Beiträge von H6G

    Ich denke, dass zwei Sätze von jemandem, der das schon mal gemacht hat, und ein guter Link mir Zeit sparen würde.

    Es gibt nicht "die Antwort" - und erst recht nicht in zwei Sätzen.

    Wir können das ja mal herunterbrechen.

    Schritt 1: ich muss mich für eine DNS Resolver Software entscheiden, genau so wie ich mich für z.B. einen E-Mail Server entscheiden muss.

    Wie bereits erwähnt, gibt es mehrere Software.

    • bind9
    • unbound
    • PowerDNS Recurser
    • [...]

    Persönlich würde ich z.B. bind9 nicht nutzen, franc hatte aber erwähnt, dass er bind bereits genutzt hat - das wäre zumindest eine logische Wahl.

    Schritt 2: Das Paket installieren - dafür muss ich mich entschieden haben und recherchieren, wie die Pakete in den Paketquellen benannt sind und welchen Paketmanager ich benutze (apt, yum, dnf, snap, apk, pacman).

    Schritt 3: DNS Server konfigurieren - auch das ist wieder abhängig von vielen Faktoren.

    Schritt 4: Linux Betriebssystem auf DNS Server umstellen: Debian nutzt hier resolvconf, Ubuntu nutzt netplan und ggf. systemd-resolved, bei CentOS geht es dann über die netconfig Scripte.

    Klar gibt es hier Links zum Thema "unbound auf Ubuntu 18.04 installieren" aber zum Thema wie betreibe ich E-Mail Server auf unterschiedlichen Linux Distributionen kenne ich keine Links. Für mich ist das stumpfe UNIX Philosophie: ich kombiniere unterschiedliche Bausteine selbst zu einem Gesamtsystem.

    Mein Ziel wäre es nie, anderen viel Arbeit zu machen, damit ich ein bisschen Zeit spare.

    IMHO gibt es da keine Arbeitserleichterung. Ich kann niemandem die Arbeit abnehmen sich z.B. mit der Konfiguration von bind9 zu beschäftigen.

    Mit den vorliegenden Informationen könnte ich nicht mal eine Config für franc recherchieren. Je nach Paketbetreuer sehen nämlich Konfigurationen zwischen unterschiedlichen Distributionen ganz anders aus. Meine Config für OpenLDAP auf Alpine Linux würde auf CentOS gar nicht funktionieren.

    Wie würdest du es formulieren für einen Admin,

    • der nicht weiß, wie er prüft ob eine Mail zugestellt wurde
    • der nicht weiß, welche Pakete er installiert hat und nutzt
    • der nicht weiß, welchen DNS Server sein Mailserver benutzt

    ?

    Da ist überhaupt gar keine Vorarbeit geleistet worden, stattdessen soll ich in meiner Freizeit fremden Admins so wenig Arbeit wie möglich bereiten?

    Eine gewisse Form der Mitarbeit erwarte ich nämlich auch, und dazu gehört auch ein kluges Fragen.

    Beispiel für eine kluge Frage:

    Spoiler anzeigen

    Ich benutze die Spamhaus Listen in einem Postfix auf Debian 12, kann diese aber nicht mehr nutzen, weil der DNS Resolver meines Providers von Spamhaus gesperrt wurde. Welche DNS Resolver könnt ihr empfehlen und wie muss ich diese konfigurieren? Ich hatte in der Vergangenheit bereits Erfahrung gemacht mit bind9 - würde das in diesem Fall auch funktionieren?

    Ich erinnere mich, dass ich früher bind9 im Einsatz hatte, aber ich glaube jetzt nicht mehr.

    Wie kann ich denn einen anderen DNS Server verwenden

    Das kommt ganz darauf an, welche Distribution du verwendest.

    Aber evtl. solltest du dir dadrüber Gedanken machen, ob du wirklich einen eigenen Mailserver betreiben möchtest, wenn du schon bei so grundlegenden Fragen (bei denen du dir übrigens selbst die Antwort schon eine Zeile höher gibst) erst in einem Forum nachfragen musst.

    Ich würde die Extrarunde drehen.

    Achne, dass ist ja dann wieder teurer.

    Alle Features haben wollen, aber nix dafür bezahlen wollen.


    Habt ihr keine 3 Server oder 6 Server gleichzeitig mit Kapazitäten?

    https://forum.netcup.de/informationen/ausf%C3%A4lle-von-netcup-diensten/p225157-erh%C3%B6htes-bestellaufkommen/

    Sieht irgendwie gerade schlecht aus.

    Aber ja klar, die Mitarbeiter sind unmotiviert.

    Warum gibt es im Lidl eigentlich keine Fleisch- und Käsebedientheke?

    Liegt bestimmt an den unmotivierten Mitarbeitern.

    Das ist aber auch echt unprofessionell!

    Und wenn ich der Einfachheit halber 2 Container mit 2 Webservern hätte? Könnte ich die ohne Tailscale erreichbar machen unter web1 und web2.meinedomain.de ?

    Dafür muss irgendwo auf Port 80 ein Reverse Proxy laufen, entweder in einem Container, oder auf dem Host selbst.


    Wie wäre das ohne Tailscale, also SSH auf einen bestimmten Container? Möglich bei nur 1 öffentlichen IP? Per Subdomain oder so?

    Das wäre über unterschiedliche Ports möglich. Über Subdomains leider nicht.

    Alternativ könnte das auch mit einem SSH Proxy möglich sein, und den entsprechenden Benutzernamen / SSH Keys als Unterscheidung.

    Mir ist hier allerdings kein Produkt bekannt.

    Sorry der Nachfrage aber wie ist das genau gemeint mit "Unverschlüsseltes VXLAN"?

    Ein VXLAN ist erstmal nichts anderes als ein VPN welches unten drunter mit UDP läuft.

    Im Gegensatz zu Wireguard ist der Tunnel in sich nicht verschlüsselt.

    Wenn dir eine Verschlüsselung wichtig ist, musst du dann natürlich deine Dienste selbst über TLS laufen lassen.

    Meistens verwendet man im VLAN allerdings doch eher unverschlüsselte Dienste, wie z.B. MySQL - sonst könnte man sie auch einfach ohne VLAN laufen lassen.

    aber ich gehe mal davon aus das sonst keiner im gleichen Netzwerk ist außer ich. Könnte abgesehen von Netcup jemand sonst das Netzwerk mitlesen wenn ich zwei Server mithilfe von VLan zusammenschalte?

    Im Besten Fall kann nur Netcup mitlesen, allerdings würde ich das VLAN immer wie das Internet behandeln und abwägen, ob mir Autorisierung und Verschlüsselung wichtig sind.

    Neben anderen Akteuren, wie z.B. Strafverfolgungsbehörden, Angreifern, Innentäter kann es auch durch Fehlkonfigurationen und Fehlfunktionen der beteiligten Hardware dazu kommen, dass Datenverkehr die von Netcup kontrollierte Hardware verlässt und anderen in die Hände fällt - oder es unerwünschte Gäste gibt.

    Die Szenarien sind an sich unwahrscheinlich, aber dennoch nicht ausgeschlossen.

    Wie du damit umgehst, ist letztenendes deiner Gefahreneinschätzung und Anforderung an Sicherheit überlassen.

    Sowohl das Netcup VLAN, als auch Wireguard haben ihre Daseinsberechtigung und jeweiligen Einsatzzwecke.

    Temu versendet so hohe Massen, sodass es sich lohnt eigene Flieger zu chartern.

    "Lohnt" - die haben eine Grundlast von 50 Fliegern pro Tag für unsere Region.

    Dabei machen sie auch noch Verluste, aber die Transportkapazität ist ihnen sicher.

    Mal sehen was passiert, wenn deren Wachstumsphase abgeschlossen ist und die Geld verdienen wollen.