Beiträge von eripek

    Es kommt wohl auch darauf an, was man unter dem Begriff „Reseller“ konkret versteht. Bei einigen Access-Providern .at war es ja durchaus üblich, dass die Kunden von externen Partnern betreut wurden, die unter dem Markenauftritt des Providers geworben haben. Das bedeutete auch, dass Supportanfragen in erster Instanz über diesen Partner liefen. Es wird wohl auch immer noch so sein. Im Grunde agiert man da als externer Key Accounter, der mit der Provision entlohnt wird. Wenn man aber als Provider ein Wholesales-Produkt an Firmen weitervertreibt, so darf man annehmen, dass dieser Unternehmer, die unter eigenem Label auftritt, das Wholesales/Whitelabelprodukt auf komplett gegenüber ihren Kunden serviciert, aber seine Interessen gegenüber dem Anbieter des Wholesales-Produkts selbst vertritt. Immerhin hat der Endkunde in so einem Fall ja auch keinen eigenständigen Vertrag mit dem Wholesales-Anbieter.

    Also in beiden Fällen wird man auch unter dem Aspekt der Kundenbindung Interesse daran haben, den Kunden selbst zu betreuen und die notwendigen Kompetenzen dafür auch im Haus zu haben. Gerade auch, wenn man expandieren möchte. Meine Sichtweise.

    Reseller im Sinne von Wiederverkäufer im Großhandel mit körperlichen Dingen darf man damit mE nicht vergleichen. Also ja: Support macht immer der, der mit dem Kunden direkt den Vertrag hat.

    Also zu perryflynn und „kein A-Record“ - jein, macoku hat einen Wildcard angelegt.

    Wegen #8, #9 - ich glaube ihr verwechselt da in Bezug auf den Begriff Domain etwas. Domain im Sinne von FQDN im CCP ist wohl nicht gemeint, sondern „(Sub-)Domain“ im Plesk-Jargon. AFAIK wird das immer noch über das WCP, nicht das CCP angelegt. Möglich, dass man zuvor im CCP unter Produkte für den Resellertarif die verwalteten Kundendomains eintragen müsste. Da ich den Tarif nicht verwende, ist das nur eine Vermutung.

    Ohne Plesk-(Sub)domain gibt es keinen „grounding alias“ für die Domain, deren MX auf den Hostingserver zeigt.

    Vorweg eine Alternative:

    Also, was das von Dir genannte RapidSSL anbelangt, wird da nur die Domain validiert. Im Grunde reicht für diesen Zweck auch ein kostenloses Letsencrypt-Zertifikat, dessen Erneuerung automatisiert alle paar Monate (dzt. 3) erfolgt. Das wirst Du also nur einmal einstellen müssen und es läuft dann, wenn der Cronjob richtig arbeitet, ewig.

    Was ein CSR ist, ist hier schön erklärt: https://de.wikipedia.org/wiki/Certificate_Signing_Request

    Da ich über das CCP noch nie ein zu kaufendes Zertifikat erworben habe, weiß ich nicht, wie der Prozess hier abläuft. Im Idealfall passiert es so, wie bei Wikipedia beschrieben. Es gibt aber auch Anbieter, bei denen das Erstellen von Private Key und CSR auf deren Server, respektive in Deinem Browser abläuft. Aufgrund der übermittelten Fehlermeldung nehme ich an, dass Du den CSR erstellt hast.

    Offenbar hast Du den ursprünglichen CSR von damals eingereicht, ohne einen neuen zu erstellen.

    Wie das geht, ist hier beschrieben: https://knowledge.digicert.com/solution/SO13985.html

    Diesen CSR reichst Du wahrscheinlich über das CCP zum Signieren ein, wo vermutlich die RapidSSL API das Weitere übernimmt. Du wirst dann

    verständigt, wenn das Zertifikat vorhanden ist.

    Sollte allerdings der Private Key mit einer Version von OpenSSL erstellt worden sein, in der nachträglich gewisse Unsicherheitsfaktoren offenkundig geworden sind, ist es ratsam auch den Private Key neu zu erstellen. Du tauscht dann alles aus.

    Konkret auf Netcup bezogen beschreibt das Netcup-Wiki die Prozedur: https://www.netcup-wiki.de/wiki/SSL-Zertifikate_CCP

    Wie eingangs erwähnt, würde ich, wenn nicht spezielle Anforderungen dem entgegenstehen, für ein einfaches SSL-Zertifikat auf dem Webserver (auch verwendbar für alle anderen mit SSL/TLS abgesicherten Dienste) eher auf das kostenlose Letsencrypt ausweichen.

    Apache hat auch mehr Module. Nginx ist wiederum ressourcenschonender.

    Was ich bei nginx vermisse, ist .htaccess. Dass sie darauf verzichtet haben, ist aber mit ein Grund, warum die Software performanter ist. D.h. nginx als Frontserver ist perfekt, aber als Backend für den Kunden, der das nicht weiß, ist Apache immer noch die erste Wahl. Die Umsetzung von .htaccess nach der nginx-Konfiguration ist zwar keine Hexerei, aber auch nicht trivial.

    Was man u.U. auch noch in Betracht ziehen könnte: sshd kann als Socks-Proxy arbeiten. Ein Linux ohne jedweden unnötigen Dienst und ein ssh-client, den Browser auf den Socks-Port des localhost gestellt, und schon kommt man mit der Server-IP raus. Apt update automatisieren... sollte als Grundschema reichen und hat den Vorteil, dass man nicht auch noch den Desktop streamen muss.

    Ich hab jetzt genug Profi Tipps. Bitte ab jetzt nur noch Antworten wenn es zur oben genannten Fragestellung beiträgt. Das ist eine wichtige Angelegenheit!

    In der Tat. Deswegen habe ich sonst zu Posting #2 nichts hinzuzufügen. Viel Spaß beim Virensammeln.

    Schon einmal an die Möglichkeit eines VPN auf dem VPS gedacht?

    Ja, die Struktur hinsichtlich Serveranwendungen ist neu für mich, aber ich möchte das schon am Echtsystem lernen und testen.

    Dagegen spricht ja nichts, aber die Tatsache, dass Du erfahrener Programmierer bist, beweist noch nicht, dass Du mit Netzwerktechnik und Administration schon soweit firm bist. Gerade die Frage nach /etc/hosts steht eigentlich so sehr am Anfang, und sie ist schon für Hosts im Intranet von Bedeutung, dass ich annehmen muss, dass Du Dir für den Beginn einen zu großen Brocken zumutest.

    Gerne werden wir unser Wissen mit Dir teilen, und sicher wirst Du auch eine Deinen Fähigkeiten entsprechende, steile Lernkurve haben.

    Versteh aber bitte auch, dass hier im Forum öfter solche Fragen aufpoppen, und Warnungen von unseren Mitpostern zumeist ungehört verhallen.

    Erst unlängst hatten wir einen Fall hier, wo ein Poster recht selbstbewusst Fragen gestellt hat, wo schnell klar war, worin er gerade kein Experte war. Er zeigte auch nicht die geringste Einsicht, als immer mehr haarsträubende Lücken auf seinem Server von einigen hier aufgedeckt wurden. Irgendwann war er dann offline. Ich weiß nicht, ob er selbst gegangen ist, gehackt oder gesperrt wurde oder alles zusammen...

    Wir haben auch zeitweise das Problem, dass Mailserver bei Microsoft ganze IP-Blöcke von netcup grundlos sperren. Da liegt es nahe, dass wir in der Community hier nicht besonders glücklich darüber wären, wenn tatsächlich einmal ein Spamhost oder ähnliches entdeckt würde.

    Vor diesem Hintergrund sieh bitte auch meine Besorgnis.

    Wenn Dir also in einem der Manuals etwas nicht völlig klar ist, frag bitte - lieber einmal zu viel als zu wenig. Verzeih bitte, wenn es mitunter etwas ruppig wirkende Antworten gibt. Schau auch bitte darauf, dass Ports, von Diensten, über deren Verhalten Du noch nicht 100%ig im Bilde bist, zumindest durch eine Firewall im Zugriff eingeschränkt werden.

    Gutes Gelingen!

    Ich halte es für keine allzu gute Idee, auf einem Rootserver mit breitbandiger Anbindung erst lernen zu wollen, wie man einen Server administriert.

    Solche Übungen macht man auf dem Trockenen auf einem Rechner daheim, denn die Gefahr für Schäden durch einen gehackten Server ist durchaus real. Überleg Dir noch einmal, ob das für Dich der richtige Weg ist. Solltest Du zur Einsicht gelangen, dass das keine so tolle Idee ist, kann Dir der Support sicherlich Alternativen aufzeigen und das dafür Nötige veranlassen.

    Davon abgesehen wird Dein Server innerhalb Deiner Domain einen Hostnamen bekommen. Dieser Hostname wird über das SCP unter Netzwerk als „rDNS“ (reverse DNS) eingetragen. Der Hostname soll dann auf die IP-Adresse Deines Host-FQDN zeigen (A und AAAA).

    Wo die Domain liegt, ist dabei im Grunde völlig irrelevant.

    Der MX-Eintrag verweist stets auf einen A oder/oder AAAA-Eintrag, niemals auf einen CNAME. Fehlt ein MX Eintrag für einen Domain-Origin (die Domain selbst, gekennzeichnet durch ein „@“) oder einen Hostname, wird angenommen, dass üblicherweise der auf der linken Seite gleichlautende A oder AAAA Mails annimmt.

    Die Datei /etc/hosts hat die Aufgabe, lokale Hostnames und Aliases wie ein DNS-Server aufzulösen. Ergo trägst Du hier die öffentliche IP, den vollen Hostnamen inklusive Domain und eventuell einen Shortname ein. Die hosts-Datei ist dabei unabhängig von der Domain. Das sind zwei Paar Schuhe.

    Wenn Dir schon dieses Grundwissen fehlt, bist Du meines Erachtens noch nicht in der Zielgruppe für einen RS. Pardon, wenn ich das so deutlich artikuliere.