Beiträge von nexus

    Im Forum liest man ja immer wieder mal das DNSSEC bei netcup nicht wirklich läuft. Ist es dann empfehlenswert einen anderen NS für die Domains bei netcup zu verwenden?

    Absolut empfehlenswert. DNSSEC mit netcup-Nameservern ist sehr unzuverlässig. Ich kann stattdessen (wie auch einige andere hier im Forum) deSEC empfehlen.

    Zusätzlich ermöglicht DNSSEC die Nutzung von DANE/TLSA. Dann kann das TLS-Zertifikat der Webseite, des Mailservers, etc. über das signierte DNS überprüft werden (zusätzlich oder statt der CA). In der Theorie funktioniert das. In der Praxis musst du dir dafür meistens ein Addon für den Browser installieren, da DANE/TLSA von fast keiner Anwendung unterstützt wird.

    Hat mal jemand versucht, per API alle paar Tage die DNS Records zu aktualisieren (vorbeugend)? Das löst ja in der Regel das DNSSEC-Problem. Bei mir ist es eigentlich auch nur nach paar Wochen aufgetreten, wenn ich die DNS Records nicht bearbeitet hatte. Grundsätzlich funktioniert DNSSEC immerhin.

    RS 1000 G9.5 (am 18. April 2022 bestellt)

    Der Server nach einem Upgrade auf RS 2000 G9.5 (Nürnberg):

    Ich habe nur einen Nameserver deshalb kann ich von Netcup nicht wechseln. Dachte es ginge wenn ich noch einen NS Eintrag mache. Somit habe ich dann 4 NS Einträge für meine Domain (3 Netcup Server und 1 Meiner). Leider wird im Internet trotzdem nicht über meinen NS aufgelöst. Geht das gar nicht oder muss ich an meinem Bind9 Server noch was einstellen?

    Dein Nameserver und die von Netcup müssen für so einen Betrieb entsprechend eingestellt werden. Soweit ich weiß, unterstützt netcup das nicht. Also musst du selber mindestens 2 eigene Nameserver betreiben oder du findest einen Anbieter dafür (Secondary DNS).

    Also wenn man die Bitwarden Datenbank hat - kann man relativ leicht versuchen sie zu Brutforcen - John verfügt da über einen entsprechen Modus.

    Der Versuch ist einfach, der Erfolg bei sicherem Passwort schon deutlich schwieriger.

    Nehmen wir 12 Zeichen (Klein-, Großbuchstaben und Zahlen).

    Also 62^12 mögliche Passwörter.

    Laut schneller Suche im Internet könnten mit einem sehr schnellen Computer 2 Mrd. Passwörter pro Sekunde getestet werden. Nehmen wir 50 davon. Also 100 Mrd./Sekunde.

    62^12 / (100 * 10^9) = 3,23 * 10^10 [Sekunden]

    Das entspricht etwa 1024 Jahren.

    Je mehr Zeichen, desto länger. Das Risiko mit einem sicheren Passwort sollte wohl doch eher sehr gering sein.

    Problem: Server auf dem Bitwarden läuft macht die Grätsche / wird gehackt, der Bitwarden Service ist nicht verfügbar, man hat aber die Zugangsdaten zu Netcup im BW Vault gespeichert und kommt daher nicht in seinen Netcup Account um den Server zu fixen (= klassisches Aussperren). Zudem könnten da auch unbemerkt bei gehacktem Server Daten abfließen.

    Das wird kein Problem, weil Bitwarden alle Passwörter lokal in der App und im Desktop-Programm speichert. So kannst du Bitwarden ohne Probleme offline nutzen. Nur zum Synchronisieren wird eine Internetverbindung benötigt.

    Um ganz sicher zu sein, kannst du auch gelegentlich mal Backups machen/Vault exportieren: https://bitwarden.com/de-DE/help/export-your-data/

    1 212.19.45.33 212.19.45.33 0,31 / 0,37 / 0,32 0,33
    2 212.19.61.10 212.19.61.10 3,83 / 0,47 / 0,37 1,56
    3 82.98.102.20 82.98.102.20 0,79 / 0,74 / 0,70 0,74
    4 82.98.102.6 te0-0-2-1.c350.f.de.plusline.net 3,61 / 0,75 / 0,85 1,74
    5 80.81.195.166 ae3-1337.bbr02.anx25.fra.de.anexia-it.net 1,49 / 0,94 / 0,78 1,07
    6 144.208.208.140 ae1-0.bbr01.anx84.nue.de.anexia-it.net 4,40 / 3,94 / 3,98 4,11
    7 144.208.211.31 netcup-gw.bbr01.anx84.nue.de.anexia-it.net 4,16 / 4,08 / 3,88 4,04

    Hostnames mit Bestandteilen wie anx84.nue beim Traceroute klingen stark nach Server Standort in Nürnberg/Deutschland.

    Was hier immer noch keiner zu verstehen scheint: Auch wenn das Risiko für Missbrauch durch normale Spammer/Phisher/etc. deutlich reduziert wird, bleibt das Risiko einer Sperrung durch netcup auf Grund eines gezielten Angriffs genau gleich (Melder erstellt selbst Phishing-Links und meldet diese sofort an netcup). Wenn netcup weiterhin wie in diesen beiden Fällen ohne Vorwarnung Server sperrt, kann man KEINE Maßnahmen ergreifen, die das Risiko einer Sperrung senken.

    Das Problem wäre ja gelöst, wenn netcup z.B. 24h oder auch nur einige Stunden für eine Stellung warten würden, bevor der Server gesperrt wird. Damit meine ich natürlich nicht schwere Fälle wie z.B. vom Server ausgehende (D)DoS-Angriffe (die sollten natürlich sofort gesperrt werden).

    aber wer will denn unbedingt meine Server down haben

    Solche Leute gibt es genug. Leute, die Spaß am Sperren von Servern haben, Konkurrenz, etc.

    Wieso gibt es sonst DDoS-Angriffe? Nur wenn netcup das Sperren übernimmt, braucht man kein technisches Verständnis, um mal schnell einen Server lahmzulagen.

    Aber ich glaube halt auch nicht, dass NetCup direkt alles ohne weiteres dicht macht.

    Laut den beiden Berichten hier im Forum war das jedoch der Fall.

    Im FAQ steht übrigens: "Kommt es außerhalb der Arbeitszeiten zu einer Sperrung, probieren wir Sie vorab nach Möglichkeit einmal anzurufen. Wir bitten um Verständnis, dass wir dieses jedoch nicht garantieren können und wir nur einen einzigen Anrufversuch durchführen."

    Ein schlauer Angreifer meldet den selbsterstellten Phishing-Link dann am Freitag Abend an netcup, damit dein Server bis Montag vormittags gesperrt bleibt, wenn du nicht bereit bist, 40€/15min für den Notfallsupport zu bezahlen.

    Dann hab ich ja alles getan was in meiner Macht steht.

    Nur leider bringt auch das nichts. Das Problem ist hier, dass netcup schneinbar ohne Vorwarnung den Server sperrt, wenn ein Phishing-Link gemeldet wird.

    Person X mag dich/deinen Dienst nicht, erstellt einen Phishing-Link bei dir, meldet den sofort an netcup und dein Server ist gesperrt. Egal, ob du alles getan hast, was in deiner Macht steht. Einige hatten hier ja auch vermutet, dass netcup wegen der günstigen Preise Abuse-Meldungen nicht ordentlich wie andere Anbieter bearbeiten kann.

    Hab mein Login beim root auch extrem limitiert. Sodass nur 1 Benutzer anmelden und anfragen kann. Bei 1 Mal falsch direkt komplett aussperren usw.

    Da gibt's schon einiges Sicherheitstechnisches was man umsetzen kann.

    Bis jetzt Jahrelang keine Probleme gehabt.

    Das hat ja hiermit auch gar nichts zu tun. Server vor Zugriff durch Dritte (z.B. SSH) absichern sollte selbstverständlich sein, aber darum geht es hier nicht.

    Abgesehen davon, dass auch eine Benutzerverwaltung einen Nutzer nicht unbedingt identifizierbar macht (10minutemail, usw.), würde das nichts am Problem ändern.

    Auch diverse Sachen zum Abnicken kann man selbst hinzufügen (netcup würde davon wahrscheinlich nichts mitbekommen und bestimmt keine AGBs, usw. des betroffenen Servers/Seite vor dem Sperren durchlesen, weil Nutzer dem zustimmen mussten).

    Mit ALLEN Maßnahmen, die du dir ausdenken kannst, würde das Problem weiter bestehen. Die einzige Möglichkeit, nicht von netcup gesperrt zu werden, wäre die manuelle Prüfung jedes Inhalts vor Veröffentlichung bzw. eine anschließende Prüfung zu jeder Zeit innerhalb weniger Minuten. Du kannst mir nicht erzählen, dass die "Großen" alles auf diese Weise überprüfen.

    Es ist außerdem nicht netcups Aufgabe, die Kunden vor möglichen (in diesem Fall, wenn nach Kenntnis wie nach einer Weiterleitung der Abuse-Meldung durch netcup sofort reagiert wird, nicht einmal existierenden) juristischen Konsequenzen zu schützen. Zumindest ist das hier offensichtlich von den betroffenen Kunden weder gewünscht, noch vertraglich vereinbart.

    Nebenbei wird die IT Sicherheit des Internets durch die schon beschriebenen Umgehungsmaßnahmen für Sperren über Shortener insgesamt herabgesetzt.

    Die IT-Sicherheit wird durch vieles herabgesetzt. Am besten man schaltet das Internet komplett ab, dann wird die IT-Sicherheit auch gar nicht herabgesetzt.

    Das klingt zwar schön, aber jemand kann trotzdem noch einen Link zu einer Phishing-Seite erstellen und sofort an Netcup als Abuse melden. Dein Server wird sofort gesperrt trotz all deinen Maßnahmen:

    Cloudflare (evtl.) (kein Nutzen, wenn IP bekannt, z.B. beim Mailserver)

    Netz- bzw. Ländersperren (kein Nutzen, wenn Melder aus DE)

    Generelle Zugriffsrichtlinien (Registrierung vorher? Bei gezielten Angriffen kein Problem, also auch kein Nutzen)

    ReCAPTCHA (kein Nutzen, da echte Person)

    Viren/Spam - Scanner (kein Nutzen, da man sicherlich irgendeinen Phishing-Link finden wird, der nicht erkannt wird)

    DNS & IP Sperrlisten (kein Nutzen, wie bei Viren/Spam)

    Vorgeschaltete Seite mit Abbruchmöglichkeiten und Abuse Formular alternativ Daten (E-Mail), welche evtl. noch nach X Meldungen den Link automatisch für eine Zeit bis zur Review deaktiviert. (kein Nutzen, da der Angreifer/Melder lediglich deinen Server sperren möchte und dir den Link überhaupt nicht melden möchte)

    Fazit: Trotz all deinen Maßnahmen, würde netcup deinen Server vermutlich trotzdem sperren (sehe keinen Unterschied zu diesem und dem vorherigen Fall). Denn es ist unmöglich, eine Seite mit Funktionen zum Erstellen von Nutzerinhalten (Shortener, Forum, etc.) so zu betreiben, dass nichts Verbotenes hochgeladen werden könnte. Die meisten hier im Forum halten von Privatsphäre sowieso gar nichts und finden, dass anonyme Dienste oder Dienste, die jeder Nutzen könnte, generell verboten gehören, weil es ja der IT-Sicherheit schade. Es sei denn man hat das Recht dazu, weil man schon groß geworden ist (Bitly, Heise, etc.).

    Bevor das jemand falsch versteht: Deine Maßnahmen sind sehr gut dafür geeignet, missbräuchliche Nutzung auszuschließen, aber ein Konkurrent oder sonstiger Angreifer würde trotzdem immer einen leichten Weg finden, deinen Server von netcup durch das Erstellen von Nutzerinhalten (wie z.B. die Weiterleitung zu einem Phishing-Link) sperren zu lassen, wenn du nicht 24/7 alle paar Minuten alle neuen Nutzerinhalte kontrollierst.

    Ok - bin nicht mehr so im Minecraft Server Hosting drin..

    (Hab früher auch immer Minecraft Server hoster verwendet)

    War eher eine allgmeiene DDOS Empfehlung - sollte aber doch zumindest helfen die IP zu verschleiern oder?

    Nein, für Minecraft muss man entweder Cloudflare Spectrum verwenden oder eine Subdomain + SRV-Record erstellen, die dann auf die echte IP verweisen. Deswegen kann man die IP-Adresse leider nicht verschleiern.

    Naja einen URL Shortener würde ich nie ohne Userverwaltung und Passwortschutz ins Netz stellen. Da ist es für mich absehbar.
    Allerdings auch bei Dingen wie Wordpress, Joomla usw.... man liest immer wieder das irgendwo eine Schwachstelle ist. Meist schnell gefixt, ein mal nicht schnell genug kann halt in Sperre enden.

    Ansonsten, hätte, hätte, Fahrradkette. Netcup hätte es anders lösen können, haben sie aber nicht.

    Im Prinzip kann man dann kein Forum betreiben, im Blog keine Kommentare erlauben, etc. Jegliche Nutzerinhalte dürften nur nach einer Filterung veröffentlicht werden.

    Naja, ich hatte mal einen Hoster, dem per Mail ein selbstgeschriebener SSH-Log von einem(!) angeblichen fehlgeschlagenen Anmeldeversuch mit der IP-Adresse meines Servers geschickt (= nicht echt) wurde und mein Server wurde daraufhin für 1 Woche gesperrt. Immerhin ist das hier weniger schlimm.

    Eben da beginnt die Interpretation. Das wieviel getan werden muss, kann die Bereitstellung der Möglichkeiten sein.
    Der Vorsatz, das ein Hoster wissen müsste was er alles ermöglicht.

    Kann zutreffen oder auch nicht. Das Netcup darauf erst wartet, wäre ein wenig absurd, finde ich.

    Der Support zum Freischalten lassen, könnte aber wirklich schneller sein. Schon weil es taube Menschen wie mich gibt, die nicht anrufen können.

    Statt das ganze Webhosting zu sperren, hätte man ja auch sicherlich deaktivieren können, dass der Webserver unter der betroffenen Domain antwortet (ist glaube ich der Webhosting-Typ). So hat man weiterhin Zugriff auf seine Daten und Mails. Alternativ eine Mail schicken: 24h zum Entfernen des Links oder das Webhosting wird gesperrt.

    Stell dir vor, du betreibst eine Seite, wo Nutzer etwas hochladen können oder z.B. wie hier Links kürzen. Dann kommt die Konkurrenz, erstellt so einen Link bzw. lädt irgendwas hoch und schickt es sofort an netcup. Leichter kann man die Konkurrenz wirklich nicht ausschalten. Ein DDoS-Angriff ist im Vergleich dazu schon langweilig.

    Ich bin vermutlich gedanklich schon einen Schritt weiter, da der TE mEn klar gemacht hat, das ihm das egal wäre.

    Wenn der TE wusste, dass ein Phishing-Link existierte (z.B. trotzdem Mails dazu ignoriert), wäre die Situation ja auch klar.

    Wenn es den TE lediglich nicht interessierte, ob es einen Phishing-Link gab, aber nicht von einem konkreten Fall von wusste, kann er dafür auch nicht verantwortlich werden (nach meinem Verständnis von § 10 TMG). Für mich scheint das hier der Fall gewesen zu sein.

    Wikipedia: "Für die Beihilfehandlung soll dabei nach überwiegender Ansicht jede Handlung des Gehilfen ausreichen, die geeignet ist, die Haupttat zu fördern."

    Auch Wikipedia: "Welches Verhalten für dieses „Unterstützen“ als ausreichend angesehen wird, ist umstritten. Die herrschende Lehre fordert, dass die Unterstützung des Gehilfen kausal für das Gelingen der unterstützten Haupttat sein muss.[5] Die Rechtsprechung lässt es dagegen bereits ausreichen, wenn die Haupttat in irgendeiner Weise durch die Hilfeleistung gefördert wurde.[6] Der Bundesgerichtshof (BGH) definiert dabei das Hilfeleisten wie folgt: „Diese Hilfeleistung muss sich auf die Begehung der Haupttat zwar nicht kausal auswirken; erforderlich ist aber, dass sie die Haupttat zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen Versuchsbeginn und Beendigung in irgendeiner Weise erleichtert oder fördert“."

    Es scheint viel Interpretationsraum zu geben. Nercup wird das vermutlich nicht jedes mal rechtlich von allen Seiten durchprüfen. Bevor am Ende die Verantwortung zu Netcup geschoben wird, kann ich das schon verstehen.

    So wie ich das verstehe, geht es hierbei nur darum, wie viel getan werden muss, damit es als Beihilfehandlung zählt. Vorsatz muss dennoch vorhanden sein (§ 27 Abs. 1 StGB). Das wäre ja bei meinem vermuteten Fall nicht so.