Beiträge von gunnarh

    Ein Backup unterscheidet sich von einem RAID dadurch, dass das Backup nicht den gleichen physischen und logischen Gefahren ausgesetzt ist, wie das Original.

    Es muss daher getrennt aufbewahrt werden, darf logisch nicht (dauernd) vom Quellsystem aus angesprochen werden können und sollte nur solange die Quelldaten sicher noch in Ordnung sind und dennoch automatisiert periodisch durchgeführt werden.

    Dein Plan 1x täglich die Daten zu synchronisieren ist in Bezug auf Datensicherheit daher einem RAID vorzuziehen.

    Den angesprochenen Befürchtungen das könnte der Platte schaden kann ich nichts abgewinnen, es wird ja ohnehin nur ein inkrementelles Backup gezogen (oder hast Du vor täglich ein Voll-Backup zu machen? denke nicht, denn Du solltest ja mehrere Revisionen aufbehalten, da bräuchtest Du bei einem Voll-Backup viel zu viel Diskspace). Bleibt noch die Frage, wie Du das Backup möglichst getrennt lagerst und es dennoch periodisch zwecks Aktualisierung des Standes mit dem Quellsystem verbindest.

    Ein RAID erhöht nur unmerklich die Datensicherheit.

    In erster Linie erhöht ein RAID die Verfügbarkeit.

    Für Datensicherheit ist immer noch ein Backup nötig, wenn Du also kein hochverfügbares NAS benötigst, dann verzichte auf RAID und investiere das gesparte Geld lieber in Backup.

    Ich würde folgendes tun:

    * Alten und neuen Server mit Clonezilla LiveCD ISO booten (diese muss man sich vermutlich erst selbst hochladen)

    * Alten Server mit Option "Remote-Source" starten

    * Neuen Server mit Option "Remote-Destination"

    * Netzwerk nötigenfalls einrichten (falls DHCP kein funktionierendes Netzwerk automatisch zustande bringt)

    * Klonen durchführen

    Sofern Zugriff auf dovecot besteht

    Aus den Ausführungen des Fragestellers geht hervor, dass er keinen Mailserver sein Eigen nennt. Aus der Fragestellung geht außerdem hervor, dass er damit überfordert wäre.

    Ich schlage vor onotop bittet seinen bisherigen Anbieter dieses 7z Backup nochmals am bisherigen Mailserver einzuspielen, damit er die Daten per imap synchronisieren kann.

    Eventuell vom Mailbackup kopiert, das (hoffentlich) einige Tage vorgehalten wird? :/ :)

    (Ich will den armen User nicht noch mehr verwirren, darum lieber hier.)

    Klingt plausibel, aber 7z klingt nicht nach automatisiert sondern eher nach "auf Kundenwunsch von einem netten Admin angefertigt". Wenn das aber ohnehin schon durch Admin's hand ging, dann soll ihm doch dieser Admin das einfach nocheinmal einhängen. Zur Not soll er ihm halt 3 Bier dafür spendieren.

    Danke KB19 für den Hinweis, schließe mich nach kurzer Recherche der Aussage an, dass hierzu wohl etwas Know-How erforderlich ist, um aus diesem proprietären Gatsch was universell verwendbares zu extrahieren.

    Frage an onotop: Warum liegen die Mails nicht noch beim bisherigen Anbieter?

    Du schriebst Du hättest sie "verschoben". Das hat sie beim bisherigen Anbieter gelöscht? Wie konnte dir der bisherige Mailserver-Provider dann dieses 7z Backup geben wenn sie gelöscht sind? Ich behaupte die Daten sind noch vorhanden. Dann möge der bisherige Anbieter die doch einfach nocheinmal in Deine dortige Mailbox legen und Du synchronisierst sie per IMAP-Sync.

    Alle Dateien die mit "dovecot-..." starten kann man ignorieren, das sind nur Verwaltungsinformationen/Indizes etc...

    Die eigentlichen Mails haben leider nicht die Dateiendung .eml -> würde einfach ein kleine Script schreiben, das alle Dateien auf .eml umbenennt. Diese kann man dann einfach per drag&drop in Thunderbird hineinziehen und so importieren bzw. wieder per imap auf den Server laden.

    Wenn man sich umfangreiche Ordnerstrukturen angelegt hat müsste man das für jeden Ordner tun, oder doch recherchieren ob es ein komfortableres Import-Tool gibt.

    MTA-STS ist furchtbar,

    Habe MTA-STS zwar erst seit ein paar Tagen laufen, bis auf hardenize.com und ein weiterer MTA-STS Validator den ich manuell die Einträge prüfen habe lassen jedoch exakt 0 (in Worten: Null) Zugriffe. Mein Server ist MTA/MX für ca. 30 Mail-Domains, ca. 500 eingehende/angenommene Mails pro Tag.

    Der Xeon Gold 6140 ist mit Speed Shift ausgestattet.

    Es gibt daher keinen Grund sinnlos Wärme zu produzieren und die Nutzbarkeit der benachbarten Cores zu senken. Dank Speed Shift wirst Du auch bei nur kurzzeitiger Single-Threaded Last kaum bemerken, dass die CPU erst im Bedarfsfall "hochgetaktet" wird.

    Zur Umzugs-Timing-Sache:

    Wenn es nur darum geht den Registrar zu wechseln, und die Nameserver erhalten bleiben, dann ist die Sache relativ easy. Die Nameserver sind 2min nach der Registrierung bei NetCup schnell wieder eingefüllt. Und man müsste schon extremes Pech haben, wenn der Zone-Reload der TLD genau in diesen 2 Minuten erfolgt. Wer auf Nummer sicher gehen will schaut vorher eben noch nach, zu welchen Zeiten die Nameserver der TLD konkret reloaded werden und führt den Vorgang zwischen zwei Reloads geplant durch.

    Wenn auch der Nameserver-Anbieter zu NetCup gewechselt wird, dann kann das freilich etwas mehr "geklicke" bedeuten. Aber auch hier würde ich meinen, das man das zwischen zwei Reloads hinbekommt (vorausgesetzt wir sprechen hier von 10-20 Records, und nicht von 1000). Hier würde ich aber im Vorfeld tatsächlich die Reload-Zeiten recherchieren.

    Was DNSSEC angeht: Um sich hier nicht ins Knie zu schießen würde ich rechtzeitig vor dem Transfer die DS-Records noch beim alten Registrar entfernen (also z.B. 48h vorher) und erst nach erfolgtem Umzug die neuen DS-Records wieder eintragen.

    Warum sollte Netcup die Install-Images für WS2012 und WS2016 allen Kunden zugänglich machen, wenn sie sie dann nicht nützen dürfen?

    Meine Meinung zur Windows-Lizenzierung habe ich vor ein paar Wochen hier in einem Thread nebenan gepostet.

    Die NetCup AGB sagen hierzu:

    Zitat
    Bei der Überlassung von Fremd-Software (auch open-source-Software) hat der Kunde die Lizenz- und Nutzungsbedingungen des Herstellers zu beachten.

    Mit dem Installationsmedium ist es nicht getan.

    Du würdest Nested Virtualiziation benötigen. Suche mal hier im Forum mit diesem Stichwort, dann wirst Du Beiträge finden das der Support dies gegen Aufpreis auf manchen Servertypen aktivieren kann.

    Die Nutzung einer Windows Server Testversion in einem produktiven Rechenzentrum ist rechtlich fraglich, lies Dir lieber die Produktnutzungsrechte durch - ich gehe davon aus, dass dies nicht erlaubt ist. Ich würde Dir daher empfehlen dir z.B. einen Test-Account beim Cloud Dienst von Microsoft (Name "Axxxx" hier aus Gründen der Forenregeln nicht nennbar) anzulegen und dort eine VM mit Windows Server anlegen zu lassen. Da musst Du gar nicht erst selbst installieren sondern bekommst das fertig und gepatcht vorinstalliert, und die Lizenz ist im Mietpreis inbegriffen. Der Test-Account bei Axxxx sollte dir einige kostenfreie Betriebsstunden ermöglichen (insbesondere wenn Du die Maschine nur dann hochfährst wenn Du damit "übst" kommst Du sicherlich auch wochenlang über die Runden). Axxxx dürfte Nested Virtualization unterstützen.

    Trotz intensiver Verhandlungen unsererseits mit der nic.at, erkennt sie nicht die Vorteile von Aktionen mit dauerhaften Preissenkungen.

    Dazu kann man vielleicht erklärend anmerken: Die Erlöse der nic.at dienen zur (Quer-)Finanzierung anderer Themenbereiche der Internet Privatstiftung Austria (IPA), so zum Beispielt des cert.at und anderer Aufgaben die andernfalls hier (vermutlich) aus Steuermitteln finanziert werden müssten.

    Ginge bei der Gelegenheit auch gleich 15 und 16? Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von Ed25519 :P

    Siehst Du hier jetzt im Jahr 2018 schon einen praktischen Einsatz-Zweck?

    Ich orientiere mich bei der Verwendung von DNSSEC Algorithmen gerne am Verbreitungsgrad der unterschiedlichen BIND-Versionen und deren Fähigkeiten. Für Ed25519 würde man Bind 9.12 benötigen, der ist denke ich in keiner Stable-Distribution aktuell bereits enthalten. Somit wird es bis zu einer praktischen Relevanz vermutlich noch mindestens 2 Jahre brauchen, für eine solide Verbreitung eher noch länger. Bis dahin müsste man zumindest zwei Algorithmen parallel verwenden, da #15 von keinem Resolver verstanden werden wird.

    kerberos da lest man ja Sachen, dachte immer daß der SSL/TLS-Handshake und so vom Programm gemacht wird und das OS darauf keinen Einfluß hätte ob jetzt TLS1.0, 1.2 od. sonstwas zum Zug kommt ...:/

    Der TLS-Handshake wird zwar von der Applikation gemacht - somit außerhalb des Einflussbereiches des Betriebssystems. Allerdings nutzen diverse Applikationen hierzu die von Windows bereitgestellten Schannel SSP Bibliotheken. Es hängt also von der Applikation (im angesprochenen Fall vom Browser) ab, ob die Entwickler die Betriebssystem-Bibliotheken nutzen oder hierfür eigenen Code mitbringen.