Beiträge von frank_m

    Aber trotzdem sollten solche starken Einbrüche auf einstellige Mbit Werte nicht auftreten.

    Das stimmt natürlich.

    Ich warte jetzt mal bis nächste Woche ab. Der Support wollte sich das noch genauer anschauen.

    Ja, wenn es auch im Rettungssystem auftritt, dann hast du selber vermutlich keine Möglichkeit mehr. Du könntest höchstens noch mal parallele Threads mit iperf testen, ob es einen Unterschied macht (-P 10 hinzufügen).

    ganz frischer Test.

    Evtl. gibt es Unterschiede in der Priorisierung der Bandbreite zwischen vServer und Root-Server?

    Ja, davon gehe ich aus. Beim VPS hast du ja auch keine exklusiven Ressourcen und bist davon abhängig, was die anderen auf deinem Host machen.

    Nö.

    Und unsere Server sind im gleichen Subnetz, von daher gehe ich davon aus, dass sie über den gleichen Router gehen.

    Zur Zeit habe ich auf meinem Unraid, auf dem die Dienste alle als Docker Container laufen, kein IPV6 aktiviert, das müsste ich wahrscheinlich als Erstes tun, damit der Servers selbst ne IPv6 bekommt?

    Das oder den Nameserver selber machen fürs LAN.

    Die Docker Container laufen alle im Bridge-Modus, das heißt sie haben alle keine eigene IP(4) Adresse in meinem Netz, sondern nur eine Übersetzung von innen nach außen, also in der Regel sowas wie Port 80 im Container nach außen auf 8081 auf die IP(4) des physischen Unraid-Servers.

    Aus deiner Beschreibung hätte ich geschlossen, dass es gerade nicht der Bridge Modus ist. Über eine Bridge haben alle Container Zugang zum Heimnetz. Über die IP des Hosts erfolgt der Zugriff, wenn NAT im Spiel ist (auch wenn lokal für die Container auch eine Bridge zum Einsatz kommen kann, aber ohne Integration des Host-Netzwerkes).

    Muss ich daran was ändern?

    Nein. Ggf. musst du es auch für IPv6 machen.

    Dort kommt bisher die externe Anfrage auf die 443 per Portweiterleitung von der Fitzbox an und dort wird dann, je nachdem über welche Subdomain die Anfrage kam, leitet der Reverse Proxy dann die Anfrage an die interne auf die Server Ip mit dem richtigen Port weiter. Wie wird das mit IPv6 eingerichtet?

    Genau so.

    Für mich scheint die Lösung zu sein, dafür zu sorgen, dass der Reverse Proxy Container eine eigene IPv6 Adresse in meinem Netz bekommt, ohne Bridge, und diese IPv6 könnte ich dann ja fest in das DynDNS Update eintragen, die wird sich ja nicht mehr ändern. Ab da wird die Unterverteilung ja normal weiterlaufen, könnte ich auch auf IPv4 lassen, oder?

    Könnte sein. Keine Ahnung, ob ein Proxy von IPv4 nach IPv6 übersetzen kann. Kann aber sein.

    Software Updates würden nicht so konstant verlaufen. Ich denke, du musst das Filesystem im Auge behalten und monitoren. Fang auf oberster Ebene an ("/") und schau dir mit du die Ordnergröße an.

    du / --max-depth=1

    z.B. stündlich. Und wenn du siehst, dass die Auslastung eines Verzeichnisses steigt, z.B. /var/, dann schaust du dir in der Folge das an

    du /var --max-depth=1

    Bis du dem Übeltäter identifiziert hast.

    Den IPv6 DNS Eintrag korrigieren. Bedenke: bei IPv6 funktionieren Portweiterleitungen nicht, wie bei IPv4. Während du bei IPv4 auf den Router zugreifst, und der leitet das Paket an den Server weiter, musst du bei IPv6 direkt auf die Server IP zugreifen. Heißt: Der AAAA Eintrag von sub.domain.com muss auf die Server-IPv6-Adresse zeigen, nicht auf den Router. Zeigt sie auf den Router, bekommst du natürlich auch die Webseite des Routers angezeigt.

    Also muss entweder der Server selber die dyndns Aktualisierung vornehmen, oder du aktualisierst vom Router aus nur das Prefix und lässt die Interface-ID statisch (und nimmst die des Servers, nicht die des Routers).

    Übrigens: Dass es von außen funktioniert, ist Glückssache. Du hast offenbar eine IPv4 Verbindung von außen benutzt, da klappt die Portweiterleitung. Greifst du per IPv6 von außen zu, geht es auch da schief.

    Ich dachte, die Anfragen laufen inzwischen wieder ins Leere?

    https://www.heise.de/news/Fritz-box-Domain-aus-dem-Verkehr-gezogen-9647776.html

    Ich hatte ja anfänglich den Verdacht, dass über die Seite die Sicherheitslücke aus September 23 ausgenutzt wird.

    https://www.heise.de/hintergrund/Fritzbox-Sicherheitsleck-analysiert-Risiken-und-Gegenmassnahmen-9323225.html

    Wenn man die Sorglosigkeit vieler Nutzer sieht, hätte sich das vermutlich echt gelohnt ("Wir machen ein Downgrade auf die alte Version, weil irgendwas ist anders als vorher").

    Rufe ich das nun im Heimnetz auf, lande ich auf der Anmeldeseite der Fritzbox und nicht auf der Nextcloud.

    Das nennt sich NAT Loopback, wenn du aus deinem Heimnetz deine eigene öffentliche IP aufrufst. Jeder Router verhält sich da anders, einige blocken es ganz, andere lassen nur den Zugriff auf lokale Router-Dienste zu. Prinzipiell kann das eine Sicherheitslücke sein, deshalb wird der Zugriff eingeschränkt. Du könntest versuchen, den internen HTTPS Server der Box auf einen anderen Port zu verlegen. Aber ich glaube, das geht nur für den externen Zugriff, nicht intern. Einen Versuch ist es wert.

    Die einzige sichere Möglichkeit ist ein eigener, interner DNS Server, der die Abfrage auffängt und auf die interne IP umleitet. Oder alles auf IPv6 umstellen, das würde auch helfen.

    Ich finde einige Einträge trotzdem merkwürdig. 92 GB für STUN? Ein STUN Request bei VoIP Aufbau benötigt wenige 100 Byte. Wie viele Telefonate muss man führen, um auf 92 GB STUN zu kommen? 106 GB mit Lets Encrypt? Selbst wenn bei jeder Zertifikatsprüfung die Chain abgeklopft wird, aber 106 GB? Das müssen ja Milliarden Requests sein.

    Einfach Wahnsinn, was da ständig für Video Streaming und so drauf geht

    Wie misst du das? Ich frage, weil z.B. die Fritzbox ja zuweilen auch Bugs in der Firmware hatte, vor allem im Zusammenspiel mit der Paketbeschleunigung, die schon mal Faktor 3 aus den tatsächlichen Datenmengen machten.

    Man kann natürlich auch vorsichtig versuchen den Fragesteller in die richtige Richtung zu schubsen und zu mehr lernen animieren…

    Das hab ich ja ziemlich lange probiert am Anfang. Passiert ist wenig.

    Die Frage ist auch berechtigt und über ufw und andere Programme die an iptables und nftables herumfummeln sind hier schon viele andere gestolpert (bin heimlicher Leser meistens).

    Genau das ist der Punkt. Es ist für erfahrene Leute schon schwierig, einzuschätzen, was die Firewall nun durchlässt, und was nicht, wenn zahlreiche Container und Tools mit verschiedenen Frontends in den Regeln herumwühlen. Und wenn man dann nicht mal weiß, wie IP Routing funktioniert, um beurteilen zu können, wie die Pakete überhaupt durchs System fließen, dann ist es meines Erachtens unmöglich, den Server adäquat abzusichern.

    Leider sehe ich aktuell keinen Mehrwertmehr dafür, da der Traffic von Docker durch die speziellen IPTables nach draußen unterbunden werden können.

    Auch das kann man ja ändern.

    Kein Verständnis habe ich für die Reaktion. Das ist dann wohl ein Fall von "kann die Wahrheit nicht vertragen". Aber wenn der Server dann gehackt wird und die IP auf einer Blacklist landet, leiden vor allem die anderen Netcup Kunden darunter, und das Geschrei ist groß. Das Forum ist voll davon, wir ihr alle wisst, und dann fragen sich wieder alle, warum die Leute ihre Server nicht absichern. Aber wenn dann ein konkreter Fall offenbar wird, sagt wieder niemand was. Hm.

    Ich halte auch nichts davon, in Foren Schritt-für-Schritt Anleitungen zu geben. Zum einen ist der Lerneffekt gleich Null, zum anderen hilft das dann auch nur für diesen einen konkreten Fall. Ich schreibe immer, was zu tun ist, aber nicht wie. Damit hat der Fragesteller die Chance, sich die Grundlagen zu erarbeiten, und bei Anpassungen nicht wieder nachhaken zu müssen. Und andere Leser mit ähnlichen Problemen profitieren auch davon: Lesen, verstehen, adaptieren, umsetzen. Man kann es nicht oft genug wiederholen.