Filesync-Lösung: Welche Software verwendet ihr?

  • Hallihallo,


    ich wollte nur mal kurz in die Runde fragen (und vielleicht auch eine Diskussion anstoßen?) welche Filesync-Lösung ihr verwendet, um eure Daten zwischen Rechnern und Telefonen zu synchronisieren.


    Aktuell verwende ich eine etwas ältere Seafile-Installation und bin am Überlegen auf Nextcloud oder Owncloud zu wechseln. Wichtig für mich sind drei Aspekte:

    • Syncgeschwindigkeit: Der Server läuft lokal bei mir zuhause und ich möchte für ein paar hundert GiB nicht einen ganzen Tag warten müssen.
    • Clients: Es sollte Clients für Windows, Linux, macOS und iOS geben. Am besten mit integriertem Upload der Kamerabilder des Telefons.
    • Anbindung an ein LDAP sollte möglich sein.

    Was verwendet ihr? Wie sieht euer Anwendungsfall aus und seid ihr zufrieden?


    Liebe Grüße

  • Ich hab Seafile und Nextcloud im Einsatz. Beides funktioniert soweit ohne Probleme.


    Unter Android nutze ich das hier via WebDAV: https://play.google.com/store/…ldersync.full&hl=de&gl=US


    Auch ohne Probleme und mit vielen Einstellungen.


    Wenns nur um Dateien geht würde ich mich immer für Seafile Entscheiden.


    Nextcloud hat zu viel Extrazeug drin was man dann eh nicht braucht.

  • ich wollte nur mal kurz in die Runde fragen (und vielleicht auch eine Diskussion anstoßen?) welche Filesync-Lösung ihr verwendet, um eure Daten zwischen Rechnern und Telefonen zu synchronisieren.

    Ich verwende Syncthing (LDAP-spezifische Informationen siehe hier); da steht wirklich die voll­au­to­ma­ti­sche, ver­zeich­nis­ba­sier­te Syn­chronisation von Dateien – mit Versionierung, falls erforderlich – im Vordergrund. Soweit ich weiß, gibt es für iOS zumindest eine Beta-Version.

  • Im Verein nutzen wir Seafile, läuft schon seit mehreren Jahren vollkommen problemlos und unauffällig. Bin sehr zufrieden damit!

    Privat (auch wenn du es vermutlich nicht hören möchtest) setze ich auf Microsoft OneDrive, weil es "einfach funktioniert" :P

  • Im Verein nutzen wir Seafile, läuft schon seit mehreren Jahren vollkommen problemlos und unauffällig. Bin sehr zufrieden damit!

    Danke für den Erfahrungsbericht!

    Privat (auch wenn du es vermutlich nicht hören möchtest) setze ich auf Microsoft OneDrive, weil es "einfach funktioniert"

    Haha, ja, du hast Recht ^^. Unsere Daten alle bei einem amerikanischen Unternehmen abzulegen, kommt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht in Frage. Für irgendwas betreibe ich die ganzen Hosting-Sachen ja als "Hobby" :).

  • Im Verein nutzen wir Seafile, läuft schon seit mehreren Jahren vollkommen problemlos und unauffällig. Bin sehr zufrieden damit!

    Privat nutze ich Seafile auf einem älteren Netcup VPS Plus. Die Synchronisierung mit den Clients läuft sehr stabil und zuverlässig. Was mich etwas stört, dass Seafile die Daten in einem eigenen Format in Blöcken speichert. Sollte mal mit dem Seafile-Server irgendwas nicht mehr passen und er startet nicht mehr, besteht keine Chance direkt an die Daten zu kommen. Für andere mag dieser Nachteil aber auch ein Vorteil sein, denn so sind die Daten gegenüber dritten versteckt.

    Trotzdem bin ich von der Performance von Seafile und dem Funktionsumfang begeistert und bleibe daher Seafile trotzd diesem Nachteil treu.

  • Privat nutze ich Seafile auf einem älteren Netcup VPS Plus. Die Synchronisierung mit den Clients läuft sehr stabil und zuverlässig. Was mich etwas stört, dass Seafile die Daten in einem eigenen Format in Blöcken speichert. Sollte mal mit dem Seafile-Server irgendwas nicht mehr passen und er startet nicht mehr, besteht keine Chance direkt an die Daten zu kommen. Für andere mag dieser Nachteil aber auch ein Vorteil sein, denn so sind die Daten gegenüber dritten versteckt.

    Trotzdem bin ich von der Performance von Seafile und dem Funktionsumfang begeistert und bleibe daher Seafile trotzd diesem Nachteil treu.

    Interessanter Gedankengang, danke dafür! Soweit ich weiß, kann man den blockbasierten Speicher aber auch mit einem der mitgelieferten Scripte mounten. Das benutze ich u.a., um Backups der Daten zu machen. (Lokales Mounten des Speichers und dann mit beliebigen Tool sichern.)

  • Ich nutze mittlerweile nur noch Nextcloud nachdem ich schon zu tief in die Bastellösung Seafile geschaut habe.


    Seafile mag oberflächlich halbwegs funktionieren aber unten sieht das ganze absolut traurig aus. Man kann die Software nicht anständig absichern mit einem Proxy ohne das alles kaputt geht. Zu mal bei mir random die Graphen irgendwie kaputt waren, das Ding mysql Funktionen called hat die es nicht gab, und von diesen Armutszeugnis an Elasticsearch embedding brauchen wir nicht anfangen. Glaube das Verschieben der Datenpartition ging auch nicht weil die Skripte absolut Banane waren. Zumal das Featureset absolut tot ist. Collabora ist das höchste der Gefühle. Nix Addons. Achja Geld fließt ab drei Benutzer ebenfalls in der Pro Version.


    Genug bashed.


    Dann lieber Nextcloud das deutlich ausgereifter ist und auch im Business Usecase mit seiner DSGVO Zertifizierung deutlich weiter kommt. Zu mal die Integration mit anderer Software mächtig ist. Legacy kram wie SMB und FTP auch eingebunden werden kann. Sharing System kann förderieren und ist recht detailliert in seiner Art und Beschaffenheit. E-Mail Client jeden Falls ist der Schrotthändler schlechthin, aber für minimale Anforderungen ok. App support ist auch gnadenlos für alle Plattformen ebenfalls gegeben.


    Am Ende muss das jeder für sich Entscheiden.

  • Echt spannend wie unterschiedlich die Erfahrungen so sind. Ich nutze Seafile seit fünf Jahren, hab die gleiche Instanz von Server zu Server, von Server zu Docker, von Disk zu Disk geschoben. Bis auf ein einzelnes Problem mit einem Database Migration Script immer fehlerfrei.


    IMHO gibt es Sicherheitstechnisch auch keinen Unterschied zwischen NextCloud und Seafile (wenns darum geht eben diese mit einem Proxy "abzusichern").

  • Echt spannend wie unterschiedlich die Erfahrungen so sind. Ich nutze Seafile seit fünf Jahren, hab die gleiche Instanz von Server zu Server, von Server zu Docker, von Disk zu Disk geschoben. Bis auf ein einzelnes Problem mit einem Database Migration Script immer fehlerfrei.


    IMHO gibt es Sicherheitstechnisch auch keinen Unterschied zwischen NextCloud und Seafile (wenns darum geht eben diese mit einem Proxy "abzusichern").

    Wie gesagt oberflächlich benutzbar, unten rum für mich ein Albtraum an Stack.

  • Es kommt halt immer auf den Anwendungsfall an. Ich bin mit 2-3 Rechnern plus Tablet und Smartphone unterwegs und brauche bestimmte Dateien Zentral. Da bietet sich halt mein RS mit Seafile (und SCM für Zeug) an. Auch mal eine Datei an andere über einen Link weitergeben ist einfach (ich denke das sollte bei Nextcloud auch kein Problem sein).

    Ich hatte mir auch pydio angeschaut, nur fehlte mir die E2EE in der Form wie ich die bei sf habe.

  • Danke für die Empfehlungen!

    Ich hatte mir auch pydio angeschaut, nur fehlte mir die E2EE in der Form wie ich die bei sf habe.

    Interessanterweise ist die Implementierung der sicherheitskritischen Features in Seafile wohl eher nicht so gut. Da gibt es hier (https://github.com/privacytools/privacytools.io/issues/490) ein interessantes Issue zu. Ist in dem Umfang für mich nicht so relevant (oder zumindest bilde ich mir das ein), weil der entsprechende Server sowieso vollverschlüsselt ist. Eine Transportverschlüsselung kann $admin mit den gängigen web-basierten Tools und LetsEncrypt ja auch erreichen.

  • Hallo zusammen! Interessanter Austausch, vor allem weil ich auch gerade daran interessiert bin z.B. eine Nextcloud für die private Nutzung an den Start zu bringen.

    Kann mir da ggfs. jemand aus eigener Erfahrung ein Produkt von Netcup empfehlen (gerne auch erstmal nur Richtung Mindestanforderungen)? In einem Webhosting Paket wird man es ja vermutlich nicht installieren können?!