Godzilla :
So soll das zumindest sein. Wir lassen jetzt zur Sicherheit nochmal einen Check über alle Nodes laufen. Bitte wenden Sie sich ggf. an unseren Support. Dieser kann prüfen, ob hier etwas schief gelaufen ist.
KORN3Y :
Selbstverständlich wird es hier Updates geben, auch wenn hier die Sicherheitlücken hier nach aktuellen Kenntnisstand nicht ausnutzbar sind. Um hier die Anzahl der Neustarts gering zu halten, werden wir diese erst durchführen wenn es weitere, erforderliche, Patches gibt und diese auch sicher laufen.
Michael83 :
Das riecht danach. Wir haben jetzt eventuell eine Möglichkeit gefunden, selbst die Systeme zu patchen. Dieser Patch wird aktiv, sobald es einen ungeplanten Restart gibt. Die Systeme die wir mit den Patch versehen haben, sind bislang nicht mehr neu gestartet (das ist jetzt 12 Stunden her). Wir beobachten das weiter und hoffen sehr das Intel(R) endlich mit offenen Karten spielt.
Statusupdate #9:
Wie bereits angekündigt, haben wir unterschiedliche Distributionen auf den Wirtssystemen im Einsatz. Auch gibt es hier Unterschiede bei der eingesetzten Hardware-Generation, da es noch nicht für jede Hardware Patches von den Herstellern gibt.
Die Entwickler von Debian sind z.B. noch dabei einen Patch für ibrs zu entwickeln. CentOS hat hier z.B. bereits Updates herausgebracht. In ersten internen Tests deutet es sich allerdings an, dass diese nicht wirklich gegen die Angriffsszenarien von Spectre schützen. Auch hier wird es sicherlich von den Entwicklern noch Updates geben.
Spectre kann in einer auf KVM basierten Virtualisierungsumgebung nach aktuellen Kenntnisstand nicht wirklich für einen Datenzugriffsmissbrauch angewendet werden. Da viele Patches in sehr kurzer Zeit entwickelt wurden, sind diese zum Teil fehlerhaft. Die Sicherheitslücken und die fehlerhaften Patches halten seit dem 04.01.2018 die gesamte IT-Branche in Atem. Heute wurde bekannt, dass Intel(R) bei einigen CPU-Generationen wieder fehlerhafte Patches veröffentlicht hat. Wir werden aus diesen Gründen die Patches erst nach ausgiebigen Tests einspielen. Gegen das deutlich gefährlichere Angriffsszenario Meltdown sind alle unsere Systeme abgesichert. Gegen Spectre sind alle Nodes geschützt, die auf CentOS basieren, wobei diese Patches nach neuen Kenntnissen, wie oben geschrieben, auch nicht ausreichend sind und Updates erhalten werden.
Wann wir genau die weiteren Updates einspielen können, ist Stand heute überhaupt nicht voraussagbar. Mehrere Mitarbeiter testen Rund um die Uhr alle Patches um so schnell wie möglich zu einer Entscheidung zu kommen, wann diese eingespielt werden können. Wir werden Sie dazu in einer separaten E-Mail und auch auf http://www.netcup-status.de informieren. Auch am bevorstehenden Wochenende werden wir für Sie arbeiten.
Wir bitten um Ihr Verständnis und um Ihre Geduld. Wir sind nach wie vor in der Sache involviert und werden nach der ersten großen Patchwelle jetzt im Hintergrund für Sie arbeiten. Sollten neue, akute Probleme auftauchen, werden wir sofort aktiv werden und Sie nach Möglichkeit vorausschauend informieren.
Ich wünsche uns allen ein erholsames Wochenende, nach der vermutlich aufregendsten Woche der IT-Branche. So viele Überstunden haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch nie in einer Woche angesammelt. Alles was mit dem deutschen Arbeitszeitgesetz vereinbar war wurde von ihnen geleistet. Führungskräfte haben wenige Stunden geschlafen und durchgearbeitet.
Mit freundlichen Grüßen
Felix Preuß