„Wenn der durchschnittliche Datenverkehr in den letzten 24 Stunden über 100 MBit/s liegt, erfolgt eine vorübergehende Drosselung auf 100 MBit/s“
Verstehe ich nicht so ganz. Ich wüsste nicht, wie man über einen VPS 100MBit/s im Downstream erreichen sollte, da die meisten Downloadserver sowieso keine höhere Übertragungsrate bieten, dennoch kann es mal sein, das wenn ich mich in ein Projekt stürze, einen Download starte, der mehrere Gigabyte Datengröße beträgt.
Wie die Drosselgrenzen beschrieben werden, variiert bei Netcup, aber die Werte kommen immer praktisch auf das selbe Konzept raus: Die Drosselbandbreite ist die, die im Mittel nicht überschritten werden darf, sonst wird gedrosselt.
Aktuell wird das mit einem 24-Stunden-Zeitfenster angegeben. 24 Stunden lang 100Mbit/s entspricht ungefähr 1TB an übertragenen Daten, 200Mbit/s~2TB/24h, usw.. Solange dein Datenverkehr unter 1TB/2TB/etc. in jedem beliebigen 24h Zeitraum bleibt, wird nicht gedrosselt.
Du kannst aber nicht am Abend 600GB übertragen und am nächsten Morgen wieder 600GB, weil dann innerhalb von 24h mehr als 1TB übertragen würden und deshalb gedrosselt würde. Das Datenvolumen wird nicht an einem bestimmten Zeitpunkt des Tages zurückgesetzt. Es zählt immer, was du in den letzten 24h übertragen hast.
Früher(tm) wurde die Grenze für den Kalendermonat statt für 24h angegeben. Das Monatsdatenvolumen entsprach ebenfalls der Drosselbandbreite, aber eben einen Monat lang. Wenn du dieses Datenvolumen vor Ende des Monats erreicht hattest, wurde für den Rest des Monats gedrosselt. Das ist subtil anders als ein gleitendes Zeitfenster. Der Hauptunterschied zu früher ist aber das jetzt kürzere Zeitfenster: Die Drossel schlägt früher zu, wird aber auch früher wieder gelöst.
Mit dieser Trafficregelung nähert sich Netcup halbwegs verständlich dem im Netzwerkbereich üblichen "burstable billing" mit percentile Angabe an, das noch eine Ecke schwieriger zu verstehen ist.