Beiträge von m_ueberall

    Ja. Ich versuche meine Server immer so zu wählen, dass sie nicht überdimensioniert sind.

    Und u.a. auch wegen der Energieeffizienz bin ich so interessiert an den ARM-Servern. :)

    Das ist übrigens der Grund, warum ich begeistert von den Angeboten eines Netcup-Mitbewerbers bin, wo man automatisiert stundenweise KVM-Instanzen buchen und deren Leistung (CPU-Kerne/RAM) skalieren kann, ohne die genannte Instanz neu aufzusetzen (was die virtuelle Festplatte anbelangt). Hier ist bei Netcup – seit Jahren – immer noch jede Menge Luft nach oben.

    Wenn ich die Wahl zwischen zwei sonst äquivalenten Servern hätte, bei denen einer aber energieeffizienter ist, definitiv ja. Klar, dass ein kleinerer Server Sinn macht, wenn ich meinen großen im Schnitt nur zu 10 % auslaste, weiß ich auch ohne Energy Monitoring.

    Dies ist – leider – eine klassische Übervereinfachung, die man allenthalben liest: Nur, weil eine neue Generation irgendeines "Geräts" energieeffizienter ist, heißt es noch lange nicht, dass die Gesamtbilanz (Produktion des neuen Geräts/Entsorgung des alten "Geräts") über die Nutzungsdauer positiv ist. Bei anteilig ge-/vermieteten "Geräten" ist die Berechnung noch wesentlich schwieriger, wenn keine nahezu vollständige Auslastung erzielt werden kann – was nutzt es, wenn die neue Rechner­generation für Cloud-Computing effizienter ist, wenn neue Hosts zusätzlichen Platz benötigen, weil man Altverträge nicht kündigen kann? Die Verbesserung der Energieeffizienz ist immer mit Kosten verbunden (Entwicklungs-/Implementations-/Reifegradprozesse), welche wirtschaftlich sein müssen. Auf obiges Beispiel bezogen: Man kann als Anbieter anteilig Kunden transparent auf neue, teurere Systeme umziehen (unter Erfüllung der vertraglich zugesicherten Leistungen), aber die zugehörige Kosten-/Nutzenrechnung ist sehr komplex, weil vielschichtig.

    Der Zweitserver sollte seinerseits erneut mit einem einmaligen kostenloses Export kommen; somit ließe sich – sofern der Erstserver eine entsprechend gleichgroße/größere virtuelle Festplatte besitzt – dieser Export direkt auf dem Erstserver importieren. (Da sich die IPv4-Adressen/IPv6-Adressbereiche beider Server unterscheiden, muss natürlich hierfür Rechnung getragen werden nach Einspielen des reimportierten Abbilds.)

    Alternativ – wiederum, wenn die Partition als Ganzes oder einzelne Partitionsgrößen passen[*] – lässt sich natürlich ohne Rückgriff auf die einmalige kostenlose Exportfunktion alles auch via dd – über eine verschlüsselte Verbindung, also in der Regel via ssh! – übertragen (indem zumindest der Zielserver über das Rettungssystem gebootet wird; um Inkonsistenzen im laufenden Betrieb zu vermeiden, sollte auch der Quellserver im Rettungsmodus gebootet werden, sofern kein entsprechendes Dateisystem wie Btrfs/ZFS zum Einsatz kommt, dessen "Snapshots" vor Inkonsistenzen schützen können). Vorteil dieser Variante: Man kann den kostenlosen Export aufheben und diese Übertragung mehrmals testen.

    [*]streng genommen kann man hier nachträglich auch partitionsweise eine Größenanpassung vornehmen, das macht es aber ein wenig aufwendiger; wenn der temporäre Zweitrechner eine größere virtuelle Festplatte besitzt, kann man den überschüssigen Platz bei Verwendung von dd relativ einfach "brachliegen lassen"; bei einem Export/Reimport wie oben erwähnt ist das aber problematisch!

    Soweit komme ich nicht erst. OOM greift sehr früh ein.

    Bezieht sich das "Soweit" auf die Möglichkeit, Swap zu aktivieren und/oder den Kernel zu tauschen? Wenn das mit dem Standard-Kernel nicht mehr geht (und man einen vorherigen funktionierenden Kernel weggeworfen hat), hilft ggf. eine ältere Rescue-DVD, um Kernel und Einstellungen innerhalb eines temporären chroots einzurichten.

    Umständlicherer Workaround: Heimische KVM-Instanz mit >1GB RAM aufsetzen, gewünschtes Ubuntu mit Kernel 5.15.x installieren, Swap aktivieren, Rebooten, bei Erfolg RAM auf 1GB reduzieren, erneut rebooten (sollte funktionieren) und Festplattenabbild zu Netcup transferieren (notfalls über das Netcup-eigene Rescue-System via "ssh" und "dd").

    Hat jemand hier eine Ahnung, wie ich einem aktuellen Ubuntu-Kernel beibringe, sich mit unter 1GB RAM zufriedenzugeben? Kerneloptionen oder so?

    Gegebenenfalls funktioniert das mit einem aktuellen Kernel 5.15.x, sofern zuvor sicherheitshalber Swap aktiviert wurde. Habe ich jetzt aber nicht ausgetestet, die kleinsten KVM-Instanzen, die ich laufen habe, bekommen 2GB RAM.

    Moderatoren : Markdown-Unterstützung wäre auch eine schöne Erweiterung für dieses Forum; könnte viel Zeit sparen – gibt es entsprechende Add-ons?

    Code
    | Syntax | Beschreibung | Testtext |
    | :--- | :----: | ---: |
    | Überschrift | Titel | Hier ist dies |
    | Absatz | Text | Und mehr |

    nach etwa ner Stunde geht es aber wieder nicht mehr, was mich etwas ratlos macht...

    (Ist die TTL (Gültigkeit) der Einträge zufälligerweise auf 3600 Sekunden eingestellt? Spräche dafür, dass ein Refresh fehlschlägt.)

    Fragen in diesem Kontext:

    1. Ist ein Häkchen bei DNSSEC gesetzt?

    2. Betrifft das nur diesen Eintrag via nslookup oder auch die Hauptdomäne (Eintrag "@")?

    3. Wenn die Auflösung anfänglich funktioniert und später fehlschlägt, welche Information sieht man zu diesen Zeitpunkten/kurz darauf weltweit (siehe DNSCHECKER)?

    4. Wenn nichts mehr geht (auch weltweit nicht), sind die Einträge auf der Oberfläche als "ungültig" markiert?

    Lautet die Antwort auf 4. "ja", dann ist das ein Thema für den Netcup-Support. Lautet auch die Antwort auf 1. "ja", dann ist das ein schon länger schwelendes Problem bei Netcup; Abhilfe: Verwaltung der Domäne durch desec.io (Netcup bleibt Registrar).

    @philr-gdl: Wenn der Kunde Wert auf DNSSEC legt, empfiehlt es sich derzeit, ihm für die zukünftige Verwaltung (nach Umzug zu Netcup als Registrar) direkt desec.io (betrieben von deSEC e.V.) ans Herz zu legen. Entsprechende Diskussionen zu DNSSEC-Problemen finden sich hier im Forum.

    Ne, leider nicht.

    Wenn ich z.B. apt-get update ausführe, bekomme ich noch die 4 Meldungen:

    pasted-from-clipboard.png

    Dafür habe ich bisher leider keine Lösung gefunden... :(

    Die Standard-Lösung hierfür, sofern das Repository korrekt aufgesetzt ist, findet sich allerdings hier auf der Webmin-Homepage; ein Blick in das auszuführende Script empfiehlt sich natürlich. Schlägt dies fehl, bedeutet dies, dass der referenzierte Schlüssel nicht sauber ersetzt wurde – das ist dann allerdings beim Projekt zu melden.

    Ich würde gerne Konfigurationen sehen, die einen "kalkulatorisch vertretbaren" und gleichzeitig energiesparenden Umstieg von älteren Generationen erlauben ("moderate Modernisierung"), ohne ausgehend von älteren Modellen gleich an allen Parametern (massiv) nach oben zu schrauben. Die untengenannte Konfiguration wäre IMHO ein exzellentes Nachfolgemodell für einen RS 2000 SAS G8 (zum Vergleich: beim jetzigen RS 2000 G9.5 fehlt mir ggü. den 480 GiB schlichtweg der Plattenplatz; ein RS 3000 G9.5 mit 960 GB SSD, 24 GB RAM und 8 CPU-Kernen ist aber gleich deutlich größer und kostet knapp das Doppelte des Altvertrags – und bei gewünschter Redundanz (≥2 KVM-Instanzen) sind das gleich grob 240€ und mehr zusätzlich im Jahr).

    • CPU Kerne: 4 (dediziert)
    • CPU Technologie (x86/ARM): x86 oder ARM
    • RAM: 16 GB
    • HDD: 512 GB
    • HDD Technologie: SSD
    • NIC (Bandbreite): 1GB/s
    • (Standort: Deutschland)
    • Config Name: RS2000 {SSD} {X86,ARM} G8>10

    Wenn es die Kalkulation erleichtert, wäre auch die Einführung einer Mindestabnahmemenge von 2 KVM-Instanzen (als ein Einzelvertrag; gerne gleiche Architektur und gleicher Standort, um es nicht zu komplizieren!) denkbar.

    EDIT: Das Sondermodell "RS 2000 G9.5 SE NUE SL23" kommt mit 640 GB SSD der Wunschkonfiguration deutlich näher als die anderen beiden G9.5-RS oben, allerdings bezahlt man auch 50% mehr Kerne und die mehr als doppelt so schnelle Netzanbindung, welche nicht immer benötigt wird, beispielsweise nicht für Mailserver oder kleine Next-/Owncloud-Instanzen (bei ca. 50% Aufpreis pro Monat).

    • Preis: Geht's dir um psychologisch gute Preise oder objektiv gute Preise und wenn ja, lass mal bitte wissen, was du da drunter verstehst.

    Objektiv gute Preise sind auch psychologisch gut. (Das "psychologisch" bezog sich im Kontext ja auf die gefühlte Wertschätzung der sich als Betatester betätigenden Kunden; war meine ursprüngliche Formulierung unglücklich gewählt?)

    Stand jetzt kriegen wir noch kein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hin. Außerdem hat der Hersteller selbst noch dazu geraten die Dinger nicht vor Q2/2024 einzusetzen, da noch Probleme mit Mainboard Herstellern. Wir haben das aber am Schirm.

    Das freut mich zu hören!

    Boah, sowas zu ergattern ist beispielsweise echt ideal für einen kleinen VPN oder TS Server. Das bringt direkt mehr hype ^^

    Tipp: Zu diesem Preis ist das günstiger/flexibler, als eine zusätzliche IP-Adresse einzeln zu ordern. Zumal man hier eine dynamische Umleitung analog zu einer Failover-IP vornehmen kann.

    Ich hätte gerne vier davon ... ;)

    Aber ZFS bei Netcup ist mir bereits einmal um die Ohren geflogen bei einem Hostausfall - insofern fühle ich da eher den LVM thinpool.

    Als gegenteilige Erfahrung: Ich nutze ZFS seit längerer Zeit auf mehreren Netcup-KVM-Instanzen ohne Probleme (auch über mehrere Modellreihen). Ein Vorteil ist, dass man Backups auf Basis von Snapshots im Hintergrund transferieren kann; sofern CPU-Kerne und Netzwerkschnittstellen nicht ausgelastet sind, kann man somit quasi permanent einzelne Dataset-Momentaufnahmen wegsichern. Dank Redundanz (mehrere KVM-Instanzen) wäre auch ein vollständiger Poolverlust verkraftbar, welchen ich jedoch noch nie erlebt habe.

    Sofern man nicht unbedingt die allerneueste Kernel- oder ZFS-Version nutzen "muss" (Kernel 5.15.88+, ZFS 2.1.13 funktioniert für x86_64 und aarch64[*] hier wie gewünscht), sind die OpenZFS-Upstream-Pakete sehr stabil (selbst bei Einsatz der nativen Verschlüsselung).

    [*] nicht auf eine Netcup-KVM im Betatest bezogen

    ist das RZ ANX04 besser oder vergleichbar mit dem ANX84?. Was wären da eventuelle Unterschiede?

    ANX04 liegt in Wien, ANX84 in Nürnberg. Ergo ergeben sich hieraus (ganz kurz):

    • Technische Unterschiede: Bislang ist eine VLAN-Verbindung zwischen beiden Standorten nicht möglich, ebenso keine Übertragung einer Failover-IP-Adresse (IPv4)/eines Failover-IP-Bereichs (IPv6). (Dies fällt logischerweise nur ins Gewicht, wenn bereits ein anderer VPS-/RS-Vertrag besteht.)
    • Rechtliche Unterschiede: Es gelten die nationalen Eingriffsrechte (u. a. Überwachungsmaßnahmen und Anordnungen auf die Herausgabe von Daten an Polizei/sonstige Behörden)