in Situationen in denen es brennt (sinnbildlich) kann man mit der Reihenfolge des Timing auch Mal anders sein.
Noch dazu fand ich es OK dass zuerst das Statement des CEO kam und nicht eine Absage von den sonst zuständigen der Posts für Aktionen.
Und wenn Du gerne als Journalist schreiben möchtest, dann hast Du sicherlich genügend Stoff was die ungerechte Verteilung der besagten Hardware betrifft, weil Hardware wegen KI Aufrüstung von mächtigen mit viel Geld massig aufgekauft wird.
Und als Journalist kann sich jeder Ausgeben. Für mich wirkt dies wie wenn jemand mit einem Socken-Puppen-Account schrieb, wenn es von einem User nur einen Beitrag gibt und gleich so den Hahn aufdreht.
Danke für die Rückmeldung.
Gerade in Situationen, in denen es brennt, ist Timing wichtig – da stimme ich ausdrücklich zu.
Aber Timing ersetzt keine Differenzierung.
Dass zunächst ein Statement der Geschäftsführung kam, halte auch ich für richtig. Ein CEO-Statement ist in einer angespannten Lage das angemessene Signal. Genau deshalb wiegt der Inhalt dieses Statements umso schwerer.
Was ich kritisiere, ist nicht das Wann, sondern das Wie pauschal.
Die dargestellte Lage betrifft unstrittig Hosting-, Server- und Infrastrukturleistungen.
Sie betrifft jedoch nicht Domains, Transfers, DNS oder reine Weiterleitungsdienste. Diese Differenzierung wäre sachlich korrekt gewesen – und sie wäre möglich gewesen, ohne den Ernst der Gesamtsituation zu relativieren.
Gerade in Krisenkommunikation gilt:
Präzision schafft Vertrauen. Pauschalität schafft Verunsicherung.
Zum zweiten Punkt:
Ja, die ungerechte Verteilung von Hardware durch KI-Aufrüstung kapitalstarker Akteure ist ein reales und relevantes Thema – und eines, das journalistisch aufgearbeitet werden muss. Das ändert jedoch nichts daran, dass nicht jede Folge dieser Entwicklung jedes Produktsegment gleichermaßen betrifft. Beides gleichzeitig klar zu benennen, ist kein Widerspruch, sondern journalistische Sorgfalt.
Zum persönlichen Unterton am Ende möchte ich ebenfalls klar Stellung beziehen:
Zitat„Und als Journalist kann sich jeder ausgeben … Socken-Puppen-Account …“
Sachliche Kritik an Inhalten ist legitim.
Die Infragestellung der Person statt des Arguments ist es nicht.
Ob jemand Journalist ist oder nicht, entscheidet sich nicht an der Anzahl seiner Forenbeiträge, sondern an der Qualität, Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit seiner Argumente. Wer stattdessen auf Motive oder Identitäten zielt, weicht der Sachebene aus.
Ich stehe mit meinem Namen, meiner beruflichen Tätigkeit und meiner Argumentation hinter dem Gesagten. Wer anderer Meinung ist, darf das gern sein – aber bitte inhaltlich.
Denn genau das unterscheidet Debatte von Abwertung.
Und ansonsten gilt auch in Deinem Falle.
Schlechte Argumente bekämpft man am besten, indem man ihre Darlegung nicht stört. (Sir Alec Guinness)
In diesem Sinne wünsche ich auch Dir einen schönen Tag. Im Gegensatz zu Dir habe ich jetzt aber den Artikel zu schreiben...