Hay,
naja, ich kenne die Lage in Österreich nicht. Aber in Deutschland. Dort hat sich in den letzten Jahren z.B. grundlegend geändert, dass Angriffe - und gerade erfolgreiche Angriffe - einer MELDEPFLICHT unterliegen und es ernste Konsequenzen hat, wenn es unter den Teppich gekehrt wird. Die Folge einer solchen Pflicht ist dann naturgegeben, dass die Anzahl der bekannten Fälle deutlich steigt.
Naja, und trotzdem gibt es eine gewisse Steigerung auch durch den Ukraine-Krieg.
Aber ich erinnere auch an den Bericht (war von heise security, glaube ich), wo ransom-ware angriffe vor Jahren nicht stattgefunden haben, wenn der Virusloader feststellte, dass die Sprachversion von Windows "Russisch" war und ein kyrillisches Keyboard angesteckt war. Oder dass jemand den Entschlüsselungskey "for free" bekommen hat - mit einer Entschuldigung! - als er dem Angreifer den Scan seines russischen Passes geschickt hat und er dann ein Telefonat auf Russisch bekam.
Die zweite Sache ist die Wahrnehmung = Selektive Wahrnehmung.
Die Angriffe erfolgen in der Fläche, quer über alle Branchen, Regionen, Firmengrößen. Seit Jahren. Doch in die Öffentlichkeit wird in der Regel betont, was sowieso im Focus steht.
Anfang 2020 sind unter anderem Krankenhäuser Angriffen zum Opfer gefallen. Aber eben nicht nur Krankenhäuser. Aber wegen der allgemeinen Pandemielage wurde in der Presse für Normalbürger nur von diesen Krankenhäusern berichtet.
Jetzt ist es genauso mit der Energieversorgung. Auch wenn jetzt immer noch Krankenhäuser zum Opfer fallen, aber jetzt wird nicht mehr über diese berichtet, sondern über die Angriffe auf Unternehmen der Energieversorgung oder verwandten Bereichen.
Wenn es morgen zu einer Immobilienkrise kommt, wird über die Angriffe auf Banken berichtet.
CU, Peter