Beiträge von Artimis

    Nene, ich fühle mich nicht angegriffen.

    Nur leider geht mir, wenn ich mit Leuten konfrontiert bin, die nicht wissen, was "SSH" bedeutet, aber einen (v)Server mieten, aus verschiedenen Gründen etwas die Krempe hoch:
    a) Ich habe mal einen vServer (nicht bei Netcup) verloren, da das Hostsystem inkls. Backup-System wegen eines Null-Peilung-voll-root-Menschen von der Strafverfolgung beschlagnahmt wurde. Ist toll, wenn man plötzlich seinen Server nicht mehr erreicht, aber eine nette Eklärung im Postfach findet, dass man gaaanz von vorne anfangen darf mit den Monaten an Einrichtungarbeit.
    b) Ich musste gerade auf meinem zweiten vServer Geld in Form von RAM-Upgrades investieren, da diese ständigen Angriffe ab und an schon massiv in den Arbeitsspeicher reinhauen. Und da openVZ kein swap unterstützt... Und diese Angriffe kommen nicht etwa aus Hinterländern, sondern auch von eben jenen Null-Peilung-voll-root-Menschen, deren Server nach 3 Wochen Amok laufen.
    c) Bei dem von Netcup verwendeten linux-vserver ist keine Ressourcentrennung möglich. Nicht einmal im Ansatz, wie man immer wieder und gerade vor wenigen Minuten in anderen Threads ließt. Ich habe das Szenario mal mit einem frischen System ausprobiert. Und daran, dass "exit"-Befehle eine Ewigkeit dauern, gebe ich einfach mal blind diesen Null-Peilung-voll-root-Menschen die Schuld daran, deren vServer unter Einsatz sämtlicher verfügbaren Ressourcen Spam und Angriffe ins Netz jagen oder 80 GameServer-Slots bewältigen sollen.

    Ich bitte also um Entschuldigung, wenn ich Leuten, die gerade eben noch wissen, wie vServer geschrieben wird, sodass sie den richtigen Bestellknopf gefunden haben, nicht sonderlich viel Verständnis entgegenbringen kann. Denn diese Menschen kosten mich Nerven, Geld und Zeit (um in der Reihenfolge meiner drei Punkte zu bleiben).

    Natürlich soll die Höflichkeit gegenüber diesen Mitmenschen gewahrt werden. Aber das heißt nicht, dass man nicht Tachilles reden kann, dass ein vServer für diese Personen schlicht exakt das falsche ist. Und wenn dann Leute ankommen, die meinen, ihnen das absolute Minimum an Halbwissen zum Copy&Paste-n hinzuwerfen, sodass sie die Chance, dass der vServer auch wirklich demnächst Amok läuft, verzwanzigfachen, muss ich sagen, dass ich mir nicht sagen lasse, ich solle freundlicher sein und ein Kundenforum ist zum Helfen da (wobei ich da keine Einwände habe, aber Hilfe ist nicht unbedingt das hinwerfen, was der Fragesteller will).


    Was das Sniffing angeht:
    Ich gehe nicht davon aus, dass in den Weiten des Webs gesnifft wird. Ich spreche von mehr oder weniger lokalen Netzerken und Malware.
    Und da hatte ich weiß Gott genug Fälle, wo unverschlüsselte Verbindungen abgehlrt wurden. Um ein paar zu nennen:
    a) Ein Bekannter hatte ein nettes kleines Malware-Tool drauf, welches schlicht einen Proxy eingepflegt hat. Sämtlicher Traffic ging dann über das Netz der Kriminellen und schnell waren Email-Passwort und ein FTP-Passwort, wo dann Vi4gra-Werbung hinterlegt wurde, weg.
    b) Unsere Uni musste erst neulich ausnahmslos sämtliche Netzzugänge ausschließlich über openVPN anbieten. Vorher haben sich nämlich zwielichtige Gestalten hingesetzt und haben den LAN-Verkehr mitgesnifft und so jede Menge Email-, StudiVZ- und sonstige -Zugänge erhalten. Damit wurde dann massig Schindluder getrieben und zwar auf (für mich noch schlimmerer) zwischenmenschlicher Ebene.
    c) Bei der Firma meines Vaters war in der Anfangszeit die WLAN-Verbindung offen. Dort hat sich jemand eingelinkt und hat den Netzwerk-Traffik gesnifft. Das Resultat war, dass eine Menge Kunden mit Webund bombardiert wurden. Von der Firmen-Email-Adresse aus. Keine gute Idee, es hat fast die Firma ruiniert.

    So, basierend auf diesen Erfahrungen bitte ich höflichst darum, etwas weniger sensilbe Daten als die root-Passwörter zu virtuellen Servern für jede Menge anderer Leute lesbar durchs Netz zu jagen. Denn auch ein Sniffen im Internet ist nicht abwegig, wenn da Pakete an den FTP-Port geschickt werden. Denn im besten Falle: Saftige Geldstrafe, im schlimmsten Falle: Der Betreiber geht in den Knast und eine Menge Kunden verlieren ihren vServer wegen Beschlagnahmung.

    Bei dem Weg sollte man aber nicht vergessen, dass das Script dann selbst ausführbar sein muss. Und zwar vom User.

    Zum /usr/bin/php: Bist du sicher, dass du das hast? Ich musste es mir als Symlink anlegen, da mein CLI-PHP in /etc/alternatives/php liegt.

    Ehm, sorry, wenn ich wieder einen auf "unfreundlich" mache (s. anderen Thread). Aber nicht zu wissen, wie man sich bei einem vServer per SSH einloggt, kommt in etwa der Fahrlässigkeit nahe, ein grooooßes Lagerfeuer anzuzünden und keine Ahnung zu haben, wie man den Brand nachher kontrollieren bzw. löschen kann.

    Bei einem vServer findet mindestens 80% des Verwaltungsaufwands in der SSH statt. Wenn es nach mir ginge um einiges mehr (weshalb ich auch kein sysCP und solchen Krams benutze, sondern ggf. für andere eigene Webinterfaces schreibe).

    Wenn du nicht weißt, wie mindestens 80% deines Produkts zu benutzen sind, ist es vielleicht nicht das richtige Produkt.

    Und von der groben Fahrlässigkeit, das root-Passwort über eine von vielen Leuten abhörbare unverschlüsselte Verbindung zu jagen, fange ich jetzt gar nicht an.

    Naja, Leute. Im Prinzip haben wir als Kunde nicht das Recht, Netcup vorschreiben zu wollen, ob sie den safe_mode aktiviert lassen (denn ich denke mal, dass das System vor PHP 5.3 aufgesetzt wurde und somit der safe_mode von Anfang an aktiv war) oder nicht.
    Natürlich ist es nicht ganz zu vergleichen, aber dann könnte man als Kunde ja gleich fordern, exec, shell_exec und system frei und global nutzen zu können. In der PHP-Version, die ich auf meinem vServer aufgesetzt habe, war dies nicht per Default deaktiviert, was also in das Argument mit der standardmäßigen Deaktivierung ab 5.3 und völligem Ausbleiben ab 6.0 passen würde.

    Ich finde schön, dass das Problem zu beiderseiten Zufriedenheit gelöst werden konnte: Netcup hat keinen Kunden verloren, sondern hostet nun ein anderes Paket statt dessen, der Kunde hat, was er will.

    Allerdings könnte Netcup tatsächlich bei der Produktbeschreibung einen Hinweis geben, dass der safe_mode aktiv ist. Denn ganz so selbstverständlich wie, dass absolut sicherheitsrelevante Funktionen wie z.B. die obigen deaktiviert sind, ist es ja doch nicht. ;)

    Zitat

    aber auf jeden Fall viel schneller

    Das glaube ich gerne. Ich kriege jedes Mal ne Krise, wenn der zu swappen anfängt. Und das tut er ständig. Man nehme nur eine einfache aptitude-Installation, die schon mal 15min dauern kann, wenn man viel installiert.

    Also für 20€ würde ich mir auf jeden Fall wohl welche zulegen, um endlich alle Haushalte sauber zu vernetzen und nicht mit Einzelplatz-VPN-Zugängen.
    Einen Flash-Speicher hat das Ding nicht integriert, oder? Also muss es per USB-Stick oder gar Platte laufen?

    Joa, natürlich muss das Gerät mit dem aiccu zwei IPs haben: Die Tunnel-IP und eine IP aus dem Subnet, welches man bei den anderen Geräten bzw. in der radvd.conf als Gateway einträgt. Und das Forwarding muss ggf. in der Kernelschnittstelle aktiviert werden.
    Ich selbst verwalte ja die IPv6-Adressen manuell. Dabei wird schön stramm übersetzt: Der Rechner mit der IPv4-Adresse 192.168.0.21 bekommt die <prefix>::21. Nur der Router (eh nicht IPv6-fähig) hat keine IPv6-Adresse und der vServer, auf dem ich den aiccu hoste, hat die <pf>::1.
    Aber da bei mir das Subnet durch VPNs geshared wird, habe ich auch Konfigurationen, wo radvd läuft. Der eine VPN-Server, mit dem sich mein HomeServer verbindet, der wiederum das VPN und das lokale Netzwerk bridged, nutzt kein radvd, aber ein anderer VPN-Server, der auch für Kumpels und ad hoc da ist, vergibt automatisch IPv6-Adressen. Allerdings aus einem anderen Subnet, nämlich <prefix>:10::/64, da die IPv4-Adressen 10.0.0.0/28 sind.

    @ j-wolter: Meinst du den hier? Gibt es Projektseiten für ein vollwertiged Linux darauf? Was hat der für technische Spezifikationen?

    Wie machst du das?
    Statisch? Oder dynamisch/automatisch?

    Hast du schon das reverse DNS eingerichtet?


    Ich spare gerade auf meinen zweiten Tunnel. Den wollte ich wahlweise als Backup als auch als portable Lösung (wenn das mit dem VPN nicht klappt) nehmen. Ich muss mir nur noch gescheite Hostnames einfallen lassen für rDNS. Und 14 Tage warten, denn mein LinkedIn-Profil wurde nicht akzeptiert.

    Naja, die Firewall anzupassen, sollte eine 5min-Sache sein.
    Sie basiert doch auf iptables, oder?
    Dann muss nur gecheckt werden, ob eine IPv4-Adresse oder ein IPv6-Adresse eingegeben wird (das geht ganz einfach in PHP mit Filtern) und dann wahlweise iptables oder ip6tables bemüht werden.
    Aber je nach Procedere denke ich auch, dass wir wohl noch auf das neue VCP warten müssen. Naja, lang ist es ja nicht mehr hin, es soll ja Mitte September rauskommen, oder?

    EDIT:
    Ah, ich habe den Post gefunden. Scheinbar ist es bereits möglich, nur noch in der Testphase.

    jaja, es sind immer die kleinen Dinge, die das ganze Gedankengebäude zum Einsturz bringen. Da sind es vergessene Klammern, fehlende Semikola oder die Tatsache, dass der Country-Code für Deutschland "DE" ist :D

    Btw: Bevor es zu eventuellen Fehlern kommt, wenn ein Feld nicht ausgefüllt wird: Oft wird bei einem leeren Feld ein "." ohne alles erwartet. Sprich:

    Code
    $dn['organizationalUnitName'] = "."

    Kann sein, muss nicht.

    Ich wollte mal zwischenfragen, wie es mit der Einführung von IPv6 aussieht.
    Neulich wurde ja berichtet, dass auf den Test-vServern IPv6 verfügbar ist. Wann dürfen wir so in etwa mit IPv6 rechnen?
    Und wie sieht es dann mit dem Procedere aus? Bekommt jeder vServer sein eigenes /64-er- oder /80-er-Prefix? Oder adden wir uns die IPv6-Adressen aus einem Host-eigenem Pool?

    Subnetze würde ich nicht sperren, da sie oft ziemlich willkürlich geroutet werden. Ich hatte mal 3 direkt aufeinanderfolgende IPs aus drei verschiedenen Staaten.
    Wenn dem nicht so wäre, hätte ich längst primitive Hinterländer wie Indien, China, Ungarn, Rumänien, Russland, Ukraine und wie sie alle heißen, gesperrt. Mehr als Spam und Angriffe kriegen wir aus diesen Staaten doch eh nicht.

    Eine andere saubere Möglichkeit gibt es nicht.
    Ich mache es z.B. so, dass ich nur richtig wichtie Seiten mit einer eigenen IP und einem eigenen Zert hoste. Die anderen verwenden Wildcard-Zertifikate (mit Aliasen), die ich mit einer eigenen CA signiere. Wer öfter auf meinen Seiten unterwegs ist, importiert meine CA und hat nie wieder Ärger mit meinen Zertifikaten, auch, wenn ich z.B. ein weiteres Alias hinzufüge.
    Man kann natürlich auch einfach ein Zertifikat für alles nehmen und mit den Warnungen der Browser, dass das Zertifikat für eine andere Website gilt, leben. Das ist wohl das einfachste.

    Ansonsten: Ob IPv6 günstiger sind?
    Naja, auf jede IPv4-Adresse kommen mehr als 18,4 Trillionen IPv6-Adressen. Sprich: Anstelle von einer IPv4-Adresse bekommst du genug IPv6-Adressen, um jedem Quadratmeter der Erde mal eben 36200 IPv6-Adressen zuzuweisen.
    => Ja, IPv6-Adressen sind irgendwo doch günstiger.

    Richtig. Ob der TCP-Flooder nun von root oder ts3 ausgeführt wird, juckt mich nicht wirklich, wenn ich die dicke Rechnung für meine Fahrlässigkeit bekomme.

    Btw: Wer eine App wie TS3 als root ausführt, gehört aus dem Netz verbannt. Soetwas machen wirklich nur Leute, die Null Peilung haben. Von daher können die massiven Sicherheislecks von TS3 nichts mit den root-Rechten zu tun haben.

    Also, wenn da keine privaten Inhalte hinterlegt sind oder hingeschickt werden sollen (ein Login z.B.), macht SSL keinen Sinn. Außer einer Fehlermeldung erreichst du nichts. Und den meisten wird das "https://" auch nicht auffallen.
    Es kostet nur ein bisschen mehr Rechenleistung und wird bei manchen Proxys (Arbeitsplatz, Schule...) geblockt, mehr nicht.

    Nein. Bevor irgendwelche Daten ausgetauscht werden, wird die Verschlüsselung etabliert. Lehnt der Browser diese ab, hat der Webserver nichts mehr zu melden.
    Sinnvoller wäre es, den Hinweis vorher dranzuschreiben. Sehr wenige Leute rufen aus Jux einfach mal https-Seiten auf.

    Natürlich wird ein nicht vertrauenswürdiges Confixx-Zertifikat verwendet.
    Da der Webspace noch kein IPv6 unterstützt, müsste jede kleine Webpräsenz eine eigene IPv4-Adresse haben, um ein "vernünftiges" Zertifikat hosten zu können.
    Und erkläre mal der Ripe, warum du für einen Server unbedingt 200 IPv4-Adressen benötigst.

    Btw: Jeder, der ein bisschen Ahnung hat, wird das Zertifikat akzeptieren. Die Funktion des vertrauten Zertifikates existiert nur, um z.B. Bankseiten und so zu schützen. Denn wenn jemand z.B. per DNS-Manipulation einen Phishing-Server bereitstellt, hat dieser ganz sicher kein von den als vertrauenswürdig eingestuften CAs signiertes Zertifikat, sodass der Browser Alarm gibt. Privatseiten sind da eh egal, da kommt es nur auf die Verschlüsselung an und ggf. muss man beim ersten Mal einfach darauf vertrauen oder es überprüfen, ob man auf dem richtigen Server gelandet ist.