Ich kanns ja verstehen, so wie die Mitarbeiter von Zustelldiensten geschunden werden...
Ich verstehe vor allem nicht, wieso manche Zustellfirmen Mitarbeiter, die die Sprache im Zustellland nicht wenigstens so minimal beherrschen, dass sie auch sich zurechtfinden, eben dort einsetzen. Da ist das Problem der Arbeitsbedingungen bereits angelegt; Motto: Problemlösung durch mehr vom selben Problem, und das Ganze mit möglichst viel Technik und Sonderwünschen, die nicht realisierbar sind. Und ja, die Mitarbeiter müssen es wieder einmal ausbaden.
Einmal hat ein Paketdienst bei mir bei meinem früheren Arbeitgeber im Büro einen Fernseher abgeliefert, den irgendwer zu einer Reparaturfirma schicken wollte (wir waren das nicht). Sie haben ihn dankenswerterweise wieder abgeholt und nachgeforscht - in diesem Fall war das Etikett beschädigt. Naja, Fehler passieren.
Dass man mich mit Verwandten im selben Bezirk verwechselt hat, ist auch schon öfter vorgekommen.
Als ich einmal bei einem Onlineshop aus Hamburg etwas bestellt habe, hab ich's in Kenntnis der Laufzeit von 10 Tagen und dem Wissen, nicht da zu sein, fein säuberlich an die Abholstation der Post adressiert. Der Zusteller hat dann statt es dort abzugeben, extra noch bei mir angerufen. Er konnte nur etwas Englisch, und er erklärte mir, dass der die angegebene Adresse nicht finden könne. Ich antwortete, dass ein großes Schild mit „Post“ über dem Eingang hängt, und er es dort abgeben solle, denn ich sei an der Alternativadresse nicht anzutreffen. Es stellte sich heraus, dass er dorthin nicht liefern dürfe, denn das ist das ja die Konkurrenz. Bei der Bestellung hat niemand geprüft, ob das geht. Auch der Versender hat nicht reklamiert, dass er dorthin nicht liefert. Ergebnis: Rücksendung nach Ablauf der Frist und zweite Versendung direkt an meine Adresse.
Kürzlich hatte ich den Fall, dass ich, ahnend, dass etwas schief gehen würde, eine Lieferung, die von Deutschland Deutschland kam, vorsorglich an einen Abholpartner liefern lassen wollte. Die Adresse war von der Website des Lieferdienstes abgeschrieben, der Versender hat das auch exakt so draufgeschrieben. Den eigenen Paketshop, so meine Annahme, würden sie wohl finden. Eine Woche später: Nachricht von der Nachbarin meines früheren Arbeitgebers - Ihr Paket ist bei mir... zum Glück bin ich so ein kommunikativer Mensch ;-). Also nicht nur, dass der Versanddienstleister nicht an die Abholstation geliefert hat, an die es adressiert war, haben sie auch noch gut geraten, wo man das Paket sonst noch im Umkreis von ein paar Kilometern hinliefern könnte. Weird.
Ich verstehe langsam, wieso in Deutschland und Österreich der Versand rückläufig ist.
https://www.heise.de/newsticker/mel…ng-4246783.html
Interessanterweise sorgt man sich in .at eher um die Serversicherheit: https://derstandard.at/2000093608804/…zurueckgefallen
Mit der Post klappt es hingegen gut. Ab dem Frühjahr soll es möglich sein - zunächst im Pilotversuch, dass man sich Pakete auch anderer Lieferdienste bei der örtlichen Filiale abholen lassen kann.