Ich habe mich auch an den Support deswegen vor ca. 2 Wochen gewandt und folgende Antwort erhalten:
Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die genannte Blacklist listet ganze Provider-Netze (ASNs) von Providern, welche aus Sicht von UCEPROTECT besonders massiv Spam versenden. Das Listing eines ganzen ASNs wird im Rahmen von Spamschutz-Maßnahmen in der Regel nicht als einziger Indikator für eine Ablehnung von E-Mails verwendet, weil das fast zwangsläufig dazu führt, dass es zu falsch-positiven Ablehnungen von legitimen E-Mails kommt. Dennoch, aufgrund der zahlreichen Meldungen unserer Kunden, scheint die UCEPROTECT Blacklist von einigen Empfängern zu diesem Zweck genutzt zu werden.
Grundsätzlich lässt sich ein Eintrag auf einer Blacklist für einen großen Internet Serviceprovider, wie wir es sind, nie vollständig vermeiden. Es genügt dafür, dass einige Kunden über einen kurzen Zeitraum gehackt werden oder absichtlich Spam versendet wird. In solchen Fällen reagieren wir, auch dank unserer permanenten Systemüberwachung, sehr schnell. So überwachen wir z.B. bei von uns betriebenen Systemen die Anzahl an ausgehenden E-Mails kontinuierlich. Bei Systemen, die von unseren Kunden betrieben werden (Server) reagieren wir schnellstmöglich auf Abuse-Meldungen, welche an unsere E-Mail-Adresse abuse@netcup.de gesendet werden können. Wir sind bei den üblichen Feedback-Loops eingetragen, um auch automatische Abuse-Meldungen, die Kunden z.B. in Webmail-Interfaces mancher Anbieter durch einen Klick auf "Spam melden" erzeugen können, zu erhalten.
Trotz des massiven Aufwands, den wir auch im Interesse eines Internets mit möglichst wenig Spam und schadhaften Systemen betreiben, kann es zu Listings kommen. Der Betreiber von UCEPROTECT fordert für das sofortige Delisting von einzelnen IP-Adressen eine hohe Gebühr. Dies ist ein besonderes Geschäftsverhalten, wenn man dies mit anderen, gängigeren Blacklists vergleicht. Eine solche Gebühr werden wir auch in keinem Fall zahlen. Die UCEPROTECT-Blacklist führt bei einzelnen IP-Adressen sieben Tage nach Eintragung ohne weiteren Vorfall ein automatisches Delisting kostenfrei durch. Bei anderen Blacklist-Providern können wir nach erfolgter Behebung jederzeit kostenfrei manuelle Delistings anfordern, die dann im Regelfall beinahe sofort durchgeführt werden.
Potenziell kann ein Blacklisting jeden Mailanbieter treffen und diese Probleme sind auch bei größeren Freemail-Anbietern nicht ausgeschlossen.
Sollte eine Nachricht aufgrund des Listings auf UCEPROTECT abgelehnt worden sein, rate ich dazu, mit dem Empfänger über einen alternativen Weg in Kontakt zu treten und die IP-Adressen / E-Mail-Adressen / E-Mail-Domains whitelisten zu lassen, sodass eine Zustellung in jedem Fall erfolgen kann. Dies ist sicher auch im Interesse des Empfängers. Auch rate ich Ihnen dazu, diesen über die Problematik mit der Blacklist zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen,
netcup Team