Beiträge von Paul

    Das serverseitige Setzen von Passwörtern kann zwar dafür sorgen, dass gewisse Richtlinien eingehalten werden, hat aber den eklatanten Nachteil, dass dieses Passwort auch wieder irgendwie zu dem Nutzer kommen muss. So viel Mühe man sich dann beim Erstellen gibt, beim Transportweg sind dann Richtlinien meist schon wieder egal und sie landen im Klartext in irgendwelchen E-Mails. SMS ist auch nicht besser. Prinzipiell ist es nie gut, wenn ein Passwort von mehr als einer Person gesehen wird. Das Passwort an sich ist in den wenigstens Fällen das Problem (Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel). Je restriktiver der Admin die Passwort Erstellung macht - desto sorgloser ist meist der Umgang der User mit diesem - vor allem wenn es nicht einmal selbst gesetzt wurde.

    Die Einstiegshürde bei Ansible ist auch etwas höher. Daher ist das sicher nicht für jedermann etwas. Und man muss es auch nicht unbedingt nutzen. Wenn man es aber einmal erfolgreich eingesetzt hat, möchte man nichts mehr anderes. Ich nutze das jetzt seit über 10 Jahren produktiv. Man ist halt sehr flexibel, vor allem wenn sich die Rollen selbst schreibt und dann einfach immer wieder verwenden kann. Entsprechende Konfigurationen finden dann einfach über wenige Variablen statt. Ich setze damit quasi alles auf, von meinem Mailserver über über Datenbanken bis hin zu DC übergreifenden Kubernetes Clustern. Gerade wenn man viele Server administrieren muss, kommt man mit Shell Skripten doch schnell mal an die Grenze des Sinnvollen. Daher ist der Einsatz davon auch immer etwas abhängig davon wie groß man denn mit seiner Serverlandschaft wachsen möchte :).

    Hast recht, aber mein Vergleich war nicht mit heute. Die MNZ-Version ist ja ebenfalls sehr oft reduziert zu haben: https://otterside.dev/netcup-produkte/index.php

    Ein Webhosting 1000 mit 1 .com Inklusivdomain für 1,08€/Monat ist schon erstaunlich günstig. In diesem Fall würde sich das schon lohnen, wenn man die Domain nicht in einem anderen Webhosting Paket benötigen würde (was ja dann nicht mehr geht). Viel Marge bleibt da bei Netcup aber nicht mehr übrig. Sind dann aber im Jahr auch nur ein paar Cent Unterschied. Daher ist das unter dem Strich eigentlich dann auch egal. Man hat dann halt noch ein Webhosting in MNZ am Bein. Wirklich anfangen können damit dann auch eher wenige. Ich würde daher immer bei der einzelnen Domain bleiben. Da ist man flexibler.

    War die .com gestern wirklich teurer als 2,17€ pro Monat? Man sieht den Flash-Deal von gestern nicht mehr, aber mir war so, als wäre da eine "1" vor dem Komma gewesen?!?

    Korrekt. Der Preis müsste (aus dem Gedächtnis) bei 1,13 € / Monat gelegen haben.

    Talos ist zwar ganz nett von der Idee, aber vermutlich auf einem Remote VPS nur bedingt geeignet. Gerade wenn du kein SSH hast und das Remote Management komplett über https über das Internet machen musst, kann man sich da manchmal auch selbst ein Bein stellen. Ich habe ja auch Kubernetes Cluster. Auch bei Netcup. Aber an Talos würde ich da nicht unbedingt denken, gerade weil du da bei Problemen recht schnell aufgeschmissen bist ohne lokale Debugging Tools.

    Boote doch wirklich mal in das Rettungssystem und versuche die Disk zu mounten. Wenn da dann alles ok ist, dann liegt es zumindest schon mal nicht am Upgrade. Vielleicht sind ja wirklich einige UUIDs anders oder die Disk Reihenfolge. Klar gibt es auch immer noch eine Restwahrscheinlichkeit, dass das Upgrade an sich etwas kaputt gemacht hat, aber die Wahrscheinlich dafür ist dann doch eher gering. Um die Problemsuche etwas einzugrenzen solltest du wirklich mal schauen, ob es an der VM liegt oder an deinem Talos selbst.

    Auch der Support wird dich erst einmal nur auf das Rettungssystem verweisen. Das musst du also so oder so machen.

    Warum wird auf dieser Seite die Mehrwertsteuer mit 0% angegeben, ist das überhaupt legal?

    https://www.netcup.com/de/server/vps

    Mit welcher IP rufst du die Seite denn auf? Ich kann das z.B. nicht bestätigen. Hier werden die Preise ganz normal mit 19% (DE) angegeben. Ich gehe mal stark davon aus, dass Netcup hier irgendeine Art Geo IP Check durchführt und anhand dessen gewisse Voreinstellungen vornimmt. Ich würde mal deine eigene IP überprüfen, was da so gängige Geo IP Checks zu sagen. Ist es vielleicht sogar über VPN?

    Also wenn dein Server in den USA steht, würde ich mir generell überlegen andere Nameserver zu verwenden. Die beiden oben genannten Server stehen ja in Deutschland (Nürnberg). Die Latenz von deinem Server ist da dann natürlich schon etwas sehr hoch (falls sie überhaupt von dort erreichbar sind). Da würde ich definitv welche nehmen, die etwas näher an deinem Server stehen. Für den Anfang ist sicherlich auch 1.1.1.1 (Cloudflare) eine gute Wahl. Falls das ein normales Debian ist, schaue mal in die /etc/netplan/ Konfiguration. Dort müsstest du diese ändern können.

    Beobachtet hier gerade noch jemand Packet Loss über IPv6? IPv4 auf die gleichen Server ist kein Problem.

    Code
    60 Pakete übertragen, 50 empfangen, 16.6667% packet loss, time 59320ms
    rtt min/avg/max/mdev = 9.319/10.570/15.987/1.174 ms

    EDIT: forum.netcup.de ebenfalls betroffen

    Code
    PING forum.netcup.de (2a03:4000:35:8e2::95) 56 Datenbytes
    [...]
    --- forum.netcup.de Ping-Statistiken ---
    30 Pakete übertragen, 25 empfangen, 16.6667% packet loss, time 29253ms
    rtt min/avg/max/mdev = 9.820/10.613/13.816/0.848 ms

    Gehen wohl hier (AS47147) verloren

    Code
      6. AS47147  2a00:11c0:47:1:47::149                         0.0%    30   12.4  10.7   8.2  25.1   3.9
      7. AS47147  2a00:11c0:47:1:47::140                        33.3%    30   13.0  12.9  10.9  20.5   2.5
      8. AS47147  2a00:11c0:47:3::121                           10.0%    30   13.0  16.0  10.7  39.0   5.9
      9. AS197540 forum.netcup.de                               10.0%    30   10.8  10.6   9.6  12.9   0.9

    Hast Du schon mal umfangreiche NX Instanzen über mehrere Version upgedated? Ich hab das hinter mir, never ever

    Schön ist es nicht, aber durchaus machbar, wenn man möchte. Habe selbst schon viele Nextcloud Major Upgrade hinter mir. Als Empfehlung kann ich sagen, dass man die x.y.0 Versionen meiden sollte. Diese sind oft (eigentlich fast immer) noch ziemlich verbuggt und werden dann in der Regel erst mit dem ersten Patch Release x.y.1 nutzbar. Daher sollte man hier lieber etwas konservativer sein und nicht direkt aktualisieren (auch wenn es manchmal in den Fingern juckt). Es gibt halt keine wirklich gute Alternative, wenn man sich einmal an das Ökosystem gewöhnt hat (mit den Apps).

    Weißt Du, ob man bei denen in eine EFI-Shell kommt? Falls ja, könnte man ja einfach netboot.xyz bemühen.

    Leider nein. Das ganze dürfte dort interessanterweise auch mit einer Hyper V Virtualisierung laufen. Das kann wohl nur Bios (zumindest in der älteren Version, die hier zum Einsatz kommt), auch wenn die Images, die sie anbieten generell UEFI fähig wären. Gebootet wird aber immer noch ganz klassisch im Bios Mode.

    Code: lscpu
    Virtualization features:     
      Virtualization:            AMD-V
      Hypervisor vendor:         Microsoft
      Virtualization type:       full

    Sehe ich sehr ähnlich. Wobei es mir nicht mal darum ging, mir ist nur die (nirgends kommunizierte) Änderung aufgefallen. Vorher hatte z.B. der VPS M 2 Cores, jetzt 4.

    Ja, das ist definitiv interessant. Ich kannte auch noch die alten Preise. Und schon da habe ich nicht verstanden, warum diese so erheblich teurer waren als die mit der gleichen Austattung, dem gleichen Funktionsumfang, im gleichen Datacenter, die unter der anderen Marke (Stra**) vertrieben wurden. Die VPS waren im Grunde exakt gleich, hatten aber einen unterschiedlichen Preis. Ok, Stra** ist vielleicht auch einfach die Discounter Abteilung. Aber dann machen die aktuellen Preise ja noch weniger Sinn, weil aktuell bekommt man günstigere VPS bei der Original Marke als beim Discounter. Oder aber Stra** zieht demnächst nach und unterbietet das nochmal (schwer vorzustellen). So oder so überrascht das schon etwas. Das hast du gut beobachtet.

    I0nos hat übrigens die Preise der VPS deutlich reduziert/Ausstattung verändert (siehe deren Homepage unter /server/vps und die entsprechende URL mit der Wayback Machine)

    Unter der Voraussetzung, dass man sich für 24 Monate binden will, sind die Angebote wirklich erstaunlich gut. Danach würde der Preis aber auf den regulären Preis steigen, wenn man diesen nicht rechtzeitig kündigt. Das macht Netcup hier besser (es sei denn die Energiepreise steigen mal wieder ;))

    Der Funktionsumfang des Control Panels ist aber sehr gewöhnungsbedürftig und kann bei weitem nicht dem von Netcup mithalten. Dafür gibt es eine vorgelagerte Firewall, dies sich viele auch bei Netcup wünschen. Auch ist für jeden Server standardmäßig Port 25 nach außen zu (was sicher deutlich mehr Spam zurück und die IPs sauber hält). Von der Performance her sind die Server top, muss man schon so sagen. Aber der komplette Funktionsumfang ist bei Netcup besser (auch z.B. mit den VLANs). Bei ION** ist der Schwerpunkt eh auf dem Cloudprodukt. Die VPS laufen halt so nebenbei, weil man das auch braucht. Aber das Kerngeschäft dürfe mittlerweile ein anderes sein.

    IP Adressen sind nach wie vor kostenlos. Dieser Handel von Netzen ist m.E. nur Geldmacherei.

    Genauso wie das Märchen der IP Knappheit.

    Knapp sind sie schon. Inwiefern sie jetzt teuer/billig sind, sei wirklich mal dahin gestellt. Ist ja alles relativ. Es ist halt aus Netcup Sicht doch was anderes, ob man einen RS 8000 mit einer IPv4 anbietet oder einen VPS Pico, wenn die IPv4 für beide gleich viel kostet, aber der RS 8000 viel mehr Umsatz generiert. Ist ja ähnlich wie mit kdump. Wenn kdump 192MB (minimum) für sich reserviert, der Server aber selbst nur 1GB RAM hat, dann fehlt da relativ zur Gesamtgröße sehr viel mehr als wenn ich sowieso 16 GB habe (da fällt das eher den Bereich Rundungsfehler).

    Wann kam die denn? Nicht dass ich die übersehn hab und die mir 5e abzocken wollen.

    Vermutlich werden die nicht gleich alle auf einmal verschickt, aber bei mir kam die Mail heute um 12:25 an. Betreff: "Wichtige Informationen zu VPS Plesk-Lizenzen" (klingt aber tatsächlich wie ein Betreff einer typischen Phishing Mail).

    Also meiner schon. Der ist seit Bereitstellung aus... :)

    Eine IPv4 Adresse + IPv6 Subnet belegt er ja trotzdem. Ich gehe stark davon aus, dass gerade bei den kleinen Servern die belegte IPv4 mit am teuersten ist. Dieser 1 vCore auf alter Hardware und die 1 GB RAM dürften niemanden wirklich arm machen ;)