Beiträge von MyMattes

    MantisBT würde mir einfallen. OpenProject kann das auch, aber auch noch mehr.

    Das "mehr" ist eigentlich etwas, was ich vermeiden möchte, sehe aber momentan in meinen beiden ersten Anforderungen die hauptsächlichen Knackpunkte: Ich möchte meinen Anwendern kein Ticket-System aufnötigen: Sie sollen weiterhin normale Mails mit meinen Antworten bekommen, ohne Links auf ein Service-Portal o.ä. ... Ja, das mag speziell sein, aber bei einer wenig IT-affinen Zielgruppe bin ich schon froh, wenn sich jemand mit Problemen überhaupt meldet.

    Gibt es noch Abhängigkeiten an einen Entwicklungsprozess? In OpenProject kann man z.B. wunderbar einen agilen Softwareentwicklungsprozess abbilden.

    Ich manage mich alleine mit einfachen Todo-Listen - und das funktioniert gut: Selbst ein testweises Kanban wurde mir zu umständlich und nein, es gibt keine Sprints: Es gäbe zwar viele Baustellen zum Optimieren des Entwicklungsprozesses, inkl. CI/CD, aber ich möchte in erster Linie die Software entwickeln und nicht ein (nicht vorhandenes) Entwicklerteam managen. :D

    Zugegeben: Das ist ein recht spezielles Setup und im professionellen Umfeld eher ein "No-Go" - für das Hobby einer Einzelperson aber seit 16 Jahren bewährt...

    womit versionierst du denn die software?

    Bisher nur in einem lokalen Git, sehe bisher aber auch wenig Änderungsbedarf: Da das Ganze inkl. Design, Entwicklung, Support als hobbymäßige Ein-Mann-Show läuft, muss ich meine Zeit gut einteilen.

    Allerdings schwebt mir gar keine Verknüpfung mit Issue- / Bugtracking, Change- und Release-Management, SCM oder ähnlichem vor: Nur suche ich recht häufig in einem Mail-Folder mit 16k Nachrichten frei nach dem Motto "da war doch was" - das nervt auf Dauer.

    Moin zusammen,

    mich haben die aktuellen Threads bzgl. CRM und Vereinstätigkeiten auf einen Gedanken gebracht: Ich entwickle hobbymäßig eine Software, zu der es natürlich immer wieder Support-Anfragen per Mail gibt. Bisher werden diese nur im Mail-Client bearbeitet - das geht besser:

    Mir würde ein kleines / schlankes Ticketing-System vorschweben, das es mir erlaubt, Anfragen besser zu organisieren. Kennt Ihr eine (freie) Anwendung, welche den folgenden Anforderungen genügt:

    • Mails an eine (dedizierte) Adresse werden automatisch in's System übernommen, dabei bleiben Formatierungen und Anhänge erhalten
    • Antworten werden aus dem System heraus als Mail an den Anfragenden geschickt (keine Links mit Portalzugriff o. ä.)
    • Konversationen können nach Status kategorisiert werden (offen, in Bearbeitung, abgeschlossen, ...)
    • Zu einem Kontakt können alle Support-Anfragen gefiltert werden
    • Anfragen können organisiert werden (freie Suche, Tags, Ordner, ...?)
    • Aktive Maintenance
    • Betreibbar auf einem netcup Webhosting 8000

    Es scheint einen Überlapp zu einem CRM zu geben, mir geht es aber ausschliesslich um Supportanfragen.

    Über Tipps würde ich mich sehr freuen, das Ganze könnte eine "Forschungsarbeit" zum Jahresende werden - es hat keine Eile und ist nicht kritisch. Die Lösung sollte allerdings sehr schlank sein: Ich habe keine weiteren Anforderungen an Projekt- oder Geschäfts-Organisation und würde die Zahl der Abhängigkeiten gerne möglichst klein halten.

    Edit: Die Liste für Ticketing auf Awsome-Selfhosted habe ich im Blick, insbesondere die ersten beiden Anforderungen werde ich dagegen mal checken, hoffe aber auf Eure Erfahrungen :)

    Das Privatleben fühlt sich in meinem Fall teilweise so an, als wäre es im Verbandsleben "eingekesselt"....und einen Hauptjob habe ich ja auch....und Familie.

    Ich habe wirklich überlegt, ob ich zu Deinem Beitrag etwas schreibe - der mich etwas aufgeschreckt hat - und habe mich dazu entschieden, auch wenn es so gar nicht um Technik geht:

    Leute, passt auf Euch und Eure Gesundheit auf! Ich habe einen riesigen Respekt vor Menschen, die einen erheblichen Teil ihrer Freizeit aufwenden, um in Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen tätig zu sein. Auch kann ich mir die Genugtuung und Anerkennung vorstellen, die dies bringen kann. Aber gerade IT-Support kann (wie andere Tätigkeiten in "Rufbereitschaft") zu einer erheblichen mentalen Belastung werden, die durch Erwartungshaltungen und mangelnde Vertretungen noch wächst.

    In diesem Bereich sehe ich eine große Schere zwischen der Sicht des Anwenders und dem Helfenden: Für den einen ist es doch "nur eine Frage" und deren Beantwortung ist essentiell für seine Arbeit, man hat auch schon "alles versucht" und der Frustlevel ist zudem bereits hoch. Für den anderen ist es nicht nur ein Fragender, sonder viele, immer wieder, zu "unmöglichen" Zeiten - und es fehlt die Möglichkeit, sich tatsächlichen, aber auch geistigen Freiraum zu bewahren. Einfach einmal abschalten, im übertragenen, aber auch buchstäblichen Sinn.

    Dem könnt Ihr nur selber begegnen: Mit klaren Absprachen über Erreichbarkeiten und Reaktionszeiten, mit Vertreterregelungen, mit Eigenverantwortung der Anwender und - last but not least - mit dem entsprechenden "Rückgrat", diese Absprachen auch durchzusetzen. Ich kenne viele Kollegen, für die es "gar kein Problem" ist, im Urlaub beruflich erreichbar zu sein, mal einen Video-Call zu machen und schnell mal auf eine Anfrage zu reagieren. Ich kenne aber auch viele Kollegen, die kaum gesund die Rente erreichen, Burn-outs hatten oder unter erheblichen Stress leiden. Für den Aussenstehenden ist das nicht immer sicht- und nachvollziehbar und kann nur durch die Betroffenen sensibilisiert werden.

    Einfach einmal zum Überdenken - mich triggerte das Thema "Support", aber es passt grundsätzlich zu IT-Tätigkeiten (und auch anderen) als Spezialist, ob im Verein oder in der Wirtschaft.

    Soweit mein Wort zum Sonntag am Mittwoch... ;)

    Einen physischen Speicher für den Restore-Fall bietet der von dir genannte Provider für z.B. seine Storage Boxen nicht an, so dass im Extremfall im Gegensatz zu einem Dedicated Server der Upload recht niedrig sein kann, weil man sich die Bandbreite mit einer unbekannten Anzahl von weiteren Kunden teilt.

    Ich hatte es anders gemeint: Manche (Storage-) Provider bieten den Import von physischem Speicher (meist USB-Platten) an: Diese kann man dann im K-Fall mit einem Restore des Remote-Backups z. B. per Courier einsenden und hat eine wesentlich geringere Wiederherstellungs-Zeit - im Vergleich zum Upload per Netz. Ist bei den Preisen aber kaum realisierbar und einen entsprechenden extra Service habe ich nicht gesehen.

    Aber ich will Bud's Thread nicht mit einem Nebenaspekt hijacken ... Danke Dir!

    Aktuell ist angedacht, alle Backups auf einer StorageBox des roten H zu sammeln, und in der Zukunft dann auch entsprechende Spiegelungen der StorageBox automatisiert auf einem Server in der Geschäftsstelle abzulegen.

    Auch wenn es noch Zukunftsmusik ist: Ich kann - wie auch -Manu- - eine Synology DiskStation für diesen Zweck nur empfehlen: Das hält die Aufwände des Server-Betriebs gering bzw. auch für (interessierte) Laien machbar und bietet einiges an Funktionalität / Flexibilität. Dann noch eine remote Synology per TailScale / HyperBackup für's "Offsite-Backup" und man kann relativ ruhig schlafen.

    Bietet das rote H eigentlich an, physischen Speicher für den Restore-Fall einzuspielen? Ich weiss, dass manche Storage-Anbieter diese Option haben, um besagte Restore-Zeiten in eine akzeptable Dauer zu drücken. Ansonsten muss die Synology dann eben zu einer Lokation mit fettem Uplink.

    Moin Bud,

    mir fehlen noch zwei Aspekte in Deiner Aufstellung, die zumindest mittelbar die Server-Infrastruktur betreffen. Allerdings basieren beide auf Risikoabschätzungen, die für einen Verein eventuell geringer ausfallen:

    • Backup-Konzept: Wo liegen Sicherungen von was und wie sieht eine Wiederherstellung nach technischen oder menschlichen Fehlern aus? Hierbei auch Generationen, Sicherungen "off site" und die akzeptablen Wiederherstellzeiten berücksichtigen.
    • Deployment-Konzept: Wie bringst Du Änderungen in's System, wie werden Updates getestet? Die Spanne reicht von mehrstufigen Staging-Infrastrukturen bis zu "wir installieren in Prod und restoren im Notfall". Alles eine Frage des Geldes, Aufwandes und der Risikobereitschaft ... wobei Testsysteme die Wirklichkeit immer nur bis zu einem gewissen Grad abbilden können.

    Wie gesagt, für Vereine vielleicht nicht allzu kritisch zu betrachtende Punkte, aber man sollte sich über die Gegebenheiten im Klaren sein: Nicht "mit Kanonen auf Spatzen schiessen", aber sehenden Auges entscheiden...

    Meint Ihr nicht, das Thema nun ausreichend behandelt zu haben? Ich würde mir bei Flaschensammler auch mehr Problembewusstsein und insgesamt Sorgfalt wünschen, aber die Reaktionen sind etwas überspannt und der Ton aller Seiten fragwürdig.

    Ich glaube, wenn gestern kein Feiertag in D gewesen wäre, hätten die Moderatoren den Thread zur Recht geschlossen...

    Macht Euch alle mal locker!

    Also ist das wieder Ermessenssache und von Fall zu Fall zu entscheiden.

    So wie immer - für irgendwas müssen Rechtsanwälte ja gut sein. Aber ernsthaft: Schadensersatzansprüche sind in Prozessen oder aussergerichtlich immer Ermessenssache, im Zweifelsfall unter Einschaltung von Gutachtern. Im ursprünglichen Posting ging es um den Betrieb eines Servers ohne Firewall ... hier dürfte ziemlich schnell grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden.

    Bleibt die Frage, wie hoch das Risiko ist, dass jemand im Falle eines Hackerangriffs den (fahrlässigen) Betreiber eines dafür genutzten Bots o. ä. anklagt. Meiner Ansicht nach eher gering, aber es sollte schon im Interesse der Allgemeinheit sein, Server "state-of-the-art" abzusichern: Letztlich schaden Malware-Attacken und Spams allen Empfängern - und wenn sie nur Zeit kosten.

    Sicheren Systembetrieb im offenen Netz zu üben, ist einfach eine dumme Idee.

    Ziel: Ich möchte unsere ca. 9 Websites mit jeweils ungefähr 1.000 Seitenaufrufen/Monat stabil, performant, sicher, langfristig und mit einer guten Ladezeit betreiben

    Verstehe das jetzt nicht miss, aber für 9 Websites mit weniger als 2 Seitenaufrufen pro Stunde (!) - da reicht das kleinste Webhosting (plus entsprechender Zusatzdomänen). Es sei denn, Du benötigst bestimmte Applikationsplattformen: Dann sind entweder grössere Webhostings oder gar ein VPS nötig.

    Die Resourcen-Garantien eines Managed Servers sehe ich bei Deiner Beschreibung nicht gerechtfertigt.

    Uiii, habe von meinem Kollegen eine gratis QNAP bekommen die sonst bei ihm auf der Arbeit in den Schrott gewandert wäre.

    Schick! Vor einer guten Woche habe ich eine Synology DiskStation „in Betrieb genommen“ - nach >10 Jahren ohne Kontakt zu deren Produkten: Hat sich schon bös‘ viel getan, ich bin sehr zufrieden.

    Läuft nun als Backup-Server der Clients und für Shares inkl. Remote-Backup von und zu einer anderen Synology via TailScale: Sehr cool :)