Deswegen braucht man auch Backups zusätzlich zu RAID 6 Systemen als Beispiel. Da können so viele Platten flöten gehen und trotzdem läuft es. Aber was wenn der RAID Controller auch noch schmilzt? Auweiah.
Bei einer überschaubaren Anzahl von Festplatten kommt man ohne dedizierten RAID-Controller aus, wenn man einen älteren PC wiederverwendet und auf Software-RAID setzt. Software-RAIDs sind flexibel/sicher (vergleiche RAIDZn, n>0 unter ZFS) und erfordern keine Vorhaltung/kurzfristige Neuanschaffung eines kompatiblen Ersatz-RAID-Controllers (in größeren Systemen werden diese Controller in der Praxis redundant an die Festplatten angebunden).
Stromsparender wird es immer, wenn man das Gerät nicht rund um die Uhr im Betrieb haben muss (bei festgelegten Backup-Intervallen) und/oder man wirklich (etwa in Verbindung mit einer verschlüsselten Kopie „in der Cloud“) nur zwei Platten zur redundanten lokalen Sicherung einsetzt, was den Einsatz von Einplatinenrechnern mit Open-Source-Software als Alternative zu einem „fertigen“ NAS (Hardware-/Software-Kombination) erlaubt, deren Konfiguration wirklich auf die Anforderungen zugeschnitten ist (bedeutet im Vergleich zu einem NAS natürlich einen höheren Zeit-/Konfigurationsaufwand – und man benötigt im Zweifelsfall mehr Wissen um die Konfiguration).
Sofern die Übertragungsgeschwindigkeit stimmt, ist der Einsatz zweier richtig zugeschnittener NAS-Systeme an verschiedenen Orten und/oder die Kombination mit einem Cloudspeicher, der ggf. auch direkt an ein NAS-System gekoppelt werden kann, gar nicht so verkehrt.