Ich habe durchaus Verständnis, dass es nicht jedem gefällt, dass seine Existenz wegen zugegeben sehr massiven Schutzmaßnahmen eventuell vor der Vernichtung steht. Vor allem wenn sich hinterher herausstellt, dass z.B. im eigenen Landkreis es kaum positiv getestete Coronafälle gibt. ABER
Weißt Du, ich habe zu einem Zeitpunkt, als schon Feuer am Dach gewesen ist (oder hätte sein sollen) jemandem furchtbar Wichtigen auf einer öffentlichen Veranstaltung die Hand geschüttelt, der es zu diesem Zeitpunkt schon ganz genau hat wissen müssen und sehr wahrscheinlich schon gewusst hat, was da kommen wird. Der Lockdown wurde aber erst knapp zwei Wochen später verordnet... Warum also erst so spät? Wollte man uns etwa absichtlich zwei Wochen lang gefährden?
Dasselbe Bild bei den Maßnahmen selbst: Nicht selten haben Anordnungen gerade erst zu Ansammlungen geführt, die eigentlich verhindert werden hätten müssen. Siehe Hamsterkäufe und Schlangen an den Tagen vorher, die gerade erst die Folge des langsamen Lockdowns waren. Und dann sind da noch diese Ausnahmen und Gegenausnahmen: Öffis fuhren weiter, zunächst gab es da auch noch keine Maskenpflicht. Post - wegen kontaktloser Zustellung sind Pakete zur Abholung aufs Postamt gebracht worden, wo die Leute dann Schlange stehen durften. In die Kirche durften wir nicht, nicht einmal einzeln, aber ewig lange Schlange stehen an der Supermarktkassa war OK?
Das hat mit hinterher besser wissen nichts zu tun. Diese Absurditäten habe ich vom ersten Tag an angeprangert.
Zur Statistik: Ich kenne bisher keinen Infizierten persönlich, und habe Verwandte in Gebieten, wo es ganz viele Betroffene laut Statistik gibt, in der Nähe meiner Arbeitsstätte soll überhaupt ein Cluster gewesen sein. Und ich bin bis wenige Tage vor dem Lockdown mit der S-Bahn während der Rush Hour gefahren und habe dann wegen Risikopersonen in meinem Umfeld auf das Auto gewechselt.
Von einem Todesfall habe ich gehört -wegen unterlassener medizinischer Versorgung in einem Spital- aber auch diesen Herrn kannte ich nicht persönlich. Ein Freund hat sich die Mühe gemacht, unter seinen zahlreichen social und real life Kontakten herumzufragen: Er hat zwei Betroffene in einer Familie ausfindig gemacht -alles leichte Verläufe. Mit Spitalsärzten habe ich auch geplaudert - und alle erwarten Folgeschäden bei Patienten wegen der heruntergefahrenen Versorgung.
Und, wenn Du mich fragst, kommt die nächste Medienpandemie verlässlich im Herbst - ob mit oder ohne Virus. Wir sind ja schon einmal darauf eingestellt. Derweilen sind wir alle wirtschaftlich in der Abhängigkeit von staatlichen Zuschüssen. Bedingungsloses Grundeinkommen über die Hintertür eingeführt - check.