Beiträge von TBT

    Nachdem wir so viel gescholten haben, hier auch mal ein Lob: Telia ist aus meinem KDG -> Netcup Traceroute nun raus, ergo scheint das NOC da in der Tat etwas getan zu haben (evtl Telia ganz oder teilweise rausgenommen). Und was soll man sagen: Latenzen auf gewohnt gutem Niveau, Übertragungsraten wunderbar.

    Traceroute läuft nun von KDG direkt zu Anexia und dann zu Netcup. Keine Telekom und v.a. kein Telia dazwischen. :thumbup:

    Anstatt besser wirds mit jedem Tag schlimmer.

    Code
    1-4 lokal und KDG
    5    16 ms     8 ms    12 ms  145.254.3.60 <--Vodafone
    6    12 ms    15 ms    11 ms  145.254.2.207 <-- Vodafone
    7    16 ms    19 ms    15 ms  145.254.2.207 <-- Vodafone
    8    14 ms    16 ms    16 ms  87.128.239.254 <-- Deutsche Telekom
    9    14 ms    11 ms     *     80.156.161.186 <-- Deutsche Telekom
    10    17 ms    14 ms    18 ms  ae1-0.bbr01.anx84.nue.de.anexia-it.net [144.208.208.140] <-- Anexia
    11    62 ms    68 ms    18 ms  94.16.25.77 <-- Anexia
    12    74 ms    71 ms    66 ms  46.38.252.42 <-- Netcup
    13 mein Server

    Daraus ergeben sich für mich zwei Fragen: was hat die Deutsche Telekom in einem Vodafone Kabel Traceroute zu suchen? Da ist bei der Telekom sogar ein Ping ausgefallen. Und was ist zwischen Anexia und Anexia und Anexia und Netcup los?

    Die Bandbreite ist noch schlechter Netcup -> Home (KDG) bei 3 Mbit/s. Der Ping liegt bei rund 73ms, wo er normalerweise bei ca 20ms liegen sollte.

    Es gibt übrigens aktuell anscheinend ein DFN (Deutsches Forschungsnetz, haben Hochschulen) Problem im Bereich Nürnberg/Erlangen. Evtl ist ja Netcup / Anexia mit betroffen.

    Code
    6     3 ms     3 ms     4 ms  ffm-b5-link.ip.twelve99.net [62.115.14.116]
    7     7 ms     7 ms     7 ms  cablewireless-ic344337-ffm-b5.ip.twelve99-cust.net [62.115.174.155]

    twelve99 gehört zu Telia, ist vermutlich für die absolut schlechte Übertragungsrate von 1-3 Mbyte/s verantwortlich. Bitte fixt das doch mal endgültig oder nehmt Telia aus dem Routing.

    Code
     11    21 ms    17 ms    17 ms  94.16.25.77
     12    39 ms    38 ms    39 ms  46.38.252.42

    Heute wieder das gleiche (siehe oben, das ist nicht der gleiche Traceroute). Die Route zwischen diesen beiden IPs (Anexia und Netcup) ist problematisch.

    Und ja, Speeds von Netcup zu Kabel Deutschland sind schlecht (8-20 Mbit), teilweise werden die Verbindungen unterbrochen.

    Witzig. Gleiche IPs wie oben, aber jetzt so:

    Code
    11    17 ms    18 ms    16 ms  94.16.25.77
    12    14 ms    19 ms    16 ms  46.38.252.42

    Geht ergo wieder.

    EDIT: Geht wieder ist relativ. Es gibt immer wieder Übertragungsdateneinbrüche auf 3-5 Mbit.

    Schon alles klar. Ich wollte nur aufzeigen, dass "Einfach einen LB/RP und Firewall davor setzen" nicht ganz so einfach und v.a. (bei Netcup) auch nicht günstig ist.

    Eine Firewall vom Anbieter wäre wohl eher ein zentrales, großes Produkt, das man sich dann via VLAN holen kann. Manche anderen Cloud/VServer Server Anbieter bieten eine Providerfirewall an. D.h. es müsste schon irgendwie möglich sein.

    Windows Server ist jetzt nicht nur für Gameserver relevant, da kann es eine ganze Menge anderer Gründe für geben.

    Joa. Latenzen sind sehr schlecht. Grund ist (von Kabel Deutschland kommend) dieser Hop:

    Code
    11    17 ms    18 ms    16 ms  94.16.25.77 --> ist Anexia (oder eine SSP Europe GmbH IP Exchange GmbH aus Regensburg, je nach GeoIP DB)
    12    51 ms    54 ms    50 ms  46.38.252.42 --> ist Netcup

    Woran liegts?

    Beste Methode: Einfach einen LB/RP und Firewall davor setzen und Zugriff auf die Windows Maschine nur über eine VPN Verbindung.

    Es wäre sehr schön, wenn Netcup hierfür eine Firewall von Seiten des Providers als Zusatzoption anbieten könnte.

    Ansonsten muss man sich für eine halbwegs performante Lösung eine weitere VM holen und darauf eine Routing Software installieren, das Cloud vLAN Giga 1 Gbit/s oder 2,5 Gbit buchen (nicht billig) und dahinter dann die Windows Maschine hängen, die dann nur am vLAN und nicht am eigenen direkten Interface hängt. Deutlich aufwändiger und v.a. deutlich teuerer.

    Da hier Cloudflare für die DNS-Server erwähnt wurde, würde ich gerne noch https://desec.io/ erwähnen.

    Wow, danke für den Tip! Die sind ja auch bei Nginx Proxy Manager für Let's Encrypt DNS Challenge drin. Sehr fein. Das ist doch mal ein heißer Kandidat, da einige Domains zusammenzuziehen.

    Allerdings habe ich bisher beim Webspaceprovider meines Vertrauens (Ser*erprofis) auch keine Probleme mit DNS Records.

    Dann mach ein Supportticket auf, oder ruf an. Hier im Forum einen Post zu schreiben wird da eher wenig bringen, imho, auch wenn Netcup ja immerhin mitliest.

    Bevor ich da auf Problemlösungen warte, die vielleicht kommen oder auch nicht, stimme ich meist mit meinem Geldbeutel ab. Wenn nicht die Performance geliefert wird, die benötigt wird, muss man halt weg.

    Ja, dann mach das doch. Wie gesagt: ich habe keine einzige Domain bei Netcup, finde aber die VPS und Rootserver sehr gut. Keine Domains und keine DNS Server von Netcup im Einsatz -> kein Problem.

    Ich würde übrigens niemals die Webhosting Angebote von Netcup buchen, denn dass "Externe Domains" (d.h. Domains die woanders registriert sind und per DNS Serverdelagation zu Netcup zeigen) hier sehr stark begrenzt sind, ist nicht akzeptabel. Andere Anbieter mit vergleichbaren Preisen bieten hier unbegrenzt externe Domains, d.h. man kann auch 20-60 Domains woanders haben und trotzdem keine einzige Domain beim Webspaceprovider ordern.

    Meine Kombi: reiner Domainprovider ohne jeden Webspace oder sonstige Angebote (ok, er bietet auch noch einjährige kostenfreie SSL Zertifikate an, die ganz praktisch sind), ein Webspaceprovider, der unbegrenzt externe Domains zulässt (und übrigens kein DNS Serverproblem hat), ein Cloudflareaccount bei dem manche DNS Server für Domains untergebracht sind und eben VPS/Rootserver von Netcup. Läuft wie geschnitten Brot und ist sehr flexibel.

    Genervt sein hilft dem Problem nicht. Wenn ein Problem existiert, sucht, findet und setzt man eine Lösung um.

    Nimm andere DNS Server her, Cloudflare ist auch mein Favorit, gibt aber auch andere. Problem erledigt.

    Dass Netcup das unter Kontrolle bekommen muss, ist klar. Trotzdem vertraue ich bei diversen Services eher denen, deren einziges Geschäft diese sind.

    Nebenbei: ich habe meine Domains bei einem reinen Domainprovider (der auch günstig ist) und delegiere die DNS Server wie ich das will (z.B. Cloudflare oder die DNS Server eines Webspaceanbieters, etc.). Ich vermische niemals Services (Webspace, Serverprovider, etc.) und Domains. Hat den Vorteil, dass die Domains seit 20 Jahren beim gleichen Provider liegen und noch nicht einmal die 1-Jahreslaufzeit durch einen Wechsel unterbrochen werden mussten.

    Ganz allgemein gilt:

    Du schaust bei der DeNIC, welcher Registrar für die Domain eingetragen ist und konfigurierst dann bei diesem Registrar, wo die DNS Server für die Domain sind, indem man diese entsprechend einträgt. Und dann konfiguriert man diese zuständigen DNS Server mit den korrekten A, MX und anderen Records.

    Domaintransfers können schon mal leicht 2 Tage in Anspruch nehmen, bis alles durch ist.

    Zu den DNS Einstellungen bei Netcup kann ich nichts sagen, da ich deren Webspace Angebot nicht nutze. Ich verwende da eher Cloudflare.

    8GB Ram und 2 vKerne sind für Windows Server schon sehr grenzwertig, m.E. zu wenig. Bei mir sind akuell 6,3GB "committed", also (mit einigen Applikationen laufend) verwendet. Der Windows (Server) Ordner verbraucht schon gleich mal 26 GB, da sind dann noch keine Anwendungen oder Daten mitgerechnet.

    Ich würde sagen, dass es mindestens den VPS 2000 G9 (oder ein besseres Sonderangebot) für eine zufriedenstellende Performance bräuchte. Noch besser wäre natürlich ein RS.

    Zur Absicherung eines im Internet stehenden Windows Servers gehört die ordentliche Konfiguration der Firewall, sowie die Installation von https://github.com/DigitalRuby/IPBan zur Absicherung gegen Brute Force RDP Angriffen. Ein komplexes RDP Passwort und die Deaktivierung des "Administrator" Accounts und Verwendung eines anderen Benutzers als Admins ist natürlich eh klar.

    Nebenbei: Das 2,5 Gbit/s-Netz in Verbindung mit SSDs ist großartig, man kann definitiv weit über 1 Gbit kommen. Die SSDs der RS haben ca eine Performance von 250-350 Mbytes/s.

    Vor einem Mailserverumzug ist es ratsam, einige Tage vorher die TTL des A Records, der für den MX Record verwendet wird und die des MX Records auf eine sehr kurze Zeit (z.B. 5 Minuten) zu stellen. Dann ist der Umstieg sehr schnell, außer einige DNS Caches halten sich nicht an die TTL.

    Für Mailaccount Umzüge bietet Netcup übrigens https://mailsync.netcup.net/de/ an.