäre schön wenn sich hier mal von netcup jemand dazu melden könnte.
    Ich kann zwar noch genaue Details liefern wann das Problem war, hab aber nicht die exakte Fehlermeldung protokolliert.

    Fakt war dass ich weder per Webservice noch per VCP die Failover-IP umschwenken konnte. Die Fehlermeldung war bei beidem irgendein unbestimmter "Error".

    Thomas

    Die Frage ist eher:
    Welches Linux?

    Der virtscsi Treiber ist erst in neueren (so ca. ab 2014) Distributionen direkt beim Installer enthalten.
    Ich hatte damit auch mal gekämpft. Umstellen des Treibers von virtio auf LSI Logic Parallel hat der Support damals auch Sicherheitsgründen nicht machen wollen.

    Bei mir waren es einige veraltete Systeme, aber auch ein (noch supportetes) CentOS 5.
    Der Beitrag ist hier: Ubuntu 9 Server Installer findet Disk nicht
    (Leider etwas abgedriftet über die Nachteile ein veraltetes System installieren zu wollen, so ist das halt in Foren...)

    Thomas

    @f3dora:
    Wenn ich Software wir Wordpress oder Joomla vermeiden soll kann ich den Server auch gleich heruntergefahren lassen :)

    Ein Server ist nunmal dazu da Dienste anzubieten. Und Dienste anbieten ist immer gefährlich.
    Wenn ich selbst geschriebene oder unbekannte Software nehme so sind da drin hunderte Sicherheitslücken dir nur noch keiner gefunden hat weil sie keiner sucht.
    Nehme ich bekannte Software so werden da die Sicherheitslücken zumindest geschlossen.

    Habe das update auf joomla 3.6.4 gemacht, alle pws geändert, mal beobachten.

    Mutig...
    Normalerweise sagt man dass ein einmal kompromitiertes System nicht "rettbar" ist und setzt es immer komplett neuvaus einem (hoffentlich sauberen) Backup auf. Du könntest aber natürlich Glück haben und der Einbrecher hatte tatsächlich nur Zugriff über eine Webanwendung (Joomla) und diesen auch nicht erweitert...

    Thomas