Beiträge von NaN

    diakonische Maßnahmen

    Dein Wort in Gottes Ohr. Wahrscheinlich hat Netcup aber einfach keine echte Wahl: Der DMCA lässt dem Hoster meines Wissens nur die Möglichkeit, selbst die Verantwortung für den Inhalt zu übernehmen oder ihn unverzüglich nach Kenntniserlangung zu sperren. Bei einem Dienst wie Youtube kann man das auf der Ebene der beanstandeten Dateien machen, aber bei einem Server, auf den Netcup keinen inhaltlichen Zugriff hat, bleibt nur abschalten. Umgekehrt reicht es nach dem DMCA m.M.n. aus, dem Hoster mitzuteilen, dass man der Beanstandung widerspricht, damit der Server wieder angeschaltet werden kann. Der Reseller würde dadurch aber seinerseits die Verantwortung für den Inhalt übernehmen, und das ist vielleicht keine so gute Idee.

    Ich würde ehrlich gesagt erwarten, dass Leute, die für andere kommerziell Inhalte hosten, Vorkehrungen für den Fall treffen, dass Server von jetzt auf gleich "verschwinden". Ob ein Rechenzentrum brennt, Kupferdiebe an drei Stellen gleichzeitig Glasfasern mitnehmen oder eine KI eine DMCA-Takedown-Notice verschickt, spielt doch eigentlich keine Rolle. Beim DNS kennt man sogenannte "Hidden Primaries". So ähnlich verstehe ich das Konzept eines "Opfer-Servers" von Win98SE4ever: Also dass der eigentliche Server gar nicht öffentlich in Erscheinung tritt.

    Steht eigentlich alles in der ausführlichen Fehlermeldung: Der PTR-Record ist noch der Default-Wert, und das darf nach Policy von GMX nicht sein. Der PTR-Record kann natürlich nur für eine Domain gesetzt werden*, aber mehr ist auch nicht verlangt. Der PTR-Record soll eine Domain sein, die auf den Mailserver auflöst, und eben keine Default-Domain. Es kann auch verlangt werden, dass der Domainname nicht zu viele Punkte enthält. Die Empfänger wollen, dass du über den PTR-Record verfügen kannst, um zu signalisieren, dass das dein Server ist.

    *) strenggenommen gehen auch mehrere, aber wie gesagt: Ist nicht verlangt.

    Die Borg führen ihre Konfigurationsdateien aus.

    Wenn man so viele Hosts hat, dass man die .ssh/config aufteilen muss, sollte man die Hosts strukturiert benennen, und zwar andersherum als Domainnamen, z.B. verein1-foo, verein1-bar, verein2-ernie, verein2-bert, privat-bud01. Dann kann man sich auf komfortablen Systemen die relevanten Namen durch eine kurze Eingabe und Autocompletion mit Tab-Tab schnell auflisten lassen.

    Versuch's damit:

    Code
    Host bud.example.com 192.0.2.211
        HostName 192.0.2.211
        User bud
        PubKeyAuthentication yes
        IdentityFile ~/.ssh/key/private.txt

    Der Pfad* muss stimmen, aber am Log siehst du, dass er deinen Key gar nicht versucht hat. Das liegt daran, dass der Eintrag in der Config nur zum Tragen kommt, wenn der Host stimmt.

    (Was da hinter Host steht sind keine IP-Adressen oder Domains, sondern Namen. Da kann auch meinvserver stehen, und dann kannst du dich mit ssh meinvserver einloggen, ohne bud@)

    *) Der Pfad wird relativ zum aktuellen Verzeichnis interpretiert, nicht relativ zum Verzeichnis der config-Datei. Wenn du beim ssh Aufruf in deinem Homeverzeichnis bist, ist .ssh/meinkey die gleiche Datei wie ~/.ssh/meinkey oder /home/bud/.ssh/meinkey, aber sonst nicht.

    Die Frage kann am Ende nur durch Gerichte entschieden werden.

    Als würde Heise sich das aus dem Hintern ziehen. Das siehst du nicht (mehr) vor Gericht weil das schon lange unstrittig ist. Verträge in allen Bereichen sind voll von nicht durchsetzbaren Klauseln, weil es mehr als reichlich Leute gibt, die sich von den wildesten Forderungen und Einschränkungen einschüchtern lassen. Man schreibt halt rein, was man will. Salvatorische Klausel dazu und fertig.

    Lager 1: Microsoft hat gesagt, was sie wollen, und dann ist das ist so.

    Lager 2: Heise als unabhängige Partei sagt, was die Rechtslage ist.

    Dafür, dass die Moderation dann den Thread mit dem Kommentar schließt, man könnte eine definitive Antwort nur vom Lizenzgeber oder einem Anwalt bekommen, habe ich kein Verständnis. Man fragt auch sonst nicht denjenigen, der von seiner Sicht profitiert, um eine Einschätzung, ob das so gilt oder nicht.

    Auf allen meinen Servern läuft Linux, nur um das mal klarzustellen. Windows habe ich, weil andere Windows haben. Trotzdem ist der Schwachsinn, der da gepostet wird, nicht akzeptabel.

    Auch wenn hier wiederholt anderen fälschlicherweise Rechtsbruch vorgeworfen wird, ohne das in irgendeiner Weise zu belegen, und versucht wird, die tatsächliche Situation zu verbergen, indem weiter FUD gepostet wird, steht die rechtliche Situation immer noch hier.

    Heise ist ein Fachverlag, hat einen Justiziar, der sicher über solche Beiträge drüberschaut, und beobachtet die rechtliche Situation zu EULAs schon seit Jahrzehnten. Wer sich lieber auf die "Bedenken" von Leuten stützen will, die kein Geheimnis daraus machen, dass sie lieber keine Windows-Installationen auf Netcup Servern haben wollen, darf dem FUD aber auf den Leim gehen.

    Wie schon erwähnt, steht alles relevante in dem Heise Artikel, auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen und Randbedingungen halluzinieren, die nicht existieren. Wer freiwillig anderes mit Microsoft vereinbaren und mehr Geld zahlen möchte als nötig darf auch das.

    kann durchaus auf sachlicher Ebene bleiben.

    Ich bin der einzige in dieser Diskussion, der irgendwas belegt hat. Das wird immer wieder ignoriert und einfach weiter FUD verbreitet, natürlich unbelegt, denn das sind ja nur "gerechtfertigte Bedenken". Das ist MAGA/AFD/BSW-Rhetorik: Man wird ja wohl eine Frage stellen dürfen, aber Gegenargumente sind nur mit amtlichem Dokument überhaupt erwägenswert. Sachlich geht anders.