Beiträge von netsch1967

    Nicht aus dem Nichts. Sie werden auf die Standard IPv6 deines Servers geroutet, also das mitgelieferte /64 Prefix + EUI-64 Interface-ID. Ausgehend einfach übers Default Gateway. Steht auch alles im Wiki.

    ...und das mitgelieferte /64 Präfix liegt am Interface eth0 an?
    Wiki - Könnte man auch beim großen Hahn finden, oder?

    Die Frage macht so keinen Sinn. Du legst vom zusätzlichen Subnetz nichts auf eth0. Du benutzt die Adressen einfach für die Container, aktivierst IP Forwarding und sorgst für ein sauberes Firewall und Routen Setup. Besonders die Firewall ist wichtig, das Netz hängt frei im Internet.

    Das heißt, die Daten kommen aus dem Nichts und landen im Docker Container?

    Ein geroutetes Subnetz für genau diesen Fall gibt es bei Netcup in Form eines zusätzlichen /64. Das nutze ich auch dafür, das geht absolut einwandfrei.

    Ich bin ein großer Freund von IPv6 Only. Ist die Zukunft vom Inet.

    Wenn das bei Netcup kein geroutetes IPv6 ist, was haben die dann da für eine dusslige Lösung gebastel?

    Warum zerbreche ich mir dann eigentlich den Kopf, wenn es von Netcup eine einfache Lösung gibt -

    Wo und wie und für was bekommt man das?

    Komisch, ich dachte immer die nutzen LXC, LXD oder Virtuozzo.

    Nun, I0N0S war mal einunseins und die gibt es nicht erst seit gestern -

    Es war nun mal üblich die vielen kleinen VPS unter Docker anzubieten (512MB, 10GB).

    Was meinst du mit IP zurückgeben?

    Vergiss es, was Blödsinn :(



    Das Ding mit der IPv6 direkt zum Container.... Da hatte mich ein "VPS" von I0N0S drauf gebracht. Die lassen ihre "miniVPS" unter Docker laufen.
    Also muss es doch eine Möglichkeit geben EINWANDFREI über IPv6 Internet<-->Container zu arbeiten.

    Jetzt fehlt noch das I-Tüpfelchen, dass der Container die IPv6 zurück gibt, mit der er angesprochen wurde.

    Wenn du Endpunkte über IPv6 miteinander reden lässt, fließen die Daten nicht durch den VPN Tunnel. Der überträgt ausschließlich IPv4 Daten. Lass dich nicht vom IPv6 Endpunkt täuschen. Die Payload im Tunnel ist ausschließlich IPv4.

    Heißt auch: Wenn du Daten über IPv6 erfolgreich übertragen kannst, sind die Dienste direkt im Internet verfügbar und für die ganze Welt aufrufbar.

    Die Protokolle sagen aber etwas anderes -
    Und wenn es direkt im Inet verfügbar wäre, wozu dann VPN -

    Du vermisst da etwas?
    Address = 10.1.1.2/32, fd32::/128

    nein, wenn die tunnelendpunkte kein IPv6 haben kannst da kein IPv6 drüberrouten!

    Confi Client:

    [Interface]

    PrivateKey = blablabla

    Address = 10.1.1.2/32

    DNS = IPv6

    [Peer]

    PublicKey = blablabla

    PresharedKey = blablabla

    AllowedIPs = ::/0

    EndPoint = IPv6.domain.de:123456

    Confi Server:

    [Interface]

    Address = 10.1.1.1/24

    ListenPort = 123456

    PrivateKey = blablabla

    [Peer]

    PublicKey = blablabla

    PresharedKey = blablabla

    AllowedIPs = 10.1.1.2/32

    Und was darf jetzt nicht funktionieren was doch funktioniert?

    Wie gesagt, das Vorgehen erlaubt es dir nicht, festzulegen, welche IP dein Container ausgehend benutzt. Bei TCP Verbindungen wird die Antwort vermutlich mit der IP gesendet, über die die Anfrage reinkam. Aber bei verbindungslosen Daten oder Verbindungsaufbauten aus dem Container heraus, wird die Standard-IP des Servers benutzt.

    Das kann man ja gezielt steuern, an welche IP ein Server sich klemmt.

    Letztendlich ist das die simpelste Lösung für den ersten Beitrag/Frage von mir.

    Von dir geschildertes Problem läßt sich dann noch weiter lösen.

    Hier nun die "Quicky" Version um Docker Container über IPv6 Only aus dem /64 Block exclusive zugänglich zumachen.

    Diese Lösung ist "noch nicht ganz sauber", d.h. für ausgehende Verbindungen wird zufällig eine der IPv6 von ETH0 genommen. Läst sich dann aber über IP6TABLES weiter einstellen. Zu empfehlen ist auch, dass auf dem Host nichts auf Port 80 und 443 läuft.

    Datei erstellen --> /etc/network/interface.d/60-docker-ipv6-init.cfg

    iface eth0 inet6 static

    address Präfix:1234:1234:1234:1111/64

    gateway fe80::1

    iface eth0 inet6 static

    address Präfix:1234:1234:1234:2222/64

    gateway fe80::1

    Firewall UFW einstellen:

    • ufw allow from any to Präfix:1234:1234:1234:1111 port 80
    • ufw allow from any to Präfix:1234:1234:1234:1111 port 443
    • ufw allow from any to Präfix:1234:1234:1234:2222 port 80
    • ufw allow from any to Präfix:1234:1234:1234:2222 port 443

    Docker Container initialisieren und starten:

    • docker run -d --name test1 -p Präfix:1234:1234:1234:1111:80:80 -p Präfix:1234:1234:1234:1111:443:443 -v /docker/test1/html:/usr/local/apache2/htdocs httpd
    • docker run -d --name test2 -p Präfix:1234:1234:1234:2222:80:80 -p Präfix:1234:1234:1234:2222:443:443 -v /docker/test2/html:/usr/local/apache2/htdocs httpd

    Ja, aber bei dir zu Hause haben sie IPv6 Adressen vom Internetzugang, auf dem VPS vom /64. Du tranferierst die Adressen nicht durch den Tunnel.

    Wir haben uns am Anfang etwas falsch verstanden oder ich habe es nicht so deutlich geschrieben.

    Einige meiner VPS sind exclusive per VPN ins Heimnetz eingebunden.

    Exclusive heißt hier, dass Alles in der Firewall zu gemacht ist und raus kann nur was explizit erlaubt ist, was für VPN lebensnotwendig ist.

    Der Zugriff auf das Internet erfolgt nur über den VPN und das lokale Netz.

    Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann dürften meine anderen GPU Server auch nicht funktionieren.

    Du tunnelst also IPv6 über IPv4? echt jetzt?

    welche IPv6 hat Dein VPN-client? aber selbst wenn Du zwei IPv6 netze übern tunnel zusammenschaltest brauchst im tunnel wenigstens eine IPv6 ULA, mit einem 10er IPv4 wird das nicht funktionieren.

    Also funktioniert alles, aber es dürfte eigentlich nicht funktionieren -

    Beide VPN haben auf jeder Seite eine IPv4 10.xxx. Für das was da drüber geht vollkommen irrelevant.

    Bei Wireguard ist die Einrichtung so easy geworden, dass alles andere keinen Sinn mehr gemacht hat.

    Auch die Performance verliert bei dem VPN vielleicht <1% an Speed.

    Das geht technisch auch nicht. IPv4 und IPv6 können nicht direkt miteinander reden.

    Bislang hatten alles Positionen, an denen ich LTE genutzt hatte, IPv6 Unterstützung. Aber leider waren einige darunter, bei denen IPv4 Only Server nicht erreicht werden konnten. Aber das ist ein anderes Thema und nur einer der Auslöser, warum ich mich für IPv6 Only entschieden habe.


    Dafür gibt es eben den ndppd. Das allein reicht aber nicht. Siehe die Threads, die ich oben verlinkt habe, es gibt weitere über die Suche.

    NDPPD ist einfach viel zu umständlich bei der Einrichtung. Daher habe ich eine einfache Lösung gesucht und im Netz gefunden.

    Leider nein. Es gäb einiges zu berichten. Neue Programmiersprachen, Ausbilder, Game Jams, Hackerteffs, IHK Prüfer, Storchenretter. Aber meistens kommt man halt doch nicht dazu 🤷‍♂️

    Hackertreffs? Das gibt es noch?
    War vor Jahren das letzte mal auf einem CCC.

    Dann noch mal die Bitte nach konkreten Konfigurationsbeispielen. Was genau hast du da gemacht? Vielleicht ist das eine Lösung auch für andere Problemstellungen.

    Ja, das meinte ich. Du nutzt das /64 nicht im Tunnel. Dein Setup ist trivial, das muss funktionieren. Spannend wird es ja, wenn auch die andere Seite des Tunnels Adressen aus dem mitgelieferten /64 nutzen soll, z.B. um Geräte ohne IPv6 Anbindung über VPN mit IPv6 Adressen zu versorgen. Das geht aber nicht, wie beschrieben.

    Zu deinem ersten Punkt: Kann ich Morgen mal machen.

    Habe FHEM in einem Container auf einem VPS mit IPv6 only laufen.
    FHEM ist per IPv6 aus dem Heimnetz erreichbar.
    FHEM steuert auch Geräte im Heimnetz über IPv6.
    Meinstest du etwa soetwas?

    Ob es geht Geräte ohne IPv6 nur mit IPv4 anzusprechen - Kann ich nicht sagen, da nicht getestet.

    Die Geräte haben hier alle IPv6.

    Mein anderes VPN als Werbeblocker Container läuft auch exclusive über IPv6.

    Es wird bei "wieistmeineip.de" die IPv6 vom Container und die IPv4 vom Host angezeigt.

    Da alle Firewall Regeln aber IPv6 only sind, wird da nix mit IPv4 möglich sein.
    Hatte aber noch nie Probleme. Eher umgekehrt, als ich noch VPN Werbeblocker mit IPv4 only hatte.
    Einige LTE Netze haben da kein Routing IPv4 --> IPv6 gemacht oder der Container war über IPv4 only erst garnicht erreichbar.

    Seit IPv6 only läuft alles bestens.
    Mir hatte nur der Punkt gefehlt, wie ich mehrere IPv6 aus einem /64er auf mehrere Container bekomme.

    Klar, ein Network unter Docker mit automatischer IPv6 Zuweisung aus einem /64er Block wäre "schöner" gewesen.

    Aber woher sollen die Switche von Netcup wissen, zu welchem Interface(eth0) sie die IPv6 Anfragen schicken sollen, wenn diese nicht dem Interface zugeordnet sind.

    EDIT:
    Ab Morgen gibt es ja wieder ein paar Angebote. Dann werde ich wieder ein paar VPS zum Testen aufsetzen.

    Vielleicht können wir dann zu Punkt 1 kommen.

    Durchaus nicht. Aber nachdem wir hier alle freiwillig helfen können wir uns aussuchen wo und wem wir helfen.

    Bin ganz auf deiner Seite.

    Nach deinem ersten Posting hatte ich keine Lust zu antworten.

    Die Lust hat aber bis dato gereicht um an der Frage vorbei zu schreiben.
    Sehr interessantes Vorgehen -

    Bisschen hart, aber ja, bei solch einem Tonfall hilft man halt nicht sonderlich gerne 🤷‍♂️

    Aber davon nutzt du sie ja nicht im Container, vor allem nicht abgehend

    Wenn ich mich auf die Console vom Container verbinde und über curl die Seite "wieistmeineip.de" aufrufe, bekomme ich die IPv6 angezeigt, die ich dem Container zugewiesen habe. Was nutzt da jetzt wer nicht wie?


    Das ist weit weg von der Nutzung weiterer Adressen für deine Container, vor allem auch, wenn du Dienste über IPs trennen willst. Das geht so nicht ohne weiteres.

    Also vier Container haben vier getrennte IPv6 für Input und Output. Was will ich jetzt mehr?


    Das Setup in der Firewall wird so sehr komplex.

    Mit UFW ist das eine Zeile pro IPv6.

    Nein, funktioniert nicht, aus den beschriebenen Gründen.

    "Soll wohl...." sollte heißen, dass mir Netcup mit geteilt hat, dass es wohl funktionieren kann, aber sehr komplex in der Einrichtung ist und sie raten mir davon ab.

    Ausprobiert und auseinander gestzt damit habe ich mich nicht.

    Wo genau verwendest du das? Wieder die Bitte nach Beispielen, zeige mal eine beteiligte Wireguard Config Datei.

    Der VPN ist über eine IPv6 erreichbar. Im Tunnel wird ein 10er Netz genutzt. Alles hinter dem VPN, also das was ich erreichen möchte, liegt wieder im /64er vom Host.

    Eigentlich alles recht simple :)