Ich lese diesen Thread mit zunehmendem Unverständnis.
Ich auch, aber eher in die umgekehrte Richtung. Wie sich einige hier echauffieren das von MeisterYoda angedachte Setup auseinanderzunehmen geht eigentlich gar nicht. Netcup ist ein Anbieter für mietbare Ressourcen (e.g. vServer), was der- oder diejenige dann letztenendes damit macht bleibt völlig dem Kunden überlassen.
Daraus abgeleitet hier so Stimmung gegen Netcup zu machen, ist imho nicht in Ordnung, denn Dir wurde nie etwas anderes gesagt oder versprochen. Warum und wieso Netcup sich auf 64er Netzwerke beschränkt ist da doch völlig irrelevant.
Man darf netcup hier aber sehr wohl den Finger dafür in die Wunde legen, dass hier keine Rücksicht auf das architectuelle Design von IPv6 Rücksicht genommen wird und man entgegen der Empfehungen von z.B. rfc6177 und der Registries agiert.
Netcup ist ein Server- und kein "Gateway-für-Homenetzwerke"-Anbieter. Daher braucht der Anbieter imho hier keine Rücksicht zu nehmen.
Und ein Server kann also kein "Gateway-für-Homenetzwerke" sein? Das musst du mir bitte ein mal genauer erläutern wo da technisch der Unterschied besteht. Auch darfst du mir gerne erklären wer oder was dir das Recht gibt festzulegen zu welchem Zweck die mietbaren Ressourcen verwendet werden dürfen.
Vermutlich bist Du der einzige, der sowas über Netcup abziehen will. Und es macht halt für eine Firma nunmal keinen wirtschaftlichen Sinn, auf Einzelbedürfnisse so spezifisch einzugehen.
Gerade im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung von DS-Lite wirst du dich wundern wie viele sich auf die hier beschriebene Weise dazu verhelfen eine öffentliche IPv4 am heimischen Anschluss zu bekommen. Ich habe selbst lange Zeit bei Netcup entsprechende Gateways für Freunde und Bekannte, die CGN geplagte Vodafone/Kabel Deutschland Kunden sind, betrieben. Mangels größerer Netze bedeutete das allerdings keine IPv6 Anbindung über netcup aus den entsprechenden Heimnetzen, da z.B. sämtliche Android Geräte weiterhin kein DHCPv6 unterstützen und auch vmtl. nie unterstützen werden.
Die Gateways sind inzwischen alle zu einem Anbieter gewandet, der ohne Aufstand ein größeres Netz bereitstellen kann.
Weiterhin nutzen auch einige von der Peering Politik der Telekom geplagten User netcup als günstiges Gateway zu einem nicht verstopften Internet.
Ebenfalls ein valider use-case.
Nur weil dir keine (sinnvollen) Gründe einfallen soetwas zu betreiben, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt.