Beiträge von dsp78

    Ich glaube, dass die Diskussion über Firmware-Updatemöglichkeit wieder mit einem klassischen Unentschieden ausgeht. Es gibt gute Argumente für das Eine und das Andere.

    Anwenderfreundlicher ist in jedem Fall die Firmware updaten zu können, aber es spräche ja auch nichts dagegen das zu segmentieren, wenn man das Sicherheitsbedürfnis einer Bank hat und die Kosten dafür abschreibt.

    Mal davon abgesehen, dass ich persönlich eine Abneigung gegen statische Sachen habe, die unveränderlich sind, muss man ja grundsätzlich fragen, was das Ganze am Ende bringen soll. Und wenn sich das in der Masse durchsetzen soll, bedeutet das ja folgerichtig auch, dass davon Milliarden-Stückzahlen produziert und benutzt werden müssten. Vor dem (erweiterten) Hintergrund dass mir heute jeder medial erzählt wie wichtig es sei Ressourcen zu schonen, weil wir sonst alle störben werden, finde ich es aber doch irgendwie skuril Fire-and-Forget-Hardware zu konzipieren, die im Grunde schon mit der Produktion Hardwareschrott darstellt. Davon abgesehen werden sich solche Standards dann eh nie durchsetzen, weil das außer ein paar paranoiden Techies kein Mensch nutzt.

    Ich nutze den YubiKey 5C NFC, der wurde von meinem Arbeitgeber für die Personen bestellt, die kein Firmenhandy haben, aber 2FA nutzen müssen.
    Funktionieren gut, es gibt haufenweise Tutorials, Mac, Windows, Proxmox läuft problemlos. Allerdings finde ich die SSH integration sehr umständlich - jedenfals wenn man "nur" mit dem YubiKey Zugang zum Server erhalten möchte.

    Das hilft mir in Bezug auf die Yubis sehr, Danke!

    Weiterentwickelt werden die Token2 auch, allerdings brauchst du dann neue Hardware. Updates der Firmware gibt es, soweit ich weiß, nicht.

    Was jetzt die Prozesserarchitektur mit der Unterstützung zu tun haben soll, weiß ich nicht. Ich hätte jetzt vermutet, dass das doch eigentlich egal sein sollte, so lange das OS mitmacht.

    Um das aufzulösen, haben die Nitrokeys wohl eine App, die eben auch für ARM portiert ist. Mehr weiß ich dazu nicht, außer dass mir das beim Überfliegen des Blogs als ARM-VPSler angenehm aufgefallen ist, weil das für mich dafür spricht, dass die da insgesamt sehr weitreichende Unterstützung gewährleisten. Nichtsdestotrotz finde ich aber diese Token2 aus der Schweiz auch sehr interessant.

    So langsam kristallisieren sich da (für mich) die Unterschiede heraus. Danke für Eure Erfahrungen damit, das ist wirklich ungemein hilfreich!

    Noch ein Aspekt:

    Die Nitrokeys scheinen sich für mich durch eine beständige Weiterentwicklung und Updateintervalle auszuzeichen. Ich lese da auch, dass Apps mit ARM-Unterstützung glänzen. Kann mir jemand sagen, wie sich das bei Anderen (insbesondere bei den Token2) verhält, die grundsätzlich ähnlich umfangreiche Features zu haben scheinen? Vielleicht johnassel ?

    Ich finde das Thema sollten wir jetzt wirklich lassen. Und die Position von Netcup wird sein, dass sie da nur die VM hinstellen. Wenn Microsaft das Tun durch eine Take down-Notice bemängelt, wird das sicher umgesetzt. Mehr gibt es da gar nicht zu sagen und zu erwarten.

    Edit: Der Lars ist zu fix, Sorry! ^^

    Ich habe hier einen von Token2 im Einsatz, den da: https://www.token2.com/shop/product/t…-key-nonbranded

    Hat ausreichend Speicher für 300 Resident Keys, NFS, USB-A, USB-C. Lief bis jetzt überall, unter Android, Linux, Windows, iOS...

    Über diese Token2 bin ich auch schon gestolpert und finde das auch sehr sympathisch, da sich das Angebot doch auch sehr angenehm dadurch absetzt, weil da vergleichsweise günstige Hardware Keys angeboten werden. Insofern finde ich das interessant, dass Du sagst, dass der bei Dir keine Probleme bereitet, da eine saubere Implementierung wohl das Hauptproblem vieler (auch kostenintensiverer) Varianten ist.

    dsp78: Durchaus ein interessantes Thema; gibt es hier denn schon Erfahrungen mit "Standardlösungen" wie USB/IP (das mir bekannte Tutorial dazu hat ja auch schon wieder sieben Jahre auf dem Buckel), insbesondere dessen Nutzung im Rahmen des Bootprozesses?

    Interessant, davon lese ich das erste Mal. Tatsächlich hatte ich auch schon darüber nachgedacht, selbsterzeugte Schlüssel einfach auf ein paar Keytags wegzuspeichern, die man dann per Lesegerät auswertet. Das kann man natürlich auch auf Standard-USBs machen. Allerdings orientiert sich das ja nicht an diesen Fido-Standards, die verschiedene Hersteller zur Bedingung machen, um entsprechende Dienste nutzen zu können oder täusche ich mich da?

    Ich habe (privat) mit YubiKeys 5C NFC getestet: Zum einen, weil ich mit dem "Quasi-Standard" wenig Probleme erwartete, zum andere, weil ich USB-C & NFC wollte, um sie mit all meinen Geräten zu nutzen, Fingerprint aber Overkill war.

    Von einer regelmäßigen Nutzung habe ich abgesehen, weil ich das Mitführen & Verwalten zweier Keys (Backup) für mein Sicherheitsbedürfnis zu umständlich fand. Grundsätzlich würde ich daher auch nur die hochkritischen Zugänge (z. B. zum Passwort-Safe) über den Hardware-Token absichern. Wenn ich mich recht entsinne, war bei den Yubico's der Speicher relativ klein...

    Ja, diese Yubis sind wohl so das Standardmenü, das da bei uns am Bekanntesten ist und das viele verwenden, weil es viele verwenden. Oder so. Aber ja, der Speicher ist wohl klein und ich bin da zufällig bei Heise über einen Artikel gestolpert, der doch zumindestens auch so wirkt als ob da aufgrund des Verbreitungsgrades nicht immer gut mit Sicherheitslücken umgegangen wird. Kann ich schwer einschätzen und vermutlich kann man mit denen zumindest wenig falsch machen.

    Grundsätzlich mit mehreren Hardware Keys rumhantieren zu müssen, um einen Backup zu haben, lässt mich das auch erstmal nur in beschränktem Umfang testen. Ich weiß noch nicht so richtig, was ich davon halten soll.

    Hat denn hier irgendwer Erfahrungen mit Feitian? Die sind zwar normal etwas hochpreisiger und vor dem Hintergrund zu sehen, dass die als ein direkt in Peking ansässiges Unternehmen auch chinesischen Staatsinteressen zu dienen scheinen, allerdings haben meine Erfahrungen in anderer Sache auch gezeigt, dass die durchaus qualitative Sachen auf dem Stand der Technik produzieren und verkaufen. Wird wohl auch der Grund sein, dass von Google gelabelte und unter eigenem Branding verkaufte Keys offenkundig von Feitian sind, da sie nichtmal das Design geändert haben.

    Selbstverständlich würden mich auch Erfahrungen mit weiteren Fido-Keys interessieren. Rein von der Open Source-Anlehnung finde ich auch die Nitrokeys sehr spannend, aber die scheinen ja doch auch preisintensiver zu sein.

    Entschuldigung! Ich habe für meine Antwort, die sich eigentlich auf diverse Aussagen hier im Thread bezog, an Deinen konkreten Beitrag gehangen. Das erzeugte einen falschen Zusammenhang, fand ich doch gerade Deine anfängliche Frage sehr umsichtig. Das tut mir leid.

    Danke für die Reflexion! Das zeigt mir, dass Du einfach kurz über das Ziel hinausgeschossen bist und das kann passieren, zumal ich Deine Beiträge im Forum sonst auch bisher anders kenne. Passt schon, alles ist gut. ,)

    Um kurz zur übrigen Diskussion etwas zu sagen. Ich habe zu den Punkten, die hier diskutiert werden, zwar eine klare Meinung zu, die auf meinem Wissen dazu beruht, aber das hier auszudiskutieren zu versuchen, muss ja auch nicht sein und war auch nicht die Intention des Threads, der sich an der Stelle für mich leider unvorhergesehen verselbstständigt hat. Deshalb mag ich dazu nichts weiter sagen, auch um hier keinen Zoff vom Zaun zu brechen, der völlig unnötig und sinnlos ist.

    Ich suche einen tauglichen, preisgünstigen Fido2-Hardware Key, der auch ordentlichen unter Linux und mit den VPS performed als Backup-Schlüssel. Deshalb ohne viel Schnickschnack wie Fingerabdruck-Scanner und sowas. Der soll vorallem anstandslos funktionieren und keine Problene machen. Die Yubikeys, Nitrokey, Thetis, swissbits usw sind mir bekannt, was mir fehlt ist Erfahrung damit, was etwas taugt und was weniger. Deshalb würden mich Eure Erfahrungen mit verschiedenen Herstellern und Modellen interessieren.

    Ich würde es mir nur nicht schön reden, auch nicht mit dem Argument, Microsoft (warum die kindische Namensdiffamierung?) würde von privaten Raubkopien profitieren - selbst wenn es so sein mag. Steht einfach zu Eurem Verhalten.

    Raubkopien? Eurem Verhalten? Wie bitte?

    Du solltest Dir erstmal selbst angewöhnen, Deine Pauschalisierungen und Projektionen aufgrund Deiner Interpretationen selbst zu überdenken, DENN ich zahle für jede einzelne Windwos-Lizenz, die ich nutze. Da gibt es keine Raubkopien, null. Das findet alles nur in Deinem Kopf statt.

    Ich starte hier einen Thread, weil ich das ggf ordentlich machen will statt irgendwo Windows 10/11 auf ne Kiste zu werfen und werde hier in die Nähe von Raubkopien gestellt, weil eine Einschränkung der Nutzung nach amerikanischen, aber nicht nach europäischen Recht beliebig möglich ist und ich das sage? Ernsthaft?

    Noch mal dazu: Es gibt eine EULA, die du akzeptiert hast, d.h., du hast einen Vertrag mit Microsoft geschlossen. Vielleicht findest du ein Gericht, dass Passagen dieses Vertrages für ungültig erklärt, aber solange das nicht passiert ist, gilt das, was da steht. Und damit schreibt Microsoft dir vor, was du mit ihrer Software darfst, und was nicht. Punkt.

    Natürlich kannst du dich mit der EULA nicht einverstanden erklären. Aber das bedeutet dann, dass du das Produkt nicht nutzt.

    Das sehe sogar ich anders. Wenn ich eine Lizenz erwerbe, nutze ich dieses wie nach den hier herrschenden Rechtsbedingungen so ich das für richtig erachte. Microsaft oder wen auch immer geht das nichts an, wie ich das mache. Das obliegt mir.

    Effektiv weiß auch Microsaft, dass das Privatkundengeschäft nur ein Nebengeschäft ist und die Marktdurchdringung die indirekte Grundlage dafür bildet, dass die Firmenkunden keine Alternative haben als den Gaul zu füttern, auch wenn sie oft nur zu gern darauf verzichten würden. Deshalb wird Microsaft diese Auseinandersetzung nicht mit Kunden führen, die schon breit sind in gewissem Umfang zu zahlen. Ist ja nicht so, dass die noch so wackelfest im Sattel sitzen wie früher.

    Eigentlich erwarte ich von denen eher, mal, dass sie den Privatanwendern die Nutzung ihrer Produkte (wie bei Open Source üblich) kostenlos oder zu sehr günstigen Konditionen ermöglichen. Denn am Ende verdienen die jacdamit ohnehin vergleichsweise wenig im Vergleich zum Firmenkundengeschäft, das von der Marktposition und damit von umfassender privater Nutzung abhängig ist. Mittelbar würden die davon sogar profitieren.

    Wenn man auf die Idee käme das als Firmenkunde zu probieren, sähe das wohl anders aus.

    Als Privatperson habe ich vor so einer Abuse-Mitteilung auch entsprechend Bammel. Sowas kenne ich sonst nirgendwo mit solchen Fristen und Abschaltungen. Wenn jemand vorsätzlich oder illegal handelt, kann man das ja auch sehr kurzfristig verstehen, aber ich hoffe doch mal, dass bei sowas auch ggf mitberücksichtigt wird, wenn man sich Mühe gibt und geben will, die Dinge ordentlich zu machen und etwaige Probleme zu beseitigen.

    Ich sehe ehrlich gesagt nur zwei Wege, davon nur einer wirklich sinnvoll:

    • Entweder Du mietest einen VPS „pur“ und sorgst selber für die Lizenzen: Wahrscheinlich eine DC-Lizenz nach virtuellen Cores (da Du die Physik nicht kennst und Essential nur für OEMs ist) plus x CALs je nach Nutzeranzahl (das Lizensierungs-Dokument von MS kennst Du ja bestimmt): Das dürfte finanziell jeden privaten Rahmen sprengen.
    • Oder Du mietest Dir einen VPS inkl. Windows-Lizenz durch den Hoster - dann suchst Du bei netcup aber vergebens.

    Danke, das ist mal eine Info, mit der ich als Windows Server-Lizenz-DAU etwas anfangen kann und mir hilft das besser abzuschätzen.

    Ich selbst betreibe mehrere Windows Instanzen in der Cloud, mit der eigenen Windows Firewall ohne zusätzlichem Schutz. Alle Ports zu außer der Open VPN Server der direkt am Windows ist. Zu dem verbinde ich Mich, dann gehts direkt mit RDP auf die Maschine.

    Ich würde sonst eventuell eine mini Maschine als Firewall nutzen und dann eben rüber routen ins VLAN - weil kein Problem.

    Für diejenigen, die sich nach dem Grund fragen: Haben ca 200 Kunden mit MS Exchange Postfächern, wo ich ab und an mit Outlook was runter oder rauf laden muss. Haben jetzt mal bei einem Schwung der Kunden auf Thunderbird migrieren probiert, mit dem Ergebnis, dass alle der („Test-„) Kunden gekündigt haben.

    Aber nochmal zurück zur Lizenz… Ich glaube, dass auch viele Firmen nicht zu 100% korrekt lizenziert haben. Hauptsache du hast mal überhaupt eine Lizenz...

    Tatsächlich ist das wohl was die Lizenzen angeht der pragmatische Weg, wenn man als Privatmensch etwas aufzusetzen versucht, aber niemand so richtig weiß, was man da für Cals braucht. Ich habe ja jetzt viele Erwägungen und durchaus verständliche Anmerkungen gelesen, aber bisher weiß ich trotzdem noch nicht, wie jetzt der richtige Weg wäre, wenn man ihn beschreiten will. Und ich glaube mittlerweile, dass das gar nicht so viele wissen, denn irgendwie dreht es sich ja nur um Sachen, die mir nicht weiterhelfen, wenn ich das auf eine richtige und praktikabele Weise bewusst tun möchte.

    Dass die Leute schon Probleme damit haben auf Thunderbird zu wechseln, verstehe ich zwar auch nicht, aber es gibt ja durchaus gute Gründe, warum man einen MS-Server fahren will und das tun ja auch zuhauf Leute. Und wenn ich dann als Privatperson auch OEM-Lizenzen erwerbe, hat Microsaft wohl auch wenig Probleme damit, weil ich kein Unternehmen bin und sie so ein paar Euros dafür sehen.

    Schonmal ein erster Nachtrag: Habe diverse GeoIP-DB-Betreiber mal schnell abgeklappert. Die Meisten davon hätten das gern per geoFeed geupdated bzw bereitgestellt für die ganze IPv4 Range. Hier wäre es also wohl erwünscht, dass Netcup das als einfache .csv bereitstellt, damit sich die Bots das greifen und richtig einpflegen können. Und dann würde Manassas auch US geolokalisiert und nicht in Österreich. (Ich spiele mit dem Gedanken ein Support-Ticket aufzumachen, aber ich warte mal ab, was die Korrektur-Anfrage bringt oder nicht)