dort werden zahlreiche Anmeldeversuche auf verschiedenen Ports mit verschiedenen Usern und PWs aufgezeichnet. Kann mir jemand helfen, wie ich mich jetzt gegen diese Attacken schützen kann, weil es unters. IPs sind kann ich ja nicht per IP bannen.
Was hast du denn alles offen, dass du so viele Login-Versuche auf verschiedenen Ports siehst? Die IP-Adressbereiche von Hostingprovidern werden ständig nach offenen Diensten abgesucht. Dagegen kannst du prinzipiell nichts tun. Eine vorgeschaltete Firewall, mit der du für dich uninteressante Verbindungsversuche grob vorfiltern könntest, gibt es bei Netcup nicht. Du hast schon richtig erkannt, dass viele Scans heutzutage als langsame verteilte Scans stattfinden, denen lokal nicht beizukommen ist. Die einzelnen IP-Adressen tauchen nur in großen Abständen auf, so dass Methoden wie Fail2Ban nicht greifen. Damit hält man nur die ganz dumpfen Skripte ab. Portscans auf geschlosssenen Ports zu loggen, ist nur in Ausnahmen sinnvoll.
Für öffentlich angebotene Dienste ist damit eigentlich schon alles gesagt: Dir bleibt dann nur, das Logging so zu konfigurieren, dass es keine eigenen Probleme macht (Speicherplatz, CPU-Last) und wichtige Meldungen nicht in einem Meer aus gescheiterten Login-Versuchen untergehen.
Wenn du Dienste auf dem Server hast, die du nur selbst nutzt, kann ein VPN-Zugang wie Wireguard nützlich sein, so dass die eigentlichen Dienste gar nicht öffentlich erreichbar sein müssen. Wenn du die lokale Firewall so konfigurierst, dass geschlossene Ports keine Antworten auf Verbindungsversuche schicken, fällt ein Wireguard-Zugang in einem Portscan gar nicht auf. Der verhält sich ohne einen passenden Schlüssel dann nämlich auch nicht anders als ein nicht verwendeter Port. Sobald ein Port einmal irgendwie geantwortet hat, wird dort in absehbarer Zukunft regelmäßig angeklopft werden. Nicht-öffentlich verwendete Ports von Anfang an "unsichtbar" zu machen, hilft also, die (Log-)Last der dauernden Portscans zu reduzieren.