Beiträge von frank_m

    Ich habe ein ganz ähnliches Szenario, nur läuft der unbound bei mir in einem Container und versorgt meine anderen Container und VLAN Hosts.

    Ich stelle immer mehr fest, dass ich noch zu wenig darüber weiss und das Internet auch nicht viel schlauer ist als ich.

    Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Ähnlich wie du hatte ich als Fallback öffentliche DNS Server konfiguriert. Dann habe ich festgestellt, dass je nach benutztem DNS Client das Verhalten komplett unterschiedlich ist. Einige wechseln im Fehlerfall, andere scheinen die Anfragen nach einem spezifischen Algorithmus auf alle konfigurierten DNS Server zu verteilen. Das Verhalten war nicht deterministisch, jedenfalls konnte ich kein Muster erkennen. Letztlich habe ich keine gute Lösung gefunden. Da muss man wahrscheinlich spezifisch für jeden Anwendungsfall und DNS Client draufschauen.

    Und was hat NVME mit dem Hardware-RAID-Controller aus der Anzeige zutun?

    Ja sorry, da steht da nicht explizit. Aber alles andere scheidet halt aus. SAS bringe die Datenraten nicht, das muss eine direkte PCIe Anbindung sein. Das ist sicherlich auch nicht die M.2 Karte, die man von zu Hause aus kennt, sondern wird schon ein Server Format sein.

    Wenn man sich mal verfügbare Epyc Serverboards ansieht (Supermicro z.B.) oder auch fertige Server von HP, Dell oder vergleichbaren Anbietern, dann bieten die halt alle NVME, SATA oder SAS Laufwerke, und alle auch mit verschiedenen RAID Leveln. SATA und SAS scheiden aufgrund der Bandbreite aus. Bleibt nur NVME.

    Ich verstehe jetzt gerade die Diskussion nicht. NVME ist doch nur ein Protokoll, dass SSDs direkt an den PCIe anbindet, und vor allem auch für Server Anwendungen ausgelegt. Ob man dann ohne RAID oder mit RAID 5, 6 oder 10 arbeitet, ist davon doch völlig unabhängig.

    Wenn deine IO-Latenz-Werte tatsächlich bei 600 ms liegen, würde ich auf alle Fälle ein Ticket eröffnen.

    Da wird nichts rauskommen. Die Werte sind in einer virtualisierten Umgebung völlig normal, vor allem auf einem VPS. Auf dem Host System wird ja auch IO-Last erzeugt, sei es durch Backups oder was auch immer.

    Hier mal mein aktuelles Munin Bild (ca. 6 Monate) eines RS mit NVME SSD:

    pasted-from-clipboard.png

    Da kommt man auch auf Peaks über 300 ms (bzw. 11 Sekunden als Ausreißer), obwohl die Mittelwerte bei 1 ms liegen. Und das ist ein RS (weniger Steal) mit SSD, kein Optane.

    Ich hab auch keine 2 VLANs (im Moment hab ich nicht mal 2 Server), aber ich verstehe nicht, warum die Infrastruktur das unterstützen muss. Die Endpunkte müssen damit klarkommen, also z.B. die Bridge Konfiguration in Linux. Die Switches unterwegs sehen nur Datenverkehr von 4 MAC Adressen, ggf. noch mit einem VLAN Tag, den sie weiterleiten.

    apropros - es liegt aber jetzt nicht daran, dass ich Ubuntu 22.04 drauf habe, im Tutorial aber 20.04 genannt ist?

    So vom drüberfliegen habe ich nichts gesehen, was größere Änderungen erfordern würde. Das grundsätzliche Vorgehen sollte noch so klappen. Kleinere Anpassungen hier und da können natürlich immer mal nötig sein, aber das sollte ja kein Problem sein.

    Generell darf so eine Anleitung nie ein Schritt-für-Schritt Howto sein, sondern eher in Kochrezept. Die grundsätzliche Vorgehensweise wird erklärt, die konkreten Schritte überlegt man sich dann aber selber und führt sie auch aus. Nur so versteht man, was man da tut und kann dann im Fehlerfall auch reagieren bzw. Änderungen in der Umsetzung vornehmen. Einfach nur blindes abtippen hilft niemandem und ist vor allem aus Security Sicht eine Katastrophe. Außerdem kann so eine Anleitung niemals exakt auf die eigenen Randbedingungen passen, sondern es werden immer Kleinigkeiten in der Vorgehensweise anders sein müssen.

    Oder funktioniert das auch ohne "extra" Schnittstelle, was mir eigentlich lieber wäre?

    Das sollte möglich sein. Du musst nur einen neuen Peer auf dem WG Server einrichten, auf dem sich die mobilen Clients einwählen.

    Im Augenblick komme ich nicht zum zweiten Server durch, obwohl ich zuhause beide Subnetze im wireguard-Adapter eingetragen habe.

    Und der zweite Server kennt auch den Weg zurück zu dir zu Hause? Die Routen müssen Ende zu Ende bekannt sein, nicht nur im VPN Client.