Beiträge von gunnarh

    Zitat

    Kann es den gefährlich sein einen einen Exit-Node zu betreiben?

    Das hängt davon ab, welche "Gefahren" Dir wie bedrohlich erscheinen.

    Angenommen es werden schwere Straftaten (z.B. Terrorismus, Bombendrohungen etc...) begangen, die auf eine IP-Adresse welche Dir zugeordnet wird zurückgeführt werden können. Dann bist Du erst einmal frontal in der "Schuss-Linie", musst dich de-fakto "freibeweisen", dass die Maschine nicht von Dir sondern von beliebig vielen dir gar nicht bekannten Personen als Exit-Node verwendet wurde. Wenn die Gefahr noch aufrecht ist (z.B. Bombendrohung) dann haben die Ermittlungsbehörden auch entsprechend starken Druck - da prüft man nicht erst ob ein Indiz stimmig ist, da wird jedem Verdacht nachgegangen. Der Provider rückt Deinen Namen raus und eine halbe Stunde später läutet es bei Dir an der Türe (sofern überhaupt geläutet und nicht gleich geöffnet wird).

    Ich denke es könnte den meisten Menschen erstmal sehr unwohl dabei sein, wenn Polizisten mit schwerer Bewaffnung die Wohnung stürmen, durchsuchen, eventuell auch alle Datenträger und IT-Geräte in der Wohnung beschlagnahmen... So eine Hausdurchsuchung verursacht eventuell Schäden, jedenfalls aber große Unannehmlichkeiten. Du wirst dir vermutlich - auch wenn Du unschuldig bist - rechtliche Unterstützung organisieren, das kostet Geld. Im Best-Case klärt sich die Sache in wenigen Tagen auf und Du bekommst Dein Zeug unversehrt wieder. Wenn es schlecht läuft tut man Deine Behauptungen erst mal als Schutzbehauptungen ab, wird dich stundenlang befragen und Du bekommst Dein Zeug erst Monate später zurück.

    abstrusen Annahme aus, dass Gehörlose, Schwerhörige, Blinde und Sehschwache automatisch Sozialhilfe benötigen würden?!

    Wenn das so ankam, dann entschuldige ich mich - das war meinerseits nicht gemeint und auch (wie hoffentlich dennoch ersichtlich war) nicht der Punkt meines Postings den ich ansprechen wollte.

    Was die Gebührenpflicht trotz Gehörlosigkeit angeht: Die GIS-Gebühr musst Du - so wie sie konstruiert ist - als Rundfunksteuer betrachten. Es spielt keine Rolle, ob Du den Content des ORF tatsächlich konsumierst oder ob Du dazu überhaupt in der Lage bist (körperlich oder auch technisch gesehen). Sobald man ein Rundfunkgerät besitzt hat man zu zahlen. Und die hierbei benachteiligte Gruppe sind nicht nur Gehörlose - es gibt zig andere Beispiele wo gar kein Content konsumiert wird und dennoch Gebührenpflicht besteht.

    von den Fernsehgebühren nur dann befreit werden, wenn sie viel zu wenig Einkommen habenSehschwachen gehandhabt wird.

    Wird nicht mehr der Fall sein. Mit der geplanten neuen Sozialhilfe werden Förderungen und Vergünstigungen wie z.B. die GIS-Gebührenbefreiung vom auszuzahlenden Maximalbetrag der Sozialhilfe abgezogen. So lässt sich dann gleich die Erhöhung der Parteienförderung finanzieren.

    Netcup bietet keine automatischen Backups.

    Sich Backups mittels kostenpflichtiger Snapshots die man automatisiert erstellt und runterlädt zu basteln wäre zwar denkbar, aber ich würde sagen es gibt zweckmäßigere Lösungen. Um diesbezüglich zu beraten müsste man aber zuerst einmal wissen was am Server betrieben wird und welche Daten konkret in welcher Menge und Änderungshäufigkeit zu sichern sind. Kleine Datenbanken werden oftmals mittels automatisierter SQL-Dumps gesichert. Content von Mail- und Webservern mittels rsync oder duplicity. Ganze Betriebssystem-BareMetal-Images lassen sich z.B. mit Veeam anfertigen.

    Ja, allerdings solltest Du einen praktischen UseCase haben.

    Üblicherweise verwendet man den Download des SnapShot (=das hier diskutierte "Backup") um diesen auf einer anderen Maschine einzuspielen.

    Für klassisches periodisches (z.B. tägliches, wöchentliches) Backup eignet sich dies kaum.

    Das Let's Encrypt Validierungssystem nutzt keine vachenden Resolver sondern fragt immer die authoritativen Nameserver der Domain ab. Allfällige Bedenken das man ja erst warten müsse bis irgendwelche Resolver ihre Caches verwerfen sind daher unangebracht. Sobald die authoritativen Nameserver den Record liefern (was bei einem typischen Master-Slave Setup nach wenigen Sekunden sein sollte) kann somit die Validierung erfolgen.

    Für Wildcard-Zertifikate ist bei Let's Encrypt derzeit ausschließlich eine DNS-Challenge zulässig.

    Die HTTP-Challenge kann nur für reguläre Non-Wildcard (Multi-)Domain Zertifikate verwendet werden.

    1. Warum muss es unbedingt ein Wildcard-Zertifikat sein?

    2. Warum kannst Du den Nameserver nicht wechseln, dazu ist ja in der Regel kein Registrar-Wechseln nötig.

    Ein Verstoß gegen die Preisauszeichnung ist - wie korrekt bereits darauf hingewiesen - unlauterer Wettbewerb.

    Das heißt aber nicht, dass der Kaufinteressent zu diesem Preis bedient werden muss, diesen Preis einklagen kann oder anderweitige Rechtsansprüche für den Kaufinteressenten daraus erwachsen. Vielmehr können Verbraucherschutzverbände und/oder der Mitbewerb dagegen (am Rechtsweg) vorgehen. Der Kaufinteressent selbst hat aber unmittelbar kein Rechtsmittel in der Hand.

    Jedenfalls ist das so in Österreich, und scheint auch bei unseren westlichen Lieblingsnachbarn nicht anders zu sein.

    Vielleicht findet sich ja jemand, der Dir ein

    openssl speed -evp aes-128-cbc aes-256-cbc

    auf einer VPS 200 G8 ausführt.

    Auf meinem Single-Core VPS 500 G7:

    type             16 bytes     64 bytes    256 bytes   1024 bytes   8192 bytes

    aes-256 cbc      45745.25k    47066.40k    48423.21k   117738.70k   120622.84k

    aes-128-cbc     392572.91k   425643.32k   434176.34k   438758.92k   438758.57k

    Ich kann zu OpenVPN keine Angaben machen - aber zum Vergleich:

    Ich habe zwei VMs mittels nativem Kernel-IPSEC im ESP-Transport-Mode unter Verwendung von StrongSWAN verbunden.

    Ich erreiche 560MBit konstant, geprüft mit iperf.

    Die VM ist ein Single-Core VPS 500 G7, das AES CPU Flag der vCPU ist sichtbar, die vCPU meint sie läuft mit 2GHz.

    Ob ein aktueller VPS 200 G8 die gleichen Werte erreichen würde kann ich Dir nicht sagen, aber gefühlsmäßig denke ich schon, dass sich 200MBit ausgehen sollten.

    können bei der Validierung der Zertifikatskette verwendet werden, obwohl sie es nicht dürften, wenn der Server nur das End-Zertifikat mitschickt;

    Aus diesem Verhalten des Browsers ergibt sich noch kein unmittelbares Security-Problem. Wenn mit dem gecachten (fehlenden) Intermediate-Zertifikat die Chain geprüft werden kann, und keines der Zertifikate zurückgezogen wurde, dann ist die Chain valide - auch wenn der Webserver fehlerhaft konfiguriert ist. Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Ja, das ist eine Fehlkonfiguration des Servers. Daraus resultiert aber kein Security-Problem, sondern nur ein Funktionsproblem der Website bei jenen Browsern / Anwendern die das Intermediate-Zertifikat nicht kennen.

    Kann mit diesen Aussagen ad-hoc wenig anfangen

    primes.utm.edu liefert sowohl das Leaf-Zertifikat *.utm.edu als auch das Internediate-Zertifikat "Go Daddy Secure Certificate Authority - G2", das Stammzertifikat "Go Daddy Root Certificate Authority - G2" befindet sich in den RootCA-Stores von Firefox und Windows. Um ein Let's Encrypt Zertifikat handelt es sich nicht, die Chain ist auch intakt.

    pdfencrypt.com bietet gar keinen Dienst auf tcp/443 HTTPS an.

    Die Theorie der "Sicherheitslücke" bei nicht mitgesendetem Intermediate-Zertifikat kann ich nicht nachvollziehen. Worin soll diese bestehen? Wenn die Chain nicht validiert werden kann, liefern alle Browser eine Warnung - ein Websiteanbieter der die Chain nicht korrekt mitsendet hat daher ein Problem der problemlosen Erreichbarkeit, aber nicht unmittelbar ein Security-Problem.