Moin,
erstmal vielen Dank für die Rückmeldung, leider scheint aber das Problem noch nicht korrekt kommuniziert zu sein
ch dachte ich hatte es klargestellt, dann eben nochmal, in anderen Worten:
In beiden Setup ist es der selbe Client, mit der selben OpenVPN-Konfiguration, selbes Betriebssystem. Die OpenVPN-Verbindung wird, wie oben beantwortet, über L(ayer)2, also tap, aufgebaut, Protokoll ist UDP. Es ist die selbe pfSense-Firewall, der selbe OpenVPN-Server zu dem ich verbinde, selbe Server-Konfiguration. pfSense besitzt (die ganze Zeit) (logischerweise) eine WAN-Verbindung, eben den virtuellen Netcup-Netzwerkstöpsel. Außerdem ist (die ganze Zeit) eine VPN-Client-Verbindung von der pfSense zum Upstream-VPN-Server aktiv (der natürlich die WAN-Verbindung nutzt, wie soll er sonst irgendwohin kommen). Damit verfügt die pfSense über 2 (wenn wir über v4/v6-Dual-Stack reden 4) Gateways: WAN, Upstream-VPN. Dieses Setup existiert die ganze Zeit und ist bei beiden Testfällen identisch. Es gibt kein TCP in TCP und erst recht kein TCP in TCP in TCP.
Nun zu dem einzigen Unterschied: In der pfSense existiert eine Regel für den innerhalb der eingehenden VPN-Verbindung ankommenden Traffic, also alles das, was der Client-Rechner in das VPN-Netzwerk steckt. In dieser Regel kann man in den Advanced-Settings ein Gateway definieren, über das der eingehende Traffic weitergeroutet werden soll. Meine einzige Änderung: Ich wechsle zwischen WAN und Upstream-VPN.
Resultat (speedtest.net) aus Sicht des Client-PCs in Abhängigkeit des in der pfSense eingestellten Gateway für eingehende Daten innerhalb des (eingehenden) VPN-Dienstes, aktuell gemessen an einer 100MBit-Leitung (synchron):
WAN Upstream: 40-55 MBit/s, pfSense-CPU-Auslastung ca. 80-90%
WAN Downstream: 5-7 MBit/s, pfSense-CPU-Auslastung: ca. 20-30%
Upstream-VPN Upstream: 40-50 MBit/s, pfSense-CPU-Auslastung ca. 80-90%
Upstream-VPN Downstream: 40-50 MBit/s, pfSense-CPU-Auslastung ca. 80-90%
- Wäre der Wert mit Upstream-VPN niedriger als der bei WAN, hätte ich nix gesagt, da es ja eigentlich ein Hop mehr und eine zusätzliche Verschlüsselung ist und die Bandbreite zum Upstream-VPN durch die WAN-Bandbreite limitiert ist. Die Tatsache, dass WAN signifikant langsamer ist als Upstream-VPN (über WAN), macht mich stutzig
- Die Tatsache, dass lediglich der Downstream (also die Daten vom Internet hin zum WAN-Port des pfSense-Servers) wirklich signifikant einbricht, ist extrem auffällig.
- IPSec hat mit dem Problem nichts zu tun, das ist zwar auch konfiguriert, aber für das Problem irrelevant, da die fraglichen Daten dort nicht langlaufen. Hatte es nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Meine Schlüsse (zur Diskussion freigegeben):
- Der Client hat keine Ahnung wie er terminiert wird. Von daher gehe ich davon aus, dass das Problem nicht auf der Strecke zwischen Client-PC und pfSense liegt, da diese in beiden Fällen identisch ist.
- Es hat nichts mit der MTU zu tun, da die Tunnel einwandfrei funktionieren, es bremst erst, wenn ein Nicht-Tunnel (WAN) involviert ist. Noch ein weiterer Grund, der gegen die MTU spricht: Die Pakete, die die pfSense absendet (Upstream), werden schnell bestätigt. Daher scheint die MTU auf meiner Seite zu stimmen. Auf die MTU der Gegenseite (das wäre der Netcup-Router) habe ich keinen Einfluss, nehme aber mal dreist an, dass die in Ordnung ist.
Zitat
Wie schaut denn das Traceroute innerhalb des Tunnels für beide Varianten aus? Spielt da etwas Routen-Ping-Pong?
Innerhalb des Tunnels zwischen Client-PC und pfSense identisch. Von pfSense zu 8.8.8.8 über Netcup 5 Hops, über den Upstream-VPN 8 Hops. Wie sehe ich, ob da Routen-Ping-Pong gespielt wird?
Zitat
Etwaige MTU-Unterschiede und würde tracepath ebenso wie asymmetrische Routen gut aufzeigen.
Falls meine Annahme, dass es nichts mit der MTU zu tun hat, falsch ist: Wie finde ich das mit tracepath heraus?
Zitat
Internet:
Destination Gateway Flags Netif Expire
default ne.tc.up.gw UGS vtnet0
10.4.0.1 10.13.212.235 UGHS lo0
10.13.212.0/24 10.13.212.1 UGS ovpnc2
10.13.212.1 link#8 UH ovpnc2
10.13.212.235 link#8 UHS lo0
ne.tc.up.ip/22 link#1 U vtnet0
ne.tc.up.gw link#1 UHS lo0
127.0.0.1 link#4 UH lo0
192.168.137.0/24 192.168.137.2 UGS ovpns3
192.168.137.1 link#9 UHS lo0
192.168.137.2 link#9 UH ovpns3
192.168.160.0/24 link#7 U ovpns1
192.168.160.1 link#7 UHS lo0
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Client-Routing-Tabellen sind aus besagten Gründen in beiden Fällen identisch.