Wenn ich durch Portverlegung die Angriffe auf 1% reduziere, dann reduziere ich (falls es überhaupt eine Lücke gibt) auch die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Angriffe erfolgreich ist um diesen Faktor.
Das absolut meiste, was auf Port 22 minütlich passiert, würde ich nicht als ernstzunehmenden Angriff bezeichnen. Das hat auf einem normal konfigurierten System ohne Trivialpasswörter Null Aussicht auf Erfolg. Für gezielte Angriffe auf bestimmte Lücken gibt es Datenbanken, aus denen auch dein SSH-Server mit alternativem Port abrufbar ist und die gleich die nötigen Informationen mitliefern, ob der Server in der wahrscheinlich vulnerablen Population ist oder nicht. Du reduzierst die Anzahl der Leute, die mal deine Klinke runterdrücken, um zu sehen, ob überhaupt abgeschlossen ist, aber für die Leute, die mit Plan und Werkzeug kommen, ist ein alternativer Port kein Hindernis. Die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs reduzierst du damit wenig bis gar nicht.