@m_ueberall: Wie testest du bei einem Serverumzug ob deine Webseiten auf dem neuen Server auch sauber funktionieren?
Gerade, indem ich durch Kontrolle der/des DNS-Server(s) dafür sorge, dass bei (back-to-back-)Testläufen wie gewünscht entweder die alten oder die neuen Server von einer/mehreren Testmaschine(n) auf der Client-Seite angesprochen werden.
Im "einfachsten" Fall bei entsprechender vorhandener Konfiguration sind hierzu weder bei den neuen Servern noch bei den dedizierten Maschinen irgendwelche Änderungen vorzunehmen (sofern etwa BIND Views o.ä. zum Einsatz kommen, vgl. diese Diskussion) – d.h. man definiert Server-Zonen und/oder Gruppen von Clients zu Testzwecken, die von denselben im Einsatz befindlichen DNS-Servern bei identischen Anfragen zu unterschiedlichen Auflösungen führen (aber wirklich nur kontrolliert bei den Test-Clients); nachdem die Tests erfolgreich absolviert wurden, werden die Testeinträge die neuen global gültigen.
Alternativ kann man aber auch einfach auf Testmaschinen einen temporären, zusätzlichen DNS-Server ansprechen, welcher einfach die alten mit den zu testenden Einträgen überschreibt und alle anderen Anfragen einfach an bestehende DNS-Server weiterreicht. Das ist nicht wirklich komplexer in der Konfiguration, aber "robuster" (nicht alle Anwendungen scheren sich unbedingt um Einträge in der /etc/hosts) und IMHO weniger fehleranfällig, weil man hierbei nur den Eintrag des DNS-Servers oder die Suchdomäne (letztere Modifikation nur bei vereinfachter Umsetzung des o.g. Ansatzes; mit Einschränkungen verbunden, IMHO nicht zu empfehlen) o.ä. anpassen muss, je nach gewählter Strategie der Identifikation von Testmaschinen. (Wie gesagt, bei entsprechender Planung/Aufsetzung der Infrastruktur wie im vorherigen Absatz muss man Client-seitig gar nichts ändern.)
Eine weitere Alternative wäre das Vorsehen von "floating IPs" für die Dienste über welche man Back-to-back-Tests laufen lässt (oder man definiert grundsätzlich parallele Test-Präfixe, etwa "www-test" statt "www", welche von den Servern gleich behandelt werden, aber durch DNS-Eintragsänderung eben gesteuert bei den alten/neuen Servern landen und möglichst nicht von aussen zugänglich sind – also bspw. nur bei Zugriff über ein VPN bedient werden –, um Fehler zu vermeiden). Man muss wiederum nur sicherstellen, dass während der Testphase ausschließlich die internen Testmaschinen über diese "floating references" zugreifen.