Nein. Eine Site ist im allgemeinen ein Kunde an einem Standort.
Laut rfc4949 (Glossary) ist eine Site:
A facility -- i.e., a physical space, room, or building together with its physical, personnel, administrative, and other safeguards -- in which system functions are performed.
Hört sich für mich eher nach Rechenzentrum denn nach Kunde an.
Ein Server kann durch Virtualisierung / Container / VPNs etc. und sonstige Dienste deutlich mehr, als ein Client-Rechner zuhause im /64ger LAN, der braucht tatsächlich nicht mehr.
Hat er ja. Ein /64 Netz anstatt eine /128 Adresse. Oder sogar mehrere /64 Netze bei Bedarf.
Aber wie schwer ist es eigentlich zu verstehen, dass IPv6 nicht für einzelne /64ger Netze designed ist?
Gar nicht, ich hab das verstanden. Aber wie schwer ist es zu verstehen, dass genau das das Problem ist?
Und das es nur aufgrund der Einschränkungen eines verhältnismäßig winzigen Teils der Technologie (SLAAC), während ein Großteil der IPv6 Suite auch heute schon anders arbeiten könnte? Zumal SLAAC ja ursprünglich mal für kleine und ressourcenmäßig eingeschränkte Geräte und private Nutzung vorgesehen war, während für die Adressvergabe im professionellen Umfeld eher DHCPv6 angedacht war. Das hat sich in der Praxis allerdings sehr aufgeweicht, zugegeben.
Dies gilt allerdings nicht für professionelle Server, dort sollte im Allgemeinen weiterhin ein /48 das Maß der Dinge sein (bzw. pro Kunde, der dann das am Besten flexibel an seine gebuchten Server verteilen kann).
Ein /48 pro Server halte ich für übertrieben. Und als ein Kunde mit mehreren Servern hast du ja auch mehrere /64 Netze.
Wir sind ja gar so weit auseinander. Wir haben beide das Problem, mit dem einen /64 Netz im Grund nicht zufriedenstellend arbeiten zu können. Nur die über die Gründe dafür sind wir unterschiedlicher Auffassung.