Beiträge von frank_m

    Dann hast trotzdem Problem wenn dein Anbieter IPv6 "bevorzugt"

    Das macht nie der Anbieter, das ist immer eine Sache des Endgeräts.


    Und es funktioniert ja auch, aber eben nur wenn der Client eine IPv4 und keine IPv6 Adresse hat

    Dann ist dein Endgerät aber äußerst merkwürdig konfiguriert. Beim direkten Zugriff auf eine IPv4 Adresse ist es völlig egal, ob das Gerät nebenbei eine IPv6 Adresse hat. Die stört nicht im Geringsten.

    Wenn ich das heimische WLAN verlasse und in Mobilfunk gehe und dann meine IP-Adresse abfrage, bekomme ich eine IPv6-Adresse angezeigt.

    Benutzt du Android? Dann ruf mal die Statusinformationen auf und schau dir die Adressen an. Bei Congstar bin ich mir absolut sicher, dass es dort eine IPv4 Adresse gibt. Es sei denn, du hast im APN komische Dinge gemacht. Steht der auf "IPv6 only"?

    Ich habs gerade auf meinem Handy getestet. Das zeigt z.B. bei "Wie ist meine IP" auch keine IPv4 an, trotzdem ist der Zugriff auf die IPv4 meines Wireguard Server völlig problemlos möglich. In den Statusinformationen des Geräts sieht man die IPv4 Adresse des Anbieters.

    Noch mal die Frage: Warum funktioniert IPv4 über Mobilfunk nicht? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es einen Mobilfunkprovider gibt, der keine IPv4 Adressen verteilt. Wer ist der Anbieter?

    Möglicherweise können wir uns viel Konfigurationsgewusel sparen, wenn sich am Ende herausstellt, dass wir IPv6 gar nicht brauchen.

    Sind hier Leute mit Deutsche Glasfaser Anschluss, und können berichten wie es so ist.

    Ich bin äußerst zufrieden. Die Leitung ist stabil und bringt jederzeit die versprochene Leistung - über IPv6 im Download sogar ein bisschen mehr (550 statt 400 MBit/s).

    Probleme gibt es vor allem in der Aufbauzeit eines Netzes. Wenn der Ausbau eines Ortsnetzes erst mal abgeschlossen ist, dann stabilisierte sich der Betrieb. Natürlich gibt es auch bei der DG Störungen oder Bagger, die Leitungen kappen. Wir hatten kürzlich einen Ausfall von einigen Stunden und vor 1,5 Jahren mal fast einen Tag Ausfall. Aber außer den 2 Vorfällen hatte ich seit Mitte 2018 keine weiteren Probleme. Wartungsintervalle liegen immer Nachts zwischen 2 und 3 Uhr. Da hat man so 1 oder 2x pro Jahr 20 - 30 Minuten kein Internet. Ich überwache meine Leitung von zu Hause aus und durch den Uptimerobot von außen, kriege also Störungen sicher mit.

    Man bekommt als Privatkunde aber nur eine CGNAT IPv4 Adresse. Für Zugriffe von außen sollte bei bei IPv6 also sattelfest sein.

    Was genau ist denn das Ziel des VPN Tunnels? Nur der Zugriff auf Pi-Hole? Oder soll auch der Internet Traffic der Clients darüber geroutet werden? Ich sehe NAT Regeln in der Konfig, aber nur für IPv4.

    Außerdem benutzt du IPv6 ULA Adressen für das WG Netz, da macht es natürlich keinen Sinn, die per NDPP bekannt zu geben. Die Frage ist: Wofür überhaupt IPv6 im VPN Netz? Wenn es nur um Pi-Hole und den Zugriff von außen über IPv6 geht, dann brauchst du das nicht.

    Andererseits: Welcher Mobilfunkprovider bietet denn keine IPv4 Adresse? Nicht mal als CGNAT? D.h., der Aufbau über IPv4 müsste auch funktionieren.

    Vielleicht beschreibst du erst mal sauber, was du genau du erreichen willst.

    Das Problem ist, solche Wikis auch nur annähernd aktuell zu halten. Wenn man keinen professionellen Maintainer dafür hat, hat sich das Thema nach einigen Monaten erledigt. Ich hab das leider schon zwei mal in Nutzerforen mitgemacht.

    aber vielleicht hat der ein oder andere mal mit dem Gedanken gespielt QUIC bzw. HTTP/3 auszuprobieren

    Hab ich. ;)

    Aber leider sind die Einsatzmöglichkeiten momentan noch sehr eingeschränkt. Eigentlich kann man nur HTTP/3 und Chrome verwenden. Das ist nur so Semi-interessant.

    Trotzdem danke für die Anleitung! Vielleicht mach ich doch mal einen Container damit.

    Ansonsten hab ich bei meiner DDNS-Domain auch die TTL auf 300 runtergeschraubt, klappt einwandfrei.

    Ist das eine eigene Domain? Oder erlauben es die netcup DNS Einstellungen auch, für einzelne Sub-Domains andere TTLs zu verwenden?

    Hintergrund: Ich überlege, einige dyndns Einträge auf meine bei netcup regsitrierte Domain zu ziehen (mit ownDynDns). Ich stelle mir das in etwa so vor:

    domain.com mit ttl 86400 für alle "normalen" Einträge und das Webhosting

    dyn.domain.com: sub Domain für die dynamischen hosts mit TTL 300

    host1.dyn.domain.com

    host2.dyn.domain.com

    ...

    Voraussetzung: dyn.domain.com hat eine andere TTL, als domain.com.

    Das interessante ist: Der 2. Hop "2a00:11c0:47:3::32" ist bei mir der gleiche, wie bei dir (ein Anexia Router). Aber bei mir geht es dann weiter, direkt zu einem weiteren Anexia Hop, der nur 0,2 ms länger brauch, also quasi direkt daneben steht

    Kühner Verdacht: Da findet ein Anexia Router den Rückweg in dein Subnetz nicht.

    Der VPS ist nur an das von Netcup zugewiesene IPv4 und IPv6 Netzwerk angeschlossen.

    Gut. Ich dachte, dass möglicherweise ein HE Tunnel auf dem Server terminiert. Dann hätte man ggf. besondere Maßnahmen im Routing ergreifen müssen.

    Verwirrt war ich, weil ich in meinem Netzwerk tatsächlich einen HE-Tunnel habe. Die Tests oben wurden aber direkt auf einer ssh Konsole (putty) am VPS durchgeführt. Der dazu verwendete Rechner hat nur IPv4. Kann also keinen Einfluss auf die Konfiguration am VPS haben.

    Ja, das sehe ich auch so.

    Das meiste was ich da sehe ist völlig normal, auch das FAILED bei ip -6 neigh. Das einzige, was auf einem Fehler hindeutet, ist, dass du schreibst, du kannst gewisse Seiten nicht erreichen.

    Ich sehe he.net in deinen Angaben. Nutzt du den Tunnel von denen? Geht da beim Routing was schief?

    Mich würde der technische Hintergrund interessieren. Einfach aus Neugier. :)

    Damit ist Ausgangsrichtung (an fe80::1%vtnet0) ungleich der Eingangsrichtung (zu meiner IP).

    Das stimmt soweit, die Pakete in Ausgangsrichtung gehen an eine andere MAC-Adresse, als die ankommenden Pakete als Absender MAC haben. Die Frage ist, warum BSD ein Problem damit hat. Macht die Firewall auch auf Schicht 2 eine Art Connection Tracking?

    Um das deutlich zu sagen: Ich habe absolut gar nichts gegen den Anwendungsfall von MeisterYoda. Seit 2008 mache ich schon genau solche Dinge mit vServern. Ich war früh mein erster eigener IPv6 Tunnelbroker. Damals hab ich schon geflucht über das einzelne /64, dass man üblicherweise dazu bekam - wenn überhaupt.

    Auch öffentliche IPv4 Adressen von vServern für 6tunnel oder ähnliches zu nutzen, ist absolut legitim (für letzteres reicht allerdings locker ein /64). Oder als VPN Gegenstelle, die man an Hotspots oder in anderen öffentlichen Netzen nutzen kann - inkl. Adblocker etc. Alles gut, und alles Dinge, in denen man eine Lösung für das einzelnen /64 braucht, das man nur hat. Von daher kann ich MeisterYoda verstehen: ich leide ja auch darunter.

    Wir sind halt nur unterschiedlicher Auffassung über die Auslegung der Standards. Mir ist auch klar, dass die nicht kurzfristig geändert werden und man eine andere Lösung braucht. Das ist dann im Zweifel ein Tunnel von HE oder vergleichbar, oder eben ein zusätzliches /64 Netz beim jeweiligen Hoster.

    Man darf netcup hier aber sehr wohl den Finger dafür in die Wunde legen, dass hier keine Rücksicht auf das architectuelle Design von IPv6 Rücksicht genommen wird und man entgegen der Empfehungen von z.B. rfc6177 und der Registries agiert.

    Da hingegen bin ich nach wie vor anderer Meinung. Die RFC6177 empfiehlt ein /48 für End-Sites, aber nicht für einzelne Nodes. Im Sinne der RFC4949 (Glossary) ist eine End-Site das Rechenzentrum und ein Node ein VPS oder vergleichbares. Ich kann hier beim besten Willen keinen Verstoß gegen die Empfehlungen feststellen.

    An welcher Stelle könnte ein Reverse DNS denn aufgerufen werden?

    Reverse DNS war ja nur ein Beispiel. Hab da halt immer mal wieder Überraschungen erlebt, auch im Umfeld IPv6, im Zusammenhang mit Domain Names usw. Fehlende Domainnames in Containern zum Beispiel können Kommunikation schon mal ausbremsen.

    Kann ich irgendwie schauen, ob es daran liegt?

    Vielleicht in einem Paketmitschnitt mit tcpdump/Wireshark.