Beiträge von KB19

    oder verstehe ich das falsch und munin-limits benachrichtigt sofort?

    Ja, das verstehst Du falsch. Munin benachrichtigt genauso oft, wie munin-cron läuft. Das ist standardmäßig alle fünf Minuten der Fall, dabei wird dann u.a. munin-update und eben munin-limits durchlaufen.

    Zum Aktivieren der Benachrichtigungen siehe die auskommentierten contact Zeilen in der Datei /etc/munin/munin.conf. Eine minimale Benachrichtigungsfunktion kann z.B. so aussehen, wenn man einen lokalen Mailserver laufen hat:

    Code: munin.conf
    contact.foobar.command mail -s "Munin Notification" -a "From: example.net <user@example.net>" "admin@example.org"
    contact.foobar.always_send critical

    Natürlich sollte man dafür auch entsprechende Warnschwellen haben. Zahlreiche Plugins sind dafür bereits vorkonfiguriert oder bieten Möglichkeiten, es über /etc/munin/plugin-conf.d zu überschreiben. Alternativ kann man die Schwellen auch direkt am Master für einzelne Hosts/Plugins überschreiben:

    Code: munin.conf
    [fqdn.example.net]
    address fqdn.example.net
    
    postfix_mailqueue.corrupt.warning  1
    postfix_mailqueue.corrupt.critical 2

    […] und einen SIEVE-Filter genau dafür erstellen.

    Falls Du die Reject-Action von Sieve meinst (und sofern die bei netcup überhaupt aktiv ist): Ich wäre da lieber vorsichtig, ob diese Nachrichten dann wirklich schon während dem SMTP-Dialog abgewiesen werden. Meistens werden die Mails nämlich schon vorher angenommen, landen in einer lokalen Queue und erst danach erfolgt der finale Zustellversuch an den LDA (z.B. Dovecot), durch den die Sieve-Regel ausgeführt wird. Sollte es dort dann zu einem Reject kommen, würde man Bounce-Nachrichten generieren was schnell in Backscatter endet!

    Was hingegen harmlos ist: Eine Sieve-Regel, die bestimmte Mails verwirft, also einfach ungelesen löscht. Dabei nimmt sie der Mailserver aber natürlich trotzdem an, was oftmals nicht gewünscht ist.

    […] gibt es einen Grund warum bei netcup die IPv6 Records nicht per default mit angelegt werden und der User das bei Bedarf manuell separat machen muss? )

    Das musst Du netcup fragen ^^

    Vielleicht vermuten sie erhöhten Supportaufwand, weil IPv6 bei manchen Dingen immer noch nicht 100% angekommen ist?

    habe ich irgendeinen Benefit aus Seitenbetreibersicht, wenn ich IPv6 enabled habe? Oder würde das nur theoretisch "bessere Konnektivität" für manche Seitenbesucher bedeuten?

    Nutzer die nur IPv6 haben (oder mit defekter IPv4-Anbindung) könnten Deine Seite sonst nicht erreichen. Ist hierzulande zwar selten der Fall, aber ich persönlich würde IPv6 (im Sine von AAAA-Records) schon einrichten, wenn es geht. Das ist die Zukunft, auch wenn sie nur grottenlangsam näher kommt. :D

    Sehe ich das richtig, dass ich im SCP nur die CPU-Auslastung einsehen kann? Wenn mich die RAM-Auslastung interessiert, muss ich ein externes Monitoring installieren?

    Ja, weil das Hostsystem (ohne extreme Verrenkungen) gar nicht weiß, wie viel RAM wirklich belegt ist. Linux belegt durch diverse Caches meistens fast den ganzen RAM, den es bei Bedarf einfach wieder frei gibt. Von außen erkennt der Host aber nur schwer, ob das jetzt wirklich genutzter RAM oder nur Cache ist.

    Wenn ja: Empfehlung für ein schlankes (und einfach zu installierendes) Monitoring mit visueller Schnittstelle?

    Soll es etwas Grafisches (für den Browser) ausspucken oder auf dem Terminal dargestellt werden?

    Für den Browser schließe ich mich der Empfehlung von aRaphael an. Munin ist relativ simpel und schnell aufgesetzt.

    Falls das ein Kunde mit einem Storage Space liest: Wie viele Inodes hat man dort zur Verfügung?

    Bzw. mit welcher Blockgröße arbeitet das System? 4k oder ein anderer Wert?

    chown kannst Du beim Webhosting sowieso nicht ausführen. Das ist aber auch nicht notwendig, weil der SSH/FTP User sowieso identisch ist mit dem, der die PHP-Prozesse ausführt. Also einfach überspringen...

    Ansonsten sehe ich da keine großen Stolpersteine in der Anleitung. Was hast Du denn genau versucht, um Composer zum Laufen zu bekommen? Welche exakten Befehle hast Du ausgeführt und was für Fehlermeldungen traten dabei auf?

    Aktiv sind die Records allerdings weiterhin.

    Dann soll sie ein Techniker halt direkt aus dem Zonefile (oder wie auch immer die dort gespeichert werden) auslesen und Dir per Mail zukommen lassen. Das ist doch wohl nicht zu viel verlangt? Das klingt nach 2-3 Minuten Zeitaufwand :|

    Das tritt nur bei Domains mit aktivierten DNSSEC auf, oder?

    So wie dieser Bug geschildert wird, klingt das nach einer ganz anderen Geschichte. Ich persönlich bezweifle, dass das (nur) mit DNSSEC zusammenhängt.

    Wenn ich meine Notizen richtig interpretiere, sollte das seit ca. 2017 so funktionieren:

    Code: sshd_config
    AuthenticationMethods publickey,keyboard-interactive:pam

    Wenn für den Account kein TOTP konfiguriert wurde, sollte es ohne funktionieren. Zitat meiner Notizen: "Greift nur, wenn es für den Account aktiv ist."

    Außer meine damaligen Notizen sind veraltet. Ich habe das zuletzt bei Debian 10 gebraucht… EDIT: Funktioniert auch bei Debian 11 noch.

    Soweit ich weiß kann man PAM so konfigurieren, dass einige Dinge nur bei bestimmten Gruppen (nicht) ausgeführt werden. Wenn die entsprechenden Accounts dann gar kein Passwort haben, ist sowieso nur ein Login mit Keyfile möglich.

    Ich habe aber leider kein Beispiel parat, da ich das offenbar nicht in mein internes Wiki geschrieben habe. Ich muss morgen mal schauen, wie ich das damals auf einem bestimmten System gelöst habe.

    […] und möchte auf einer meiner Domains open_basedir so einstellen, dass der übergeordnete Ordner freigegeben wird.
    Leider kann ich im WCP nur per Dropdown aus zwei Vorschlägen auswählen.
    Kann man das nicht manuell editieren?

    Leider nicht, Du hast beim Webhosting nur die Wahl zwischen dem Dokumentenstamm (/httpdocs/engelsystem/public) oder dem ganzen Webspace (/).

    Des Weiteren wundere ich mich auch über den Composer im WCP.

    Du kannst alternativ auch über SSH zugreifen, dort solltest Du Composer selbst installieren und verwenden können.