Alles anzeigenMan möge mir verzeihen, aber ich möchte dich jetzt nicht durcheinander bringen, da du alles auf vmbr0 konfiguriert hast.
Wir machend das jetzt kurz und schmerzlos, hier komplett IPv4-NAT und IPv6 mit zusätzlichen Subnet als tutto-completti (ist jetzt leider ein halber "Doppel-Post").
Dann ist das mit den Interfaces wohl dann hoffentlich klar(er):
Disclaimer: Das ist meine Lösung und ggf. nicht DIE Lösung für IPv4(NAT)/IPv6-Funktionalität in Verbindung mit Proxmox.
Das Ganze basiert auf dem aktuellen Proxmox in der Version 8.2, daher sollten die Interfaces vmbr0 und ggf. vmbr1 bei dir entsprechend vorhanden sein.
Voraussetzung:
Der Proxmox hat über vmbr0 regulär bereits IPv4 (Public) und IPv6 konfiguriert (mit dem Inklusiv-IPv6-Subnetz)
IPv4 per NAT IN and OUT:
Step 1:
Wir legen auf dem Node ein neues Interface als Linux-Bridge an und vergeben dort eine IPv4/CDIR. Beispielhaft nutzen wir das Netz 192.168.1.0/24 und vergeben hier die 192.168.1.1.
Step 2:
In der /etc/network/interfaces fügen wir nun unter der IPv4-Sektion der vmbr1 folgendes ein, damit kommen wir anschl. per NAT schonmal raus.
Codepost-up echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward post-up iptables -t nat -A POSTROUTING -s 192.168.1.0/24 -o vmbr0 -j MASQUERADE post-down iptables -t nat -D POSTROUTING -s 192.168.1.0/24 -o vmbr0 -j MASQUERADE post-up iptables -t raw -I PREROUTING -i fwbr+ -j CT --zone 1 post-down iptables -t raw -D PREROUTING -i fwbr+ -j CT --zone 1
Möchte ich eingehenden Datenverkehr per Port-Forwarding weiterschubsen, dann muss folgendes ebenso hinzugefügt werden:Codepost-up iptables -t nat -A PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport <PORT> -j DNAT --to <IP:PORT> post-down iptables -t nat -D PREROUTING -i vmbr0 -p tcp --dport <PORT> -j DNAT --to <IP:PORT>Ja, das vmbr0 ist korrekt und muss hier für jeden Service explizit immer hinzugefügt werden.
System anschließend neustarten.
Step 3:
Bei den LXC/VM erstellt man nur noch ein Netzwerk-Interface, was an die vmbr1 angeschlossen ist.
Hier nun eine beliebige IPv4 aus dem beispielhaft genutzten 192.168.1.0/24 vergeben. Als IPv4-Gateway geben wir die auf der vmbr1 angelegte IPv4 (hier: 192.168.1.1) an.
FERTIG
IPv6 mit zusätzlichem Subnet:
Step 1:
Zusätzliches IPv6-Subnet bei Netcup bestellen und dem Server zuweisen
Step 2:
- Aus dem gebuchten, zusätzlichem IPv6-Subnet müssen wir uns nun eine IPv6-Adresse als "Gateway-IPv6" reservieren (im folgenden GW-IPv6 genannt)
- Gleichzeitig haben wir nun im SCP beim zusätzlichem IPv6-Subnetz auch eine von Netcup vorgegebene "Routing/Gateway-IPv6" erhalten. Diese sehen wir im SCP beim Server im Bereich Netzwerk (da wo man die IP-Adressen setzt). Diese nenne ich im folgenden Routing-IPv6
Step 3:
In der /etc/network/interfaces fügen wir nun unter der IPv6-Sektion der vmbr0 folgendes ein:
Code
Codepost-up ip -6 address add <ROUTING-IPv6>/128 dev vmbr0 down ip -6 address del <ROUTING-IPv6>/128 dev vmbr0Step 4:
Im der Proxmox-GUI auf dem Node konfigurieren wir nun die vmbr1 und vergeben dort unter "IPv6/CDIR" die unter Step 2 genannte GW-IPv6.
Step 5:
In der /etc/sysctl.conf entkommentieren wir noch folgende Zeile (also # weg machen)
Code
That`s it und Reboot. Fertig ist die Laube.
Bei den LXC/VM erstellt bzw. nutzt man nur noch ein Netzwerk-Interface, was an die vmbr1 angeschlossen ist (Siehe IPv4-Abschnitt)
Hier nun eine beliebige IPv6 aus dem zusätzlichen IPv6-Subnetz vergeben. Als IPv6-Gateway geben wir die auf der vmbr1 angelegte GW-IPv6 an
Ich hatte mich damals gar nicht richtig bedankt: Deine Lösung funktioniert wunderbar!
Weil ich damals noch etwas unfirm war, hatte ich es wegen eines Unverständnis nicht direkt hinbekommen und dann etwas liegen lassen. Ich hatte Deinen Post nochmal gesehen und mich für Deine Mühe und natürlich die Lösung bedanken!