Es ist ein amerikanisches Startup und die wollen per Definition an die Börse und fett Geld in möglichst kurzer Zeit machen. Und das Öl des 21 Jahrhunderts sind nunmal Daten. CF weiß wo wir surfen (weil ja alle 1.1.1.1 für DNS benutzen)
Das wird heißer gekocht, als es gegessen wird.
Zunächst gibt es die Cloudflare Germany GmbH - d.h. US Behörden dürften recht eingeschränkten Zugriff auf die deutsche Anycast Infrastruktur für Resolver und CDN / Proxy haben. Dann gibt es die Privacy Policy [1], die mir sehr gut erscheint. Hier ist es sinnvoll nach Public Resolver Users zu suchen.
Auch auf der Website des Resolvers, wird nochmal dargestellt, wie persönliche Daten verarbeitet werden [2].
Zusätzlich ist auch [3] sehr lesenswert.
Warum fallen überhaupt Daten an?
Ganz einfach: der DNS Cache, der Records für eine gewisse Zeit vorhält und Performance Metriken.
Bei dem CDN / Proxy Produkt ist es Bestandteil des Produktes, dass Datenströme analysiert werden, um DoS Attacken abzuwehren. Dafür brauchen sie die Daten.
Außerdem ist CF einer der Orte, wo der Traffic unverschlüsselt vorliegt und wo es für US Geheimdienste möglich ist a) zu Schnorcheln und b) Dateien auszutauschen ohne TLS kaputt zu machen. Die US Behörden werden sich hüten diesen Laden zu schließen, weil er für die Geheimdienste sehr wertvoll ist. Also nix mit schnell mal umziehen.
Das gilt aber nur, wenn du die Wolke auch an hast. Hast du die Wolke deaktiviert, macht Cloudflare nur DNS.
Halbes Internet Down geht auch via: AWS Down; DECIX Down etc. pp. Dafür braucht man nicht Cloudflare.
Und an die Daten kommt man bei US Unternehmen manchmal mit, und manchmal ohne National Security Letter.
1: https://www.cloudflare.com/privacypolicy/
2: https://one.one.one.one/dns/
3: https://developers.cloudflare.com/1.1.1.1/commit…privacy-policy/