so ganz stimmt es nicht, das Skonto wird immer noch kalkuliert, gewährt nur keiner mehr ...
in den 1980er auch noch die frühen 1990er als es auf normale Sparbücher ungeschaut 6-8% p.a. f. tägl. fällige immer noch 4-5% p.a. Zinsen gab,
hypothekarisch besicherte Darlehen (langfristige Geschichten) mit 13% und mehr verzinst wurden,
war es f. einen Kaufmann günstiger, die 2-3% Skonto zu gewähren, als sich kurzfristig um einen Kontokurrentkredit zu bemühen;
zu dieser Zeit gab es auch eine Inflation von 4% und mehr p.a.;
mittlerweile - der Nullzinspolitik der EZB sei Dank - eben nicht mehr;
es ist heute so billig wie noch nie sich Geld auszuborgen, die Inflation ist höher,
und damit ist klar, man kann sich auf Grund der niedrigen Zinsen keine Anschaffung f. die Zukunft zusammensparen;
im Gegenteil: in der Zeit, in der man das Geld beisammen hätte, reicht es dann auf Grund der Teuerung nicht aus;
ob die Verhältnisse, so wie sie nunmal sind, so gut sind, sei mal dahingestellt; aber vor 2-3 Jahren konnte man noch
f. mehrere Jahre gebundenes Geld zu einem Zinssatz risikolos anlegen, der höher war als man mit Geschick bei einer Bank f.
ein hypothekarisch besichertes Darlehen zu zahlen gehabt hätte;
dass die Inflation höher ist, spielt dabei keine Rolle;
eines merkt man schon wenn man das Umfeld von früher zu heute vergleicht:
die Inflation wurde zumindest durch den tägl. fälligen Zinssatz so halbwegs ausgeglichen; davon sind wir heute mehr als meilenweit entfernt,
man muss ja froh sein, nicht bezahlen zu müssen, wenn man Ersparnisse auf der Bank hat;
nimmt man hier einen "Semmelindex" als Basis, dann wird es noch extremer:
damals kostete 1 Semmel beim Bäcker ½-¾ Währungseinheit,
Arbeiter/Angestellte verdienten durch die Bank um die 5000-6000 Währungseinheiten netto pro Monat;
heute kostet 1 Semmel beim Bäcker noch nicht ganz ½ EUR, und wer verdient 3000-4000 EUR netto pro Monat?
dass die Beschäftigungsquote heute eine deutlich niedrigere ist (auch ohne der Covid19-Krise) sei nur nebenbei erwähnt;