Kannst du diese Situation mal näher erklären? Denn wenn ich meine virtuelle Festplatte von z.B. 2TB mit dem DD-Befehl zulaufen lasse, müßte ich es ja auch als Kunde mitbekommen, wenn anstelle von 2TB plötzlich nur 500GB genutzt werden können. Oder?
Es geht dabei nicht um die Festplattenkapazität, sondern um die Prozessorleistung.
Du hast keine dedizierte Festplatte, sondern eine virtuelle Festplatte im qcow2 Format.
Für das Hostsystem ist dies eine offene Datei und dein Server ist ein Prozess, der in diese Datei schreibt - leider nicht mit fread und fwrite Calls, sondern im Falle von SCSI mit SCSI-Befehlen. Diese müssen entsprechend verarbeitet werden um am Ende beim Hostkernel als fwrite Befehle umgesetzt zu werden.
Im Falle von qemu gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Standard Weg ist, dass irgendein qemu Prozess die Daten schreibt.
Der Prozess kann wechseln und auch auf unterschiedlichen CPU Kernen ausgeführt werden.
Eine weitere Variante ist die Einrichtung eines IO Threads - hierbei schreibt ein einziger Prozess die Daten auf die Platte. Dieser Prozess kann auch auf unterschiedlichen Kernen ausgeführt werden.
Generell gilt: bei Virtuellen Servern ist ein vCPU immer ein Prozess. Bei RS bist du mit diesem Prozess alleine auf einem Kern.
Das muss nicht immer der selbe Kern sein, das ist nur beim Pinning der Fall.
Hast du z.B. eine 64 Kern CPU, kannst du beispielsweise ohne Überbuchung 6 Server á 10 Kerne einrichten. Dann hast du noch 4 Kerne über.
Wenn IOThreads aktiviert sind, können sich diese Threads auf den 4 Kernen austoben.
Dabei beeinflusst natürlich wie viele Kerne dafür zur Verfügung stehen die Geschwindigkeit von IO Operationen.
virtio-blk hat dabei weniger Code auszuführen - deshalb ist meine Theorie, dass weniger Ressourcen für iothreads zur Verfügung stehen als früher.
Wie Netcup das genau macht, ist Betriebsgeheimnis - deshalb kann ich nur Mutmaßen.
Eine andere Theorie: AMD Epyc 7702P Prozessoren sind nur für 1 Sockel Systeme ausgelegt. Die Intel Systeme waren als Multi Sockel Systeme jedoch rentabler.
Um die virtuellen Maschinen schneller schreiben zu lassen, wurden hier iothreads eingesetzt mit NUMA Affinität auf dem Prozessor, der Zugriff auf den RAID Controller hatte. Das wurde jetzt deaktiviert, weil bei 1 Sockel Systemen es nicht mehr notwendig ist, auf NUMA zu achten.