Leider gibt es online fast nur Spreader und wenig Journalismus. Bei fast allen Verlagen ist leider ein deutliches Qualitätsgefälle von Printmedien zu Online-Medien ziemlich offensichtlich.Die können teils noch nicht mal Copy & Paste. Ich weiss gar nicht, wie man dabei Schreibfehler erzeugen kann. Obwohl, beim nächsten Fehler kontrolliere ich mal, ob der bei der Konkurrenz auch drin ist. Agenturmeldungen waren freilich schon immer in jeder Zeitung, aber jetzt fallen die Inhalte halt mehr auf, wenn mein RSS-Reader die verschiedenen Nachrichten zum selben Thema direkt untereinander stellt.
Focus war zumindest früher mal als Spiegel-Konkurrenz angetreten. Focus online ist sogar mit Adblocker nur schwer zu ertragen, ohne gehts gar nicht. Aber auch Spiegel-Online ist sicher deutlich schlechter als früher der Spiegel. Es ist halt einfach so, wenn eine Zeitschrift früher monatlich oder wenigstens nur zweiwöchentlich erschienen ist, dann hat man halt zumindest etwas Zeit für die Inhalte und ordentliche Recherche aufbringen können. Heute, online, muss man halt so und so viel Artikel pro Tag oder gar pro Stunde raushauen. Dass das nicht gründlich recherchiert sein kann ist offensichtlich. Das geht auch am Heise-Angebot nicht spurlos vorbei. Hat man ja schon bei der c't gemerkt, als sie plötzlich die Zahl der Hefte mal eben verdoppelt haben. Die Qualität hat schon damals spürbar darunter gelitten.