Ich denke, wenn man Schutzmaßnahmen wie z.B. eine Nutzerregistrierung einführt, dann wird man für die klassischen Phisher unattraktiv. Das ist einfach viel zu viel Aufwand. Mail Adresse registrieren, Bestätigungsmail, evtl. noch Captchas ... nee, das schreckt ab. Ich glaube, mit solchen Maßnahmen ist man raus aus dem Missbrauch.
Beiträge von frank_m
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Ja, es gibt pubertäre Admins die sich hier ein Windows Server hochziehen, wie zu Hause, und dann beleidigend werden, wenn man ihnen aus gutem Grund nicht hilft. Die sind aber aus einem anderen Motiv im Forum.
Es gibt große Unterschiede zu den Nutzern, die einen Short URL Dienst auf ihrem Webhosting betreiben.
Stimmt. Die Dienste der einen werden tatsächlich zu illegalen Zwecken benutzt. Die anderen sind nur unvorsichtig und sie lernen wenigstens daraus, wenn ihre Server missbraucht werden. Der Unterschied ist deutlich, da stimme ich zu.
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Nochmals: wegen URL Shortener landest du auf keiner IP Blacklist, höchstens auf einer URL Blacklist.
Ist das keine Blacklist? Und wer sagt dir, dass es nicht auch Anbieter gibt, die so bekannt gewordene IPs auf eine Blacklist packen? Es gibt verschiedene Blacklists für verschiedene Anwendungsfälle, und alle beklagen sich darüber, dass die Netcup IPs drauf stehen. Denkt mal drüber nach, warum das wohl so ist. Warum sollte jemand bei seinen Mail Diensten sorgfältiger sein, wenn er einen einfachen URL Shortener nicht auf die Reihe kriegt?
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Auf der einen Seite beklagen sich alle, dass Netcup IPs auf diversen Blacklisten für diverse Dienste auftauchen, aber wenn dann Maßnahmen ergriffen werden, die genau das verhindern, sind sie unangemessen und Hinweise darauf sind "Moralkeulen".
Einmal wollen alle, dass gewartet wird, bis ein echter Schaden entstanden ist, und auf der anderen Seite rufen alle, warum nicht früher reagiert wurde, wenn ein echter Schaden entstanden ist.
Denkt mal drüber nach. Die kommenden Tage sollten ja Zeit dafür bieten. Ich finde diese Doppelmoral bedenklich.
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Wer sich darüber Echaufiert, sollte sich die Gerichtsurteile seit den 1990ern ansehen und den ganzen Sachverhalt sachtlich und nüchtern betrachten.
Genau das hab ich ja getan. Die Urteile sind zwar größtenteils nach der Jahrtausendwende entstanden, aber ich komme da halt zu einem eindeutigen Schluss. Und wir haben das wirklich sehr lange diskutiert damals.
Ich finde die Sperrpolitik hier dem Schaden nicht angemessen
Ich finde all das angemessen, was Schaden vermeidet, auch für mich. Du weißt ja nicht, was noch passiert in der Zeit, in der der Dienst ungeschützt weiter betrieben wird. Wie gesagt, ich bin für Vorschläge offen. Eine einfache Benachrichtigung reicht jedenfalls nicht, darüber kann es keinen Zweifel geben, weil damit der potentielle Missbrauch nicht unterbunden wird, und genau das muss das Ziel der Maßnahme sein. Aber es hat mir auch noch niemand eine Maßnahme genannt, die das Ziel erreicht, aber keine Abschaltung ist.
KaptainKafka macht hier alles, was ihm zumutbar ist.
Ja, das mag sein. Netcup aber auch, denn meines Erachtens ist die schnelle Sperre das einzige, was denen zumutbar ist, in Bezug auf Risikominimierung und Aufwand.
Ich sag ja auch nicht, dass die Urteile aus Hamburg unumstritten sind, ganz im Gegenteil. Ich halte sie auch für völlig überzogen, aber im Moment ist das nun mal die gefestigte Rechtsprechung.
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Im vorliegenden Fall haben wir halt die Situation, dass der Link gelöscht wurde, und die Plattform existierte weiterhin. Im Kontext des Urteils ist das "provozieren".
Ob du in deinem Fall handeln konntest, sei dahingestellt, ist aber auch vollkommen irrelevant. Die Frage ist: Muss auf deiner Plattform ein rechtswidriger Link erzeugt worden sein, oder reicht es, wenn auf anderen vergleichbaren Plattformen rechtswidrige Links erzeugt wurden? Es ist denkbar, dass das bereits ausreicht, damit du präventiv tätig werden musst. Durch das Heise Urteil wurden damals alle Forenbetreiber in die Pflicht genommen, und nicht nur Heise. D.h., wenn du einen URL Shortener betreibst, musst du dich informieren, ob auf anderen vergleichbaren Diensten illegale Dinge passiert sind, und dann entsprechend darauf reagieren, bevor es bei dir dazu kommt, weil sonst hast du es im Kontext des Urteils ebenfalls provoziert.
Was getan muss, steht im Artikel: Der Zugriff auf den Link auf rechtswidrige Inhalte muss verhindert werden, und weitere rechtswidrige Inhalte müssen präventiv unterbunden werden. Jetzt darfst du mir erklären, welche Mittel Netcup für die Erfüllung dieser beiden Aufgaben hat. Immer dran denken: Sie haften ab der Sekunde, in der sie Kenntnis davon erlangen.
Ob der Seitenbetreiber ein professionelles Unternehmen oder eine Privatperson ist, ist dabei irrelevant. Ich war damals zu der Zeit der Heise Urteile Moderator in einem kleinen privaten Forum, und die Konsequenz war, dass es seitens des Betreibers verkauft wurde, weil das Risiko zu groß war.
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Hier steht einiges. Die Beispiele beziehen sich aber oft auf Filesharing, andere Rechtsverstöße kommen oft nur in Nebensätzen zur Sprache. Ändert aber grundsätzlich nichts daran, was mit Links passiert, die auf rechtswidrige Inhalte zeigen.
https://www.e-recht24.de/artikel/haftunginhalte/5850-stoererhaftung.html
Das eine ist, wenn man Kenntnis von den rechtswidrigen Inhalten bekommt.
ZitatGeht es um die Verletzung von Rechten wegen rechtswidrigen Postings gilt der Grundsatz, dass der Betreiber eines Forums oder Blogs erst nach Kenntnisnahme und aufgrund folgender Untätigkeit haftet.
Das andere ist der Zwang zu präventiven Maßnahmen:
ZitatSo im berühmten Heise-Fall, in dem der Verlag als Mitstörer klassifiziert und verpflichtet wurde, auch präventive Überwachungsmaßnahmen beispielsweise durch Blacklist-Filter vorzunehmen. Eine solche Überwachungspflicht sei dann gegeben, wenn der Forenbetreiber durch sein Verhalten "vorhersehbar rechtswidrige Beiträge Dritter provoziert hat, oder wenn ihm bereits mindestens eine Rechtsverletzungshandlung von einigem Gewicht im Rahmen des Forums benannt worden ist, und sich die Gefahr weiterer Rechtsverletzungshandlungen durch einzelne Nutzer bereits konkretisiert hat".
Für dich heißt das: Wenn sich einmal eine rechtswidrige Handlung auf deiner Plattform ergeben hat, MUSST du UMGEHEND präventiv dafür sorgen, dass das nicht wieder passiert. Du hast vorhersehbar rechtswidrige Inhalte durch Dritte provoziert. Du hast nicht gehandelt, denn nur das Löschen eines Links reicht da nicht. Netcup hat Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung auf deiner Plattform erhalten, den Sachverhalt geprüft und festgestellt, dass es die Plattform noch gibt und weiter für rechtswidrige Inhalte genutzt werden kann: Schotten dicht. In einem Fall wie deinem bleibt da nur das Abschalten des Dienstes.
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Ich möchte hier jetzt mal ganz neutral fragen ob es irgendwo unabhängige Quellen gibt wie dieses "handeln" aussehen muss.
Auf heise.de hat man die Konsequenzen der Urteile zur Mitstörerhaftung mal übersichtlich zusammengefasst.
Ist es vielleicht auch schon ausreichend gehandelt, wenn Netcup die Mitteilung an den Verursacher weitergibt und erst nach bspw. 24 Stunden ohne Abstellen der Ursache das Hosting zumacht?
Nein. Jede Partei muss umgehend alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Missbrauch abzustellen. Im Falle von netcraft ist das die Benachrichtigung der verantwortlichen Betreiber. Aber netcup hat eben mehr Möglichkeiten. Deine Dienste gezielt konfigurieren können sie nicht, aber sie können den Zugriff abdrehen - und genau das tun sie.
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Abgesehen davon, dass ich ständig Probleme damit habe, dass Mails im Spam-Ordner landen, weil das komplette Netzwerk von Netcup auf Spamlisten landet
Na, dann du weißt ja jetzt auch aus eigener Erfahrung, warum die da landen.
war mein Server bereits seit über einem Tag sauber, als er von Netcup abgedreht wurde.
Und es ist sicher, dass es dabei um die bereits gelöscht Verlinkung ging und nicht um eine andere? Wer sagt dir, dass nur die eine Missbrauchs-URL bei dir erzeugt wurde? Hast du das überprüft?
Grundsätzlich bin ich bei TBT. Wenn Netcup Kenntnis über den Missbrauch erlangt, dann müssen sie handeln. Das ist vollkommen egal, ob du dir eine Notiz an die Wand genagelt hast.
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Um mal summarisch zu antworten und nicht auf jedes Zitat einzugehen: Die Mitstörerhaftung wurde mehrfach gerichtlich bestätigt (ich erinnere an die berühmten Urteile aus Hamburg, dazu findet sich genug bei Heise). Die daraus resultierende Verantwortung betrifft die gesamte Kette vom Seitenbetreiber über den Hoster bis zu ggf. vorhandenen Service Dienstleistern (falls du jemanden beauftragt hast, die Seite zu betreiben). Sobald jemand aus dieser Kette Kenntnis von einem Missbrauch bekommt, ist er dazu verpflichtet, umgehend tätig zu werden. Heißt im Klartext:
- Du bist als Seitenbetreiber natürlich dafür verantwortlich, was mit deiner Seite angestellt wird. Dafür reicht im Zweifel ein Link in einem Kommentar in einem Blog.
- Die Seite geht sofort offline, sobald der Hoster benachrichtigt wird. Alles andere wäre grob fahrlässig, das wird sich niemand freiwillig antun. Vor allem, wenn es - wie in diesem Fall - eindeutig kriminelle Aktivitäten sind, die aufgedeckt wurden, bei denen es auch keinen Interpretationsspielraum gibt.
Alles andere ist naive Träumerei, nicht mehr.
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Die Konsequenz ist halt, dass man mit Diensten die auch nur annähernd ein Problem verursachen könnten nicht hier hosten kann.
Die Konsequenz hast du aber bei jedem Hoster. Denn für den Schaden, der mit deinen Systemen verursacht wird, bist du am Ende immer selber verantwortlich.
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Die nennen ihn dann aber auch nicht FlameTV Stick

Nee. Aber bei netcup sind die Sonderangebote ja mit besonderer Ausstattung, also mehr Speicher oder mehr CPU. Also schon was besonderes, was es im regulären Produktportfolio nicht gibt.
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Amazon verkauft die FireTV Sticks mehrmals im Jahr im Angebot: Und: Es sind immer exakt die gleichen Sticks, die es sonst auch gibt. Kein Speicherupgrade und auch nicht mehr CPU Leistung. Und das über mehrere Jahre. Ich hab noch nie gesehen, dass sich darüber jemand beklagt hat.
Wo ist das Problem? Man schaut sich das Produkt an, bewertet für sich, ob es die Anforderungen erfüllt und vom Preis/Leistungs Verhältnis her attraktiv ist, und dann schlägt man zu. Oder eben nicht. Ich verstehe nicht, warum das ein Problem ist.
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Vielleicht fehlen Fonts auf deinem System?
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Solange du keine von außen direkt erreichbare IP an deinem Anschluss hast, bleibt es bei einem Tunnel auf einen VPS. Welche Technologie du wählst, bleibt dir überlassen.
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Jetzt nur noch 900.
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Genau, die Chinadose steckt man einfach ein, und sie läuft. Die Leistung kann man eigentlich nicht hoch genug würdigen, das haben sie echt im Griff (unabhängig von all den politischen Differenzen, die es im Moment gibt, möchte ich das einfach mal vorurteilsfrei festhalten. Damit möchte ich keine Bewertung der Lage und Lebensumstände in China vornehmen und diese auch nicht gutheißen).
Es geht so einfach, weil da fleißige Chinesen einen komplexen Tunnel in die Steckdose eingebaut haben und aufwendig eine Serverinfrastruktur betreiben, um diesen Service für dich transparent und einfach möglich zu machen. Diesen Fleiß haben sie dir voraus, denn du musst ähnliches tun, wenn du deine Dienste auf die gleiche Weise verfügbar machen willst. Da du das offenbar nicht willst => kein Zugriff von außen.
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Ja, und jede Billig Glühbirne baut dafür einen Tunnel nach China auf. Da du keinen Tunnel willst: Keine Chance.
Auch wenn du kein VPN willst: du brauchst einen Tunnel. Fakt ist: Der Kanal muss von deinem lokalen Anschluss aus zu deinem VPS aufgebaut werden, und dann müssen Firewall und Portforwardings so konfiguriert werden, dass die Daten von deinem VPS in dein Heimnetz kommen. Es gibt keine andere Möglichkeit.
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Aktuell auch mehr als 10.000 Besucher. Das sieht wirklich nach DDOS aus.