Beiträge von terence

    IPv6 ist so gut, dass man es sogar als einziges Protokoll verwenden kann, wenn man es mit NAT64 auf IPv4 übersetzt... Was haltet ihr von der neuen kaiserlichen Garderobe? Fantastisch, oder?

    Mein Internetanschluß verwendet einen DS-Lite-Tunnel und hat daher nur eine öffentliche IPv6-Adresse. IPv4-Traffic muss also so oder so irgendwie übersetzt werden. Da bevorzuge ich NAT64 gegenüber AFTR+CGNAT.

    Was verwendest Du?

    Hatte ich noch vergessen: Alternativ zum eigenen NAT64-Gateway kann man natürlich auch eins von den öffentlichen verwenden, sofern man dem Anbieter vertraut. Dazu muss man einfach nur die entsprechenden DNS-Server eintragen, die für IPv4-only Domains dann IPv6-Adressen generieren, welche zum NAT64-Gateway führen.

    Das sieht beispielsweise so aus:

    Code
    # Ohne DNS64:
     ➤ host github.com
    github.com has address 140.82.121.3
    
    # Mit DNS64 von nat64.net
     ➤ host github.com 2a01:4f9:c010:3f02::1
    github.com has address 140.82.121.4
    github.com has IPv6 address 2a01:4f8:c2c:123f:64:5:8c52:7904
    github.com has IPv6 address 2a00:1098:2b::1:8c52:7904
    github.com has IPv6 address 2a01:4f9:c010:3f02:64:0:8c52:7904

    Dies ist die Web-Seite: https://nat64.net

    Dort gibt es auch eine Übersicht anderer Provider: https://nat64.net/public-providers

    Was verwendest Du?

    Das ist eine Standardinstallation von OpenBSD ohne weitere Drittsoftware. Läuft auf einem Piko G11s.
    Meine Client-Rechner verbinden sich via Wireguard mit dem Server. NAT64 macht der Paketfilter pf und für DNS64 ist unbound zuständig.

    ... nur mal so als Datenpunkt... ich hatte eigentlich vor (testweise) für einige Zeit den Spieß umzudrehen und IPv6 only aus Client-Sicht zu betrachten.

    Ich habe recht schnell (subjektiv) den Eindruck gewonnen, dass das Internet ohne CGNAT ziemlich zusammegeschrumpft ist...

    Mir war nicht bewusst, wie viele - auch prominente - Dienste im Internet IPv4 only sind... vom Wetterbericht, über Banken, Versicherungen bis hin zu Steam & Co...

    Ja, das ist ein spannendes Experiment. :)
    Meine Rechner Zuhause laufen seit einem oder zwei Jahren IPv6-only. Das geht aber nur, weil ich bei netcup ein NAT64-Gateway aufgesetzt habe, damit ich IPv4-only-Seiten erreichen kann. YouTube hat zum Glück IPv6, so dass die Videos keinen Umweg nehmen müssen. :) Dito die Mediatheken von ZDF und ARD. Irgendwelche Applikationen, die fest verdrahtete IPv4-Adressen verwenden, sind mir noch nicht untergekommen, soll es aber geben. Das ist dann doof und sollte von den Entwicklern gefixt werden.

    was gaebe es noch was nicht mehr gehen koennte?

    Hier gibt's eine Liste dazu... https://whynoipv6.com/


    Ich werde den Serverbetreiber mal anschreiben und ihn darauf hinweisen. Zwar macht mir der Traffic in der Praxis nichts aus, anderen aber vielleicht schon, da er vermutlich auf das Trafficvolumen angerechnet wird.

    Sollte sowas nicht eigentlich standardmäßig von netcup rausgefiltert werden? Ich finde es ja auch komisch, dass mein IPv6-only-Server IPv4-Traffic bekommt. Würde ich nun auch nicht unbedingt erwarten.

    73 GB finde ich heftig. Laut KI ist das Audio:

    Zitat

    239.255.77.77:4100 carries audio stream traffic from Scream, an open-source Opus audio receiver and server used for low-latency audio over IP networks.

    Scream sends Opus-encoded audio via UDP multicast to this group address (in the 239.0.0.0/8 organization-local multicast range) and default port 4010 (your 4100 may be custom). Receivers join the group to play live audio, like in remote desktop, gaming, or VoIP setups over LAN.


    Ja, Brodcast und Multicast kommt auch beim Interface an, wenn es keine IP-Adresse zugewiesen hat.

    Da bei meinem IPv6-only-Piko IPv4-Multicast-Traffic (UDP) ankommt, habe ich versucht, diesen mit der neuen netcup-Firewall zu blockieren. Bisher aber leider vergeblich.

    Mit folgendem Test-Regelwerk kommt der Traffic immer noch an, obwohl doch eigentlich sämtlicher eingehender UDP-Traffic blockiert werden sollte, oder nicht?

    Spoiler anzeigen
    netcup Mail block (Default Policy) - blocks outgoing SMTP (Mail) traffic
    Beschreibung Typ Aktion Protokoll Source(s) (IPs / Netzwerke) Source Port(s) Destination(s) (IPs / Netzwerke) Destination Port(s)
    drop outgoing SMTP AUSGEHEND DROP TCP * * * 25
    drop outgoing SMTPS AUSGEHEND DROP TCP * * * 465
    drop outgoing submission AUSGEHEND DROP TCP * * * 587


    Beschreibung Typ Aktion Protokoll Source(s) (IPs / Netzwerke) Source Port(s) Destination(s) (IPs / Netzwerke) Destination Port(s)
    allow incoming ICMPv6 EINGEHEND ACCEPT ICMPv6 * * * *
    block incoming icmp (ipv4) EINGEHEND DROP ICMP * * * *
    TEST: drop all incoming UDP EINGEHEND DROP UDP * * * *
    Beschreibung Typ Aktion Protokoll Source(s) (IPs / Netzwerke) Source Port(s) Destination(s) (IPs / Netzwerke) Destination Port(s)
    Drop all EINGEHEND DROP ANY * * * *
    Accept all AUSGEHEND ACCEPT ANY * * * *

    Ich habe auch schon versucht, konkrete IPv4-Adressen anzugeben, die mir tcpdump ausgibt und auch komplette Adressbereiche, aber der Multicast-Traffic kommt immer durch.

    Genauso verhält sich auch mit einem anderen Server, der eine IPv4-Adresse zugewiesen hat. UDP-Pakete, die ich direkt an diese IPv4-Adresse schicke, werden wie erwartet blockiert, aber die Multicast-Pakete laufen weiter munter rein.

    Ich habe daher den Eindruck, dass man Multicast mit der Firewall nicht blockieren kann (im Wiki habe ich keinen Hinweis dazu gefunden). Oder habe ich noch irgendwo einen Fehler drin?

    Ich habe mir mal die Preise der beiden Produkte RS 4000 G12 Pro und RS 4000 G12 Ultra des heutigen Deals genauer angeschaut.

    Die KI rechnet das so:

    Frage:

    Wenn bei einem VPS-Provider ein Server mit 12 Kernen, 32 GB RAM und 2 TB SSD einen Preis von 31,63 Euro hat, wie teuer wäre dann einer mit 14 Kernen, 48 GB RAM und 2 TB SSD?

    Antwort:

    44,27€ / 31,63€ ergibt einen Faktor von ca. 1,4