Display MoreInhalt:
1. Meine ursprüngliche Erwartung
2. RAM & SSD / NVMe
3. Daten und Statistiken müssen her
4. Ein Stückchen Hoffnung
5. Aufbereitung der lokalen und globalen Lage
6. Melancholische Nachgedanken
7. Lichtblick ? Naja, zumindest wünschen darf man's sich…
1 -------
Irgendwie sehr schade. Ich hatte zwar auch mit einer Erhöhung gerechnet, doch einerseits eher gegen Sommer (Juni/Juli/August), andererseits mit doch deutlich anderen Prozenten.Ich hatte eher mit 10% für Bestandskunden und 30-35% für Neukunden gerechnet.
Einfach weil wer sich in der aktuellen Situation etwas neues leistet, entweder nicht privat ist, oder sein Hobby entsprechend bewusst bepreist.
2 -------- Bedenkt SSD / NVMe ! Die eigentlichen Kosten !
Wie bereits andere erwähnt haben, ist es schwer zu glauben, dass RAM so oft kaputt geht.
Jedoch dürfte der SSD / NVMe Speicher, der ständig ausgetauscht wird, das markantere Merkmal für bestehende Server sein.HDDs seien noch teurer, hieß es in der Vergangenheit. Ob dies so bleiben wird? Wer weiß. Die großen Durchbrüche die HDD Hersteller versprochen hatten sind jedenfalls nicht eingetroffen. Die Performance-Nachteile sind allerdings auch ein Problem für viele. Cool-Storage, mit also niedrigerer Geschwindigkeit, würde mich dennoch interessieren, sofern dieser gut günstiger sein kann.
Für Privatkunden SSDs sind die Kostenreduktionen der letzten 4 Jahre jedenfalls bereits weg. Enterprise ist gerade härter betroffen, da diese näher am Echtzeit sind.
3 ------- Eine Bitte — Daten & Statistiken
Daher eine große BITTE: Gebt und ein paar Daten, wie oft Dinge kaputt gehen / ausgetauscht werden müssen.
Ich kenne noch die Statistiken einiger sehr großer Rechenzentren, welche die Ausfallraten von Tausenden von HDDs nach Hersteller, Generation (exaktes Produkt), und Alter kategorisiert jährlich veröffentlichen. (Müsste nachschauen, welche Anbieter dies waren).
Also, wie oft geben SSD/NVMe den Geist auf? Was ist das Durchschnittliche-Alter? Welcher Anbieter hat welche Ausfallquoten?
Dies würde es mir, und wohl vielen anderen, greifbarer machen, die Kosten bestehender Hardware besser nachzuvollziehen.
Ebenfalls RAM: Wie viele Riegel von 1000 gehen in 5 Jahren kaputt? Wie schon andere, wird die Häufigkeit dann doch angezweifelt. Dafür kommt die Preiserhöhung mit zu wenig Vorlaufzeit und/oder Kundenbefragung.4 ------ Hoffnung
Ich Denke zwar weiterhin, dass Netcup einen ziemlich transparenten und stabilen Service anbietet. Doch hätte ich ein wenig mehr Federung für Bestandskunden, und eine höhere Bepreisung neuer Kunden erwartet. Immerhin sehen viele Netcup als Anbieter an, bei dem man etwas aufsetzten und nahezu ewig laufen lassen kann, statt ständig umzuziehen.
Für die anhaltende Transparenz, und auch die Offenheit sich hier im Forum den Aussagen und Fragen zu stellen, möchte ich [netcup] Alexander W. dennoch hier einmal dafür Danken. Ist leider nicht selbstverständlich.
4 bis 5 ---- Ungewissheit (und etwas Frust)
Die Zeiten sind für mich schlimmer als vor ein paar Jahren zur Energiekrise, weil die Zukunft ungewisser ist, und man als Spielball in den Händen Oligopole sitzt. Es lässt sich nichts planen, vorbereiten, oder sonst irgendwie machen. Kann zu etwas anderem gewechselt werden? Mir ist nichts bekannt. Wir haben uns in eine zu einseitige Abhängigkeit begeben. Unsere Welt wird zu abhängig von instabiler Technik. Instabil, weil es muss ja Änderungen (am besten A~G~I~L~E~~) geben. Dinge die vor 8 Jahren problemlos gingen, scheitern heute regelmäßig.
5 -------- Aufbereitung der lokalen und globalen Lage
Bitte nutzt eure Humor-Domain rampocalypse.ai in einigen Monaten, um die komplette Marktsituation der Vergangenen Monate zu erläutern (aka. eine richtige Webseite), gerne auch in Kooperation anderer Anbieter in der Branche, mit Ihren Einschätzungen & Statements. Die nahe und mittlere Nachwelt wird euch dafür Danken. Aufbereitung für die historische Einordnung wird notwendig sein — von allen Seiten.
6 ------- Melancholische Nachgedanken:
Letztlich werden die Zusatzkosten der Preiserhöhung vermutlich nie zurückgenommen (wieso auch, Inflation frisst das in 5-10 Jahren auch weg).
Während man bei Neukundenpreisen mit attraktiven Angeboten in 1-3 Jahren die Erhöhung immer wieder abflachen / zurücknehmen könnte. (Der Situation entsprechend.)
Diesbezüglich beginne ich auch die langfristige Strategie zu hinterfragen: Was ist der dauerhafte Plan für die Preisentwicklung. Inflation im niedrigen Bereich war schon immer real (von der EZB auch gewünscht und gewollt — von mir NICHT!), und die Technologie ist nahezu fertiggestellt. Es geht nicht kleiner; es kann nicht ewig durch Leistungssteigerung profit gemacht werden. Der Durchbruch zur sub-Atom-Technik ist noch in weiter ferne.Macht daraus doch auch mal ein Thema beim nächsten Community-Event. Ich schätze, ihr werdet die Zeit bis dahin brauchen. (Und ich meine ernsthafte Kalkulationen mit Inflation, samt Diagram.)
7 --- Und hoffentlich:
Ente gut, alles gut.
Zu Nr. 2 und 3: Ich gehe mal davon aus, das du Backblaze als Backup Anebiter meinst. Hier werden jedes Jahr die Daten zur Modellen, Größe und Ausfällen veröffentlicht. Allerdings haben die nur HDDs im Einsatz. Was ja auch sinnhaft ist bei Backup Systemen.
SSDs und NVMe's haben tatsächlich eine wesentlich kürzere Lebensdauer. Wobei man hier auch zwischen Consumer und Datacenter SSDs und NVMe's unterscheiden muss. Würde man eine Comsumer SSDs oder NVMe's in einen Server Storage einbauen, dürften die nach wenigen Tagen, spätestens nach ein paar Wochen hops gehen.
Datacenter SSDs und NVMe's sind da viel langlebiger. Zwar halten die Datacenter SSDs und NVMe's länger als oft vom Hersteller angegeben aber anders als bei alten HDD's die sehr lange laufen ( eine läuft bereits seit fast 7 Jahren ohne Fehler im Dauerbetrieb im RZ ) und oft nur den Löffel abgeben, weil die Mechanik versagt, haben SSDs und NVMe's eine physikalische Lebensdauer in Bezug auf Schreib und Lesevorgänge.
Und bei allen Servern, egal ob bei Netcup oder auch anderen Anbietern, dürfte die Schreib- und Leselast für die SSDs und NVMe's recht hoch sein, was die Lebensdauer beschränkt. Deswegen auch die Beschränkung der Bandbreite bei Lesen und Schreiben. Den auf den Storage sind zwar viele SSDs oder NVMe's zusammen gefasst aber die Größe der möglichen Daten der virtuellen Maschinen dürfte weit größer sein, als der Platz der auf den Storage.
Also viele schreibende und lesende VMs auf einem Storage.
Und ja, Ram lebst viele viel länger. Zumindest normalerweise.
Netcup/Anexia hat ja viele Systeme die ständig austausch Hardware benötigen und klar nicht jedes System benötigt jede Woche Ersatzhardware. Das Problem ist aber, das für jedes System, egal wie alt oder neu es ist, Ersatz vorhanden sein muss. Und kein Anbieter hat tausende Ram Riegel oder SSDs und NVMe's im RZ rumliegen. Der Stock an Ersatzhardware umfasst ja nur die Anzahl die man aufgrund von Erfahrung + Puffer in einem bestimmten Zeitraum benötigt. Und durch die aktuelle Problematik muss dieser Stock an Ersatzhardware so gar vergrößert werden, da sonst das Risiko besteht, das für Systeme die aktiv im Betrieb sind, auf einmal keine Ersatzhardware mehr vorhanden ist und auch nicht beschafft werden kann.
Und hier versucht Netcup die notwenigen Kosten der gestiegenen Preis am Mark irgendwie zu verteilen. Natürlich kann man da einwenden, das die Prozentuale Verteilung nicht ganz ausgewogen ist. Das Ding ist aber, das die Kunden, die seit längeren einen Server bei Netcup haben und die Systeme auch auf irgendeinem Server laufen, Ersatzhardware benötigen.
Natürlich könnte man nur die Preise für Neukunden / Bestellungen erhöhen aber so viele neue Bestellungen wird Netcup nicht haben, das man hier die Kosten alleine umlegen könnte. Ich persönlich wüsste jetzt keine glückliche Preisgestaltung.
Erhöht man bei den Bestandskunden wird am einige Kunden verlieren, erhöht man bei Neuverträgen gibt es weniger Abschlüsse. Deswegen wohl auch ein Kompromiss, das Bestandskunden berücksichtigt und aber auch die Preise für neu Kunden.
Ich hoffe nur das sich die Situation am Mark bald auflöst und alles wieder berechenbar wird.