Das ist jetzt nicht böse gemeint [...] Bitte nicht sauer sein. 
Keine Sorge, ich bin überhaupt nicht sauer.
Die Aussage war auch bewusst etwas provokanter und so wie du es in deinem Beitrag geschrieben hast, würde ich es mir auch wünschen und eigentlich erwarten. Ich kann dir aber sagen, dass wir (oder zumindest ich) es wirklich versucht haben. Ich finde es etwas schwierig genaues darüber zu schreiben, ohne mich selbst zu doxxen.
"Der Fachinformatiker Titel ist ja auch nur ein Stück Papier und sagt nichts über die Fähigkeiten aus", könnte ich nun auch behaupten.
Erfahrungsgemäß, tatsächlich ja. Die Aussage unterstreiche ich so, denke ich.
(Sorry, das musste jetzt sein.)
Dafür habe ich 1/2 Jahr lang jeden Dienstag und Donnerstag von 18:00-21:30 Uhr meine Freizeit geopfert und die AdA auch noch selbst finanziert. Voller Überzeugung kann ich sagen, dass die AdA die lehrreichste, praxisrelevanteste und wichtigste Ausbildung / Weiterbildung war die ich je absolviert habe.
Das ist interessant zu hören, weil von 2 anderen Leuten wurde es eher so erzählt (sinngemäß, ist schon etwas her): "Ich war paar mal bei einer Schulung und musste nur etwas zuhören und am Ende einen Test schreiben indem das meiste recht logisch war." So kann die Motivation bei dem Thema also auch auseinander gehen wie es scheint. 
Mit diesem Satz hast Du mich ziemlich getriggert: "den (ollen Faulenzer der nichts auf die Reihe bekommt?) müssen wir laut Geschäftsführung durchziehen (obwohl wir das alle nicht wollen, dem Typ ist echt nicht zu helfen, die Geschäftsführung hat keine Ahnung?)
Ich weiß es klang etwas harsch, aber deine Klammern kann ich zum Glück für mich persönlich entschärfen (leider nicht für alle Kollegen). Auf sozialer Ebene hab ich nichts gegen ihn, wir können genau so dummlabern wie ich es mit dem anderen Azubi mache und er hat da auch seinen Spaß dran.
Es war tatsächlich die direkte Aussage der Geschäftsführung, dass wir ihn "durchziehen" sollen. Sie hatten selber Kontakt mit ihm und die Mutter arbeitet in einem anderen Zweig. Prinzipiell hatte es schon relativ schlecht angefangen, dass er selber gar keine Ahnung hatte, was er eigentlich machen will und seine Mutter dann das ganze in die Wege geleitet hat. Der damalige IT Leiter hat händeringend nach Leuten gesucht und da kam die Bewerbung dann genau richtig.
Leider fehlt einfach... alles? Es ist schwierig zu beschreiben, ohne es selbst erlebt zu haben. Es bleibt einfach nichts hängen, egal wie oft man es wiederholt und wie simpel die Tätigkeit ist. Die Interesse an den Themen ist auch fast gar nicht gegeben. Wir haben so oft versucht, dass er doch mal Hardware mit nach Hause nimmt und damit rumspielt oder sich überhaupt mal einen Rechner zusammenbastelt. Alleine schon das zocken ist für viele angehende Fachinformatiker einer der Hauptgründe wie man in die gesamte Thematik rutscht, aber dann kommen Aussagen wie "Ach nää, ich hab doch meine PS5." und er spielt weiterhin nur FIFA.
Wir sind eine Firma, welche Menschen mit Behinderung unterstützt, integriert und Arbeit anbietet. Unsere Pädagogen (falls das der richtige Begriff ist) haben auch schon geäußert, dass möglicherweise etwas verborgen liegt und nie diagnostiziert wurde. Ich glaube es kam leider nie zu einem größeren Gespräch zwischen den Eltern, meinem Chef, den Pädagogen und gegebenfalls den ganz großen Chefs. Ich habe keine Ahnung von dem ganzen, aber gefühlt hat er eine heftige Lernschwäche, was man auch an der Rechtschreibung deutlich merkt. Das nur so weit als Hintergrundgeschichte, um die Situation etwas zu erklären. Wenn es ein wirklich frecher und arbeitsverweigender Azubi wäre, wäre die Lage ganz anders 
[...] und wir bezweifeln, das er die Endprüfung schaffen wird (weil wir auch gar keinen Bock haben ihn darauf vorzubereiten und bezahlte Arbeitszeit zu investieren obwohl wir lieber was anderes machen wollen und müssen, Stress haben wir eh' schon genug?).
Ich habe bereits sehr viel Zeit darin investiert alles mögliche zu erklären und Aufgaben zu finden, die vielleicht doch den inneren ITler wecken, aber nach fast 2 Jahren ist meine Hoffnung und Motivation ehrlich gesagt echt zersplittert. Die Zwischenprüfung war eine glatte 6 und ich und ein Kollege waren davon so schockiert, dass wir unseren Chef gefragt haben, ob er überhaupt da war. Ja, war er.
Ich stimme dir dabei aber zu, dass sich sein Ausbilder (unser Vorgesetzter) viel mehr reinhängen müsste, auf welche Art auch immer. Wir normalen Mitarbeiter haben unsere Möglichkeiten ausgeschöpft und müssen damit leben. Ich weiß, es klang wirklich etwas so, dass wir keinen Bock hätten und es trifft leider auf einen Kollegen zu, aber ansonsten haben wir es wirklich probiert und versuchen es auch weiterhin, aber es ist echt hart.
Förderung der Azubis muss eben immer im Einzelfall bewertet werden.
Offenbar hast Du Dir ganz intuitiv angeeignet wie ein ausgebildeter (motivierter) Ausbilder zu handeln. 
Diese von Dir beschriebene Herangehensweise mit den Azubis entspricht 1:1 einer der Ausbildungsmethoden.
In Deinem Fall die sog. "4-Stufen-Methode"
Danke für das kleine Lob, obwohl dir der Rest des Beitrags etwas aufgestoßen ist
Ich bin die Art Person, die oft nicht lange um etwas herum reden, sondern einfach mal machen will. Deswegen soll sich der Azubi auch ruhig austoben und mal rumprobieren. Manchmal gehört dann auch das Motto "Lernen durch Schmerz" dazu, wenn ich ihn nicht daran hindere etwas kleines doofes zu machen, was entweder nicht zu viele kritische Leute betrifft oder keine größeren Auswirkungen hat und danach erkläre, was er gerade eigentlich getan hat.
War zum Beispiel schon lustig als er den Uplink eines Switches rausgezogen hat oder im laufenden Betrieb ein wichtiges NAS geupdatet und neugestartet hat.
Jedem passieren mal Fehler, aber ich denke so bekommt man ein Bewusstsein dafür, wie schnell man etwas kaputt machen kann. Ich finde es nach all den Jahren in der IT immer noch spannend, dass manchmal ein kleines und unscheinbares Kabel sofort pures Chaos auslösen kann und man es selbst am Schrank gar nicht sofort merkt 
Am Ende stellt sich nämlich einfach fast immer heraus, dass die Azubis nur etwas falsch interpretiert haben oder von falschen Annahmen ausgingen. Gerade das Herausfinden der Fehler ist aber der wichtigste Lern- und Motivationseffekt den Azubis individuell erleben können.
Das kann ich so unterschreiben, siehe eben auch oben. Wie oft ich schon gehört habe: "Aber ich dachte..." oder "Ich gehe davon aus...". Neee, meist muss man eben von den vorhanden Informationen und harten Fakten ausgehen 
Wenn ein Ausbilder richtig Bock hat, bekommt er alle Azubis zur bestandenen Abschlussprüfung!
Am besten haben beide Seiten richtig Bock 
So und damit jetzt Wall of Text Ende 