Zudem glaube ich nicht, dass die Root-Passwort-Funktion auf diese Weise funktioniert.
Wie genau Netcup diese Funktion derzeit oder zukünftig umsetzt, ist aber nicht der Punkt, sondern es geht hierbei darum, wie man unautorisierte Zugriffe verhindert oder erschwert.
Der qemu-guest-agent ("QGA") erlaubt standardmäßig tatsächlich das Ändern des Passworts über die entsprechende Funktion guest-set-user-password, und sofern das Hostsystem diese Methode ausführen kann, ist es unumgänglich, diese auch im laufenden Betrieb als potentiellen Angriffsvektor zu berücksichtigen (wie man mit einer lokalen KVM austesten kann):
qemu-guest-agent_test01.png
(Wer obiges selbst nachstellen will, kann die erforderlichen Schritte/Beispiele hier, hier und hier nachlesen – bei Verwendung des Virtual Machine Managers musste ich die VM-Definition manuell ergänzen.)
Durch Deaktivierung der o.g. QGA-Funktion und Verschlüsselung der Festplatte sperrt man effektiv die Möglichkeit einer nicht erwünschten Passwortänderung über das SCP/den QGA-Kontrollkanal und somit ist es deutlich schwerer für Unbefugte, an die Inhalte der eigenen virtuellen Maschine gelangen. Dies erfordert dann mindestens einen vollständigen Speicher- und Plattenabzug und entsprechende Kenntnisse, diese auszuwerten. Zum Vergleich: Gelingt es einem Angreifer (nicht notwendigerweise ein Netcup-Mitarbeiter), ein Passwort zu ändern, ist ein Login über den Hostrechner relativ einfach.
(Brute-Force-Login-Versuche über die virtuelle Konsole sollten übrigens ebenfalls überwacht, protokolliert, und unterbunden werden – bspw. durch erzwungenes Herunterfahren der virtuellen Maschine derart, dass ein "normales" Neustarten nicht mehr funktioniert. Damit greift dann die "Encryption at Rest".)