...Also nicht im Sinne von "wer bezahlt meine Beerdigung", sondern wie kommen die Hinterbliebenen schnell und unkompliziert an mein Geld? ...
Unabhängig von den Antworten der Anderen, kannst Du Dir auch mal (je nach Deinem Alter) anschauen wieviel eine Risikolebensversicherung kostet.
Nehmen wir an Du willst 4 Familienmitgliedern jeweils z.B. 5000 € zugewendet haben (unabhängig vom Erbe), dann schließt Du einfach eine Risikolebensversicherung zu je 25% für jede der 4 Personen ab. Möchtest Du teilweise abweichende Summen zuwenden, dann kannst Du auch mehrere Risiko-LV abschließen.
Kleiner Vorteil einer Risiko-LV: Diese zählt nicht zum Erbe - da die Zuwendung bereits zu Lebzeiten vergeben wurde. Das eignet sich also auch gut für "fremde Begünstigte" (die einem an und zu ja teilweise sogar näher stehen als Verwandte).
Den Versicherungsschein übergibst Du den Begünstigten gleich nach Abschluss. Für den Auszahlungsantrag benötigen diese dann nur den Versicherungsschein und die Sterbeurkunde bzw. ein Äquivalent davon. Bei Aufteilung einer Risiko-LV auf mehrere Personen reicht es dann auch aus, wenn nur eine Person die Unterlagen hinschickt. Die Bankverbindungen der anderen kann man schon vorher erfassen lasen.
Nachteil: Lebst Du länger als die Risko-Lebensversicherung läuft, dann ist das eingezahlte Geld weg (Unterschied zur normalen Lebensversicherung). Der Zahlbetrag ist aber auch wesentlich geringer. Außerdem kann man z.B. ab 70 kaum mehr eine Risiko-LV abschließen.
Das hat uns der Bestatter auch so gesagt.. das Konto ist aber nach wie vor offen.. und so konnte ich per Onlinebanking und nach Rücksprache mit allen Geschwistern die Rechnung überweisen. Aber das ist ja nicht der Standardfall..
Meines Wissens ist das Bezahlen der Beerdigung aus dem Erbvermögen lediglich eine Verwaltung und keine Erbaneignung, genauso wie wenn die Miete oder sonstige "reguläre Zahlungen" getätigt werden. Selbst ein durch Hagel zerstörtes Dachfenster müsste ja zur Vermeidung von Folgeschäden zumindest notdürftig repariert werden. Eine Internetrecherche liefert da aber recht viele Fachbegriffe, verzwickte Regulierungen und Fußangeln. 
Bei einem nennenswerten Vermögen lohnt sich vermutlich der Gang zu einem Fachanwalt für Erbrecht.
Vor allem der Fiskus möchte ja später auch seinen Teil vom Kuchen haben
.
(weshalb z.B. eine Schenkung zu Lebzeiten an die Kinder, Enkel, Nichten, Neffen durchaus auch Sinn machen kann)
Eine weitere Idee zur Zahlung nach dem Tod (wobei ich nicht weiß ob das überhaupt geht), wäre das Erteilen von Lastschriftmandaten. Der Vermieter könnte so auch nach dem Tod abbuchen, das Bestattungsinstitut kann die Beerdigung abbuchen (und z.B. den vorher ausgewählten Grabstein, Bestattungsart u.ä.)...
Um das etwas zu präzisieren, das Nachlassgericht klärt und teilt nur mit, wer was und wieviel erbt – ausführen sollte das dann der bestimmte Verwalter.
...das darf das Nachlassgericht aber erst machen, wenn der erste Erbscheinantrag eingeht. In diesem Verfahren ist KrisAusEU vermutlich schon. Bei einer bundesweit verstreuten Verwandtschaft ist eine solche Bürokratie sicher normal. Vermutlich muss jeder erstmal seine Geburtsurkunde & Co. einreichen. Könnte ja sonst jeder was behaupten.
Unwichtig - Schadenfreiheitsrabatt
Ach und noch was Unwichtiges aber dennoch jetzt schon Regelbares:
Bist Du KFZ- oder Motorradhalter mit einem hohen Schadensfreiheitsrabatt, dann kannst Du jetzt bereits einen Verwandten beim Versicherungsmakler für die spätere Schadenfreiheitsrabattübertragung vormerken lassen. Das geht aber nur ab dem Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs. Hat z.B. Deine 22-jährige Nichte erst seit 4 Jahren den Führerschein, kann sie keine 30 schadenfreie Jahre übernehmen. Das Auto der Nichte sollte dann sinnvollerweise über die Eltern laufen, welche den SFR übernehmen können.
Ist wie gesagt nicht ultra wichtig, aber ein paar hundert Euro KFZ-Versicherung im Jahr sparen, braucht man ja nicht verschenken.
Voraussetzung ist, dass es dem SFR-Übernehmer auch tatsächlich möglich war, mit Deiner Gurke zu fahren.
Bei meinem Schwager und dessen Bruder hat das geklappt und meine Nichte profitiert davon (ist der "Drittwagen" in der Family mit SFR30 auf'm Land mit schlechtem ÖPNV).