Beiträge von m_ueberall

    Welche Logs sollte ich mir dazu ansehen?

    Definitiv /var/log/syslog[.*] zum Zeitpunkt des Ausfalls; dazu die Logs/Hinweise im syslog der installierten einschlägigen Überwachungswerkzeuge, welche normalerweise E-Mails mit Warnungen versenden (chkrootkit, logcheck, lynis, tenshi, …) – Mit Verlust der öffentlichen IP-Adressen konnten diese nicht mehr versendet werden, d. h. sie könnten sich in entsprechenden Postfix-Mailqueues/lokalen Fallback-Mailboxen finden.

    Wenn es allerdings keine beschädigten Pakete gibt, kann die Ursache allein das Sterben von systemd-Diensten sein; diese sollten, gerade wenn es um die öffentliche IP-Adresse geht, normalerweise einigermaßen robust ausgelegt sein. Hier empfiehlt sich unbedingt die Einrichtung eines lokalen Watchdogs, welcher ggf. via cron regelmäßig überprüft, ob eine öffentliche IP-Adresse verfügbar ist oder nicht und ggf. versucht, eine solche erneut zu allokieren. Das geht mit einem kleinen Shell-Script oder etwa via Monit.

    Die folgenden Definitionen sparen mir übrigens immer Tipparbeit in obigen Fällen:

    Code: ~/.bash_aliases
    alias sluf='systemctl list-units --state=failed'
    Code: ~/.bash_funcs
    slufs() {
        FAILED=""
        for FAILED in $(systemctl list-units --state=failed | grep " failed " | grep -v " masked " | sed -e 's|^..||g' -e 's| .*||g'); do
            echo ">> systemctl start ${FAILED}"
            systemctl start ${FAILED}
        done
        [[ -z "${FAILED}" ]] && echo 'Nothing to do (no loaded units in "failed" state)!'
    }

    EDIT: Die ersten Schritte haben sich inzwischen erledigt, wie ich sehe… :P

    Ich würde vorschlagen, zunächst einmal das Rettungssystem zu starten. Wenn die gezeigte IP-Adressen – sofern sie mit den im SCP gezeigten zugeordneten IP-Adressen übereinstimmen – dort auch nicht allokiert werden können, ist das ein Thema für den Support, denn das Rettungssystem muss immer funktionieren.

    Funktioniert das Rettungssystem, könnte nach einem Reboot über die SCP-Konsole versucht werden, die angegebene/dann verifizierte IPv4-Host-Adresse/Gateway-Adresse temporär manuell zu setzen, siehe hier.

    dpkg --list | grep -vE '^ii|^hi' sollte aufzeigen, ob es Probleme mit Paketen gibt, die ggf. via apt --fix-broken install repariert werden können. Unabhängig davon sollte man existierende System-Logs (die hoffentlich mindestens eine Woche aufgehoben werden) durchsehen, um Problemen auf die Spur zu kommen.

    Hallo ich würde gerne wissen wie es aussieht, wenn ich einen Mirror betreiben möchte. Laut der Distribution sollte man etwa 50GB plus Reserve 50GB vorhalten. Die Bandbreite ist bei meinem RS nicht das Problem aber wie schaut es mit Traffic aus? Kann man das realistisch abschätzen ob die inkludierten 120 TB da reichen. Macht das jemand von Euch und kann berichten?

    1. Von welcher Distribution/Version/Architektur reden wir? Die 50GB werden bspw. in der Literatur generell pro Debian-"flavour“ und -"architecture“ angegeben.
    2. Soll es ein öffentlicher Spiegel werden? Dann entscheidet die Popularität darüber, wie viel Bandbreite „downstream“ (in Richtung der Repository-Nutzer) dazu­kommt; für den reinen Spiegel sind die 120 TB selbst bei Debian Sid problemlos ausreichend – bei älteren Distributionen, welche lediglich noch Updates erhalten, ist das Datenaufkommen deutlich geringer.

    Ich selbst spiegele lediglich einige (Teilmengen von) kleinere(n) Repositories, auf deren Pakete ich angewiesen bin, neben eigenen (derzeit privaten) Repositories für Debian/Ubuntu. Geht es um die (Haupt-)Repositories der Distributionen selbst, welche im Netz auch langfristig verfügbar sind, ist zu überlegen, ob ein eigener Spiegel wirklich Sinn ergibt/Mehrwert bringt. Hier gibt es weltweit bereits zahlreiche nahegelegene Spiegel bei Universitäten/Providern mit Bandbreiten, welche Größen­ord­nungen über dem liegen, was man mit einem gemieteten Server oder Server-Cluster bereitstellen kann.

    Wenn es darum geht, Bandbreiten Dritter für eigene Zwecke zu schonen (etwa beim Betrieb von Build-Servern oder allgemein einem Cluster von Maschinen), macht fast immer die Nutzung von Apt-Cacher NG deutlich mehr Sinn (welchen ich ebenfalls nutze, und welcher wirklich nur benötigte Pakete für die Wieder­ver­wen­dung spiegelt).

    Bzgl DNS: […]

    Nehmt euch dnsmasq oder bind9, baut nen echten rekursiven Resolver, queries nur über localhost zulassen, nameserver 127.0.0.1, fertig.

    Tooltip: dnscrypt-proxy und dnsdist (um beispielsweise einen lokalen Ausfall abzufedern, wenn man mehrere Rechner/DNS-Server hat; scriptfähig!)

    (Und wenn man Unbound o. ä. verwendet, braucht mit den richtigen Listen, beispielsweise hier (analog für apache/nginx) auch keine Pi-hole-Instanz mehr.)

    EDIT: Unbound-Listenbeispiele vergessen :P

    […] Galera-Cluster mit Load-Balancer aufgesetzt

    […] Dazu folgendes Testsetting:

    2 Netcup-G9.5 Root-Server über Cloud vLAN Free in einem vLAN verbunden.

    Auf beiden Servern läuft identisches Debian + Plesk, Nginx + MariaDB mit identischen Konfigurationen von Nginx und mariadb

    seaac : Unabhängig vom geschilderten Problem: Vielleicht lese ich das Obige falsch, aber einen MariaDB-Cluster mit einer geraden Anzahl von Knoten zu betreiben, ist grundsätzlich keine gute Idee, es sei denn, wir reden hier von einem Master-Slave-Szenario – das widerspräche aber obengenannten „identischen Konfigurationen“.

    Ich finde die kostenfreien VLAN's so toll, dass mich das überhaupt nicht stört - im Gegenteil, finde es nett mal Rechnungen zu öffnen, die mir nicht direkt Geld abluchsen! :)

    Es stört unter anderem dann, wenn man der Bank1/dem Buchhalter/dem Dienstleister2 für die separate Buchungszeile/E-Mail jeden Monat ein paar Cents zahlen darf. :whistling:

    Generell sind – insbesondere im beruflichen Umfeld – eben auch Rechnungen mit 0,00€ zu verifizieren usw.; das ist Aufwand, den man vermeiden könnte. Wobei die Zusammenfassung mehrerer Produktrechnungen zu einer einzelnen hier schon eine Aufwandsreduktion darstellen würde, welche die Auflistung kostenloser Produkte zum Zwecke der Vollständigkeit erlaubt, ohne sonderlich ins Gewicht zu fallen.

    (Ist allerdings seitens des Dienstleisters auch zumindest mit initialem Aufwand verbunden. Wie irgendwo in diesem Unterforum bereits einmal angedeutet: Allen kann man es schwerlich recht machen.)

    1 In diesem Fall nicht

    2 Wenn E-Mails beispielsweise signiert werden für die Archivierung

    Hmm, heute hätte ein RS 1000 9.5 laut Kündigungsmail abgeschaltet werden sollen, im CCP ist er nicht mehr sichtbar, im SCP kann ich den aber noch steuern.... Komisch

    Diese Möglichkeit würde ich (abgesehen von einer finalen Abschaltung) nicht überstrapazieren; nicht, dass durch konkludentes Handeln noch eine Ver­trags­ver­län­ge­rung ausgelöst wird … :evil:

    Tja, ich bin Anfänger. Mein Hobby ist es die perfekte Paella zuzubereiten und darüber zu schreiben. Für eine professionelle Website fehlen mir die Kenntnisse und vor allem die Zeit!

    akapuma Spricht was gegen Wordpress?

    Das ist leicht zu installieren (ich würde nicht den fertigen Installer empfehlen sondern „von Hand“ was auch nicht viel komplizierter ist) und wenns mal läuft ist Artikel (oder Seiten) schreiben ziemlich einfach.

    Das zeitnahe Einspielen von Updates usw. ist allerdings auch nicht immer trivial. Wenn es wirklich nur darum geht, den Inhalt zu transportieren (und dieser einen „überschaubaren Umfang“ hat), warum nicht einen Dienstanbieter wählen, welcher die Wartung der zugrundeliegenden Software übernimmt?

    Neben den üblichen Verdächtigen, welche in der Regel in den USA sitzen (Wordpress, Blogger) wäre gegebenenfalls auch die Nutzung von Wikis und Markdown-basierten Dokumenten eine Option, welche in einem Repository beispielsweise über GitHub kostenlos ausgeliefert werden (vgl. GitHub Pages).

    Das vorgenannte Beispiel ist sicherlich das bekannteste seiner Art und Microsoft wiederum in den USA, aber mit Gitea und verbundenen kostenlosen Hosting-Angeboten wie Codeberg gibt es eine hiesige, ebenfalls kostenlose Alternative! Navigation über Hyperlinks und die Einbindung von Grafiken ist hier kein Problem, auch wenn der Funktionsumfang noch nicht vergleichbar ist mit GitHub Pages …

    (Es gibt auch Generatoren wie Hugo, welche sehr ansprechende, einfache Designs und Workflows mitbringen, aber notfalls gänzlich ohne JavaScript auskommen, was für „unabhängige Inhalteanbieter“ sicherlich auch eine bessere Alternative zu Wordpress darstellt und mit dem letztgenannten Repository-Ansatz kombiniert werden kann. Ein Kriterium, welches ggf. nicht von Anfang an auf dem Schirm ist, aber eine Rolle spielen kann: Vorgenannte öffentliche, kostenlose Repositories können den Ersteller „relativ aufwandslos“ überleben; eine bezahlte Domäne mit zugehörender privater Onlinepräsenz erfordert entsprechende (testamentarische) Vorkehrungen …)

    Auf meinem (arbeits) Mac mit MacOS mit Chrome scheint das Problem nicht zu bestehen; https://webplatform.news/ schmeißt keine Meldung.

    Dann scheint das Betriebssystem da einzugreifen (oder es wird eine spezielle Version von Chrome verwendet?); unter Linux mit „Version 105.0.5195.52 (Offizieller Build) (64-Bit)“ (Ubuntu, Paket "google-chrome-stable") von Chrome ist der Fehler noch reproduzierbar.

    Danke! Das klingt ziemlich übel. Ich frage mich gerade, ob das alle Betriebssysteme betrifft.

    Von der bislang gesehenen Beschreibung her dürfte es alle Betriebssysteme betreffen, welche nicht aktiv die Sicherung der Zwischenabnahme übernehmen und Anwendungen deren Manipulation ohne Nachfrage erlauben.

    Man kann das zumindest (mit zuvor gesicherter/geleerter Zwischenablage, versteht sich!) beispielsweise auf Webplatform News testen. Sofern die Sicherheitslücke besteht, wird der Inhalt der Zwischenablage überschrieben mit Hello, this message is in your clipboard because you visited the website Web Platform News in a browser that allows websites to write to the clipboard without the user’s permission. Sorry for the inconvenience. For more information about this issue, see https://github.com/w3c/clipboard-apis/issues/182.