Kündigung eines Pakets

  • Hi Leute,


    also um ehrlich zu sein bin ich zu faul, um schriftlich bei netcup ein Paket zu kündigen. Gibts User, die so empfinden wie ich? Das ist doch total oldschool. Und ein Fax habe ich doch erst recht nicht mehr.


    Gibts eine anderen Lösung? Habe bereits an den Support von netcup eine Email geschickt, aber bisher kam keine Antwort.

  • sim4000;26491 wrote:

    Bei **** könnte ich meinen Server via Mausklick bis zu einem Jahr im vorraus zur Kündigung planen.


    Ist die Aussage, dass es woanders scheisse ist und man sich mit etwas abfinden muss?

  • Rudolf;26490 wrote:

    Das ist doch total oldschool. Und ein Fax habe ich doch erst recht nicht mehr.


    Einscannen -> www.fax-senden.de (als Absendernummer unbedingt eine Festnetznummer angeben!) -> Fertig :)


    Aber ich kann dich verstehen. Kenne mittlerweile auch einige Anbieter, die eine Onlinekündigung anbieten. Wäre schön, wenn da endlich mehr Anbieter nachziehen.



    MfG Christian

  • Eine Kündigung muss, wie bei Vertragsabschluss vereinbart, schriftlich eingereicht werden. Dieses wusste man ja bereits bei Vertragsabschluss.


    Unsere vertraglichen Angelegenheiten wurden von einem Fachanwalt ausgearbeitet. Wir bestehen auf eine schriftliche Kündigung, da viele deutsche Richter eine eMail nicht als rechtskräftiges Dokument anerkennen.


    In wie weit eine Kündigung automatisch per Webinterface durchgeführt werden kann, werden wir unseren Rechtsanwalt recherchieren lassen. Nur weil ein Anbieter etwas macht, muss es nicht gleich richtig sein.


    Bitte bedenken Sie, dass Kündigungen immer eine kritische Angelegenheit sind. Es müssen Daten und Domains unwiderruflich gelöscht werden. Wir wollen nicht für den Schaden aufkommen, wenn ein Kunde nachträglich behauptet, nicht gekündigt zu haben. Derartiges könnte uns zu schnell ruinieren. Daher bestehen wir auf eine eindeutige, und auch von konservativen Richtern anerkannte, Kündigung.

  • felix : Dann versendet man als Anbieter zur Sicherheit eine Erinnerungs E-Mail oder Brief an den Kunden, dass jetzt eine Onlinekündigung durchgeführt wurde. Innerhalb einer bestimmten Frist (dafür sollte die Kündigungsfrist reichen) könnte der Kunde dem dann noch widersprechen. Abgesehen davon, könnte man eine Option einbauen, dass Kunden die Onlinekündigung explizit erlauben müssen, z.B. durch ein einmaliges Fax/Brief. Ansonsten wäre sie z.B. standardmäßig deaktiviert.


    Sind nur gut gemeinte Vorschläge :)



    MfG Christian

  • Vielen Dank für Ihren Ratschlag.


    Eine Kündigung muss immer nachweisbar sein.


    Wir wären auch dafür, dass eMails einwandfrei per Gericht anerkannt werden. Dieses wird ja eventuell mit de-mail möglich.


    Wir könnten natürlich auch umgedreht dem Kunden eine Kündigung aussprechen und einen Nachweis führen. Sprich der Kunde klickt im Webinterface auf "Produkt kündigen" und wir verfassen ein Einschreiben was dem Kunden zugestellt wird. Dieses ist bei den Angeboten die wir zu günstigen Preisen vertreiben, jedoch nicht bezahlbar.


    Wenn Interesse besteht, können wir gern per höherer Einrichtungsgebühr die einmaligen Kosten aufbringen lassen. Wer ist bereit hierfür ca. 8 Euro im Voraus zu zahlen?

  • Ja das ist das Problem in Deutschland, diese scheiss Bürokratie, die in keinem Land so dermaßen ausgewuchert ist wie in Deutschland. Ich vergesse oft, dass nicht die Unternehmen diejenigen sind, die diese komischen Regeln aufstellen, sondern die scheiss Politik, sry für die Wortwahl, aber das ist halt so. Ich sitze schon über eine Stunde um das Ding zu kündigen, weil sich ein Sesselpuper den tollen Einfall hatte, dass ausschließlich Fax und Papier eine rechtmäßige Kündigung ist.


    Ich finds sehr eigenartig und nervtötend. Bestellen kann man rein elektronisch, aber kündigen muss man wieder schriftlich.

  • Wir werden wie gesagt den Rechtsanwalt beauftragen zu prüfen, in wie weit eine Kündigung per Webinterface möglich ist, bzw. was passiert wenn jemand die Kündigung im nach hinein abstreitet (heute hatten wir den Fall).


    Wir hätten auch deutlich weniger Arbeit, wenn die Kündigungen automatisiert ablaufen würden. (In dem Fall würde auch kein Kunde mehr aus Kulanz erwarten können, dass wir bei einer verpassten Kündigungsfrist ein Auge zudrücken. Das macht dann ja der Computer und der hat keine Augen) :-)

  • Bei einer nicht ausgeführten Bestellung ist der Schaden kleiner wie bei gelöschten Daten oder gar einer gelöschten Domain die dann ein sog. Domaingrabber verkaufen will. Daher müssen die Kündigungen in der per AGB vereinbarten Form erfolgen.


    Wenn ein Kunde behauptet nicht bestellt zu haben, kann über einen gewissen Zeitraum Anzeige gegen den Nutzer der IP-Adresse bei der Polizei aufgegeben werden. Die Polizei kann dann feststellen, wer die Bestellung getätigt hat. Wird eine Rechnung bezahlt, ist dieses zudem eine Bestätigung der Bestellung vor Gericht.


    Wenn eine Domain gelöscht ist und der Inhaber nach 6 Monaten meint nie gekündigt zu haben, stehen wir vor einem teuren Gerichtsverfahren. Bei einer Kündigung per eMail, würden wir dieses vermutlich verlieren. Die Kosten wollen wir nicht auf unsere Kunden abwälzen, schließlich sind wir immer bemüht, mit die günstigsten Preise auf dem Markt unseren Kunden zu bieten.


    Das ist alles komplexer, als manch einer auf dem ersten Blick meint. Nicht ohne Grund verschwinden viele Mitbewerber in der Branche von heut' auf morgen vom Markt und lassen damit ihre Kunden im Stich.


    Hinter der Führung von netcup stehen zwei studierte Geschäftsführer (dazu zählt meine Wenigkeit), ein gutes Unternehmens-Berater-Institut und zwei beratende Fachanwälte. Letztere haben das Vertragswerk unseres Unternehmens ausgearbeitet. Bislang wurden wir von diesen nicht enttäuscht.


    Wir haben leider nicht immer so nette und verständnisvolle Kunden wie Sie es sind. Leider haben wir jeden Freitag einen festen Termin bei der Polizei um Anzeigen zu unterschreiben. Die Rechtsanwälte und Gerichte verdienen, meiner ideologischen Einstellung nach, an manchen unserer Kunden und an uns bereits jetzt schon zu viel Geld. Daher ist ein festes Vertragswerk erforderlich um diese Kosten zu minimieren.


    Ich bitte hier um Ihr Verständnis.

  • Das finde ich ja sehr interessant, Erfahrungen aus dem Field, warum zeigt ihr eure Kunden an? Was machen die Kunden denn?


    Nebenbei, wir haben festgestellt, dass der Dienst fax-senden.de die Fexe zu netcup nicht durchstellt. Kann jemans aus ERFAHRUNG einen Dienst empfehlen, der mit netcup zusammenarbeitet? Ich kriege ständig die Meldung, dass die Faxe nicht zu netcup durchgestellt werden können.


    Meine Profs sagen auch (studiere u.a. Wirtschaft) dass die Wirtschaft ein richtiger Krieg ist. Hm, und die Anwälte lachen sich bestimmt blöd, dass es noch immer so viele Deppen gibt, die ihre Konflikte nicht außergerechtlich lösen können.

  • Rudolf;26521 wrote:

    Nebenbei, wir haben festgestellt, dass der Dienst fax-senden.de die Fexe zu netcup nicht durchstellt. Kann jemans aus ERFAHRUNG einen Dienst empfehlen, der mit netcup zusammenarbeitet? Ich kriege ständig die Meldung, dass die Faxe nicht zu netcup durchgestellt werden können.


    Wie oben bereits geschrieben: Du MUSST mindestens eine Festnetznummer als Absendernummer angeben und irgendeinen Absendernamen in der Kennung. Ich hatte damit auch schon mehrmals Probleme, mit diesen Angaben funktionierte es dann bei mir immer. Selbst aus einem Internetcafé funktionierte es nicht, da das Faxgerät einen VoIP-Faxdienst benutzte. Frag mich nicht, warum das so ist...

    felix : Aber bei euch werden die Faxe nicht geblockt, gell? ;)
    Aber das Gespräch hatten wir sowieso schon einmal am Telefon :D


    MfG Christian