Das funktioniert ja technisch auch. Nur lehnt netcup diese Mails ab. Und geanu das ist der Punkt. Technisch könnten sie es freischalten. Wollen nur nicht. Ist wohl eine politische Entscheidung. Leider
Nein, ist es nicht - und zwar deshalb: Das Hosting bei netcup funktioniert auf Basis von Plesk (WCP) - und zwar für alle Kunden. Was Du da vorhast, ist eine Sonderlösung - eine Sonderlösung, die, wie ich meine, nicht gut durchdacht ist.
Warum das nicht funktionieren kann, ist auch schnell erklärt:
Die Priorisierung über den MX alleine kann technisch nicht zuverlässig arbeiten, weil der Server, der die Mails kontrolliert (die UTM) die höchste Priorisierung hat, und der Host, der die Mails eigentlich bekommen soll, nachrangig priorisiert ist. Da verwechselst Du das Konzept eines Mailhosts mit dem eines Fallback MX (mit oder ohne Mailqueue-Trigger),. Das sind einfach zwei unterschiedliche Usecases.
Außerdem ist das Konzept eines MX in der Regel zu verstehen, dass der Server mit der numerisch kleinsten Priorität auch der Zielhost ist. Bei Dir ist es genau umgekehrt. Es gibt Provider, die den MX als Indiz für den Grounding-Alias nützen - auch bei denen würde das, was Du möchtest nicht funktionieren, weil der Server seine Zuständigkeit für die Domain dann nicht erkennen kann. Auch in diesen Fällen wäre eine Variante eines Error 550 das Ergebnis. Ist der zuständige MX nicht erreichbar, würde der andere Host die Mails annehmen. Im Anwendungsbereich eines Mailscanners ist das - gelinde gesagt - nicht zielführend. Spammer könnten dann auch gleich dem nachrangigen MX die Mails zustellen und den Scan so umgehen.
Ich hätte da eventuell eine Idee für einen Workaround:
Wenn die UTM Mails an ein netcup-Mailrelay zustellen soll, dann müsste sie das eventuell auf eine Subdomain dort machen, für die im Plesk die Maildomain auch eingetragen ist und somit auch einen Grounding-Alias hat. Fehlt der, wir der Support ihn wohl eintragen, wenn Du nett fragst. Es kann aber einmalig etwas kosten. Bei Deinem ursprünglichen Vorhaben lehnen sie das -meiner Meinung nach zu Recht- ab. Die UTM müsste dann den MX dieser Subdomain zugleich als mail-transport- Ziel eingetragen haben (wie musst Du selber herausfinden, ich habe keine Sophos im Einsatz).
Damit umgehst Du das Mailrouting „gegen den Strom der MX-Einträge“ und kannst dennoch das Hosting für die Mailboxen nützen. Eventuell kannst Du auf den MX für die Subdomain auch verzichten und nur einen A oder AAAA- Eintrag verwenden, solange netcup den MX nicht dafür benötigt (was ich nicht annehme). In der UTM trägst Du dann den zugehörigen Hostnamen als Mail Destination ein.
Eine weitere Alternative wäre ein eigener Mailserver/Mailhost auf einem VPS oder RS. Aber -bitte nicht böse sein- ich denke nicht, dass das für Dich die richtige Lösung wäre. Aus Deinem Vorhaben kann ich nämlich nur schließen, dass Du die unterschiedlichen üblichen Konzepte für Maildienste nicht vollständig verinnerlicht hast. Falls dem nicht so sein sollte, bist Du ein Genie und solltest schon aus diesem Grund nur einen eigenen Server betreiben.